Sony Ericsson Xperia Play

Smartphone mit dem Hauch einer Playstation (ausführlicher Test)

Moritz Jäger ist freier Autor und Journalist in München. Ihn faszinieren besonders die Themen IT-Sicherheit, Mobile und die aufstrebende Maker-Kultur rund um 3D-Druck und selbst basteln. Wenn er nicht gerade für Computerwoche, TecChannel, Heise oder ZDNet.com schreibt, findet man ihn wahlweise versunken in den Tiefen des Internets, in einem der Biergärten seiner Heimatstadt München, mit einem guten (e-)Buch in der Hand oder auf Reisen durch die Weltgeschichte.

Xperia Play in der Praxis

Das Smartphone kann aber mehr als nur die Basis für Spiele bilden – es ist ein komplettes Android-Smartphone. Sony Ericsson liefert das Telefon mit Android 2.3.2 aus, zum Testzeitpunkt stand aber schon ein Update auf die Version 2.3.3 zur Verfügung , inklusive einiger kleiner Verbesserungen.

Für das Xperia Play hat Sony Ericsson eine eigene Oberfläche für Android entwickelt. Diese unterscheidet sich kaum vom Standard-Android-Launcher und bietet deutlich weniger Funktionen als etwa HTC Sense. Eine Neuerung ist die App Timescape, die sich auch als Widget auf eine der fünf verfügbaren Home-Seiten einbinden lässt. Timescape fasst die verschiedenen Informationen aus Quellen wie SMS, Twitter oder Facebook zusammen und zeigt die Updates als einzelne Karten an, durch die der Nutzer mit dem Finger "flippen" kann. Über den Android-Market kann man weitere Dienste an Timescape koppeln, so gibt es etwa Plugins für VZnet oder Foursquare. Im Test konnten wir die App allerdings nicht überreden, dass sie eingehende E-Mails mit anzeigt. Warum diese Funktion auf dem Xperia Play nicht verfügbar ist, bleibt ein Rätsel.

Die Hardware des Xperia Play entspricht dem aktuellen Standard für High-End-Smartphones: Daten gelangen per 802.11n-WLAN auf das Gerät, ins mobile Internet gelangt man per UMTS, HSDPA und HSUPA. Praktisch: Das Smartphone kann als DNLA-Server dienen. So greift zum Beispiel die Playstation 3 über das Netzwerk auf Multimedia-Inhalte zu und streamt diese auf den Fernseher. Das Xperia Play punktet außerdem bei der Akkulaufzeit. Sony Ericsson verbaut einen mit 1.500 mAh großzügig dimensionierten Akku, der auch mehrstündige Spiele-Sessions aushält.

In der Rückseite sitzt eine Kamera mit fünf Megapixeln. Die Bilder sind für Spaßschnappschüsse im Internet absolut ausreichend, eine richtige Kamera ersetzt das Smartphone nicht. Außerdem nervt, dass Sony keine der Schultertasten als Auslöser definiert hat. Diese wären ideal positioniert – stattdessen lassen sich Bilder aber nur über den Touchscreen aufnehmen. Eine zweite Kamera befindet sich auf der Vorderseite, die etwa von Apps wie Qik genutzt werden kann.

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