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Self-Scanning im Einzelhandel

So kaufen Verbraucher künftig im Einzelhandel ein

Peter Friedel ist seit 36 Jahren im Handel tätig. Als Director Retail & Hospitality DACH & East Region bei Zebra Technologies verantwortet er das Geschäft mit Branchenlösungen für den Einzelhandel. Ihn zeichnen seine langjährige Erfahrung im operativen Handel und IT Business Development aus sowie in der Beratung von Handelsunternehmen.
In Zukunft werden immer mehr Kunden ihren Einkauf im Einzelhandel selbst scannen. Aber welche Lösungen sind dafür am besten geeignet?
Europaweit nimmt der Einsatz von Mobilcomputern als Einkaufshelfer im Einzelhandel zu.
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Foto: Drepicter - shutterstock.com

Einzelhändler suchen stets nach neuen Mitteln und Wegen, um ihren Kunden ein besseres Einkaufserlebnis zu bieten. Im Zuge der Digitalisierung setzen dabei immer mehr Supermarkt-Ketten mobile Self-Scanning-Lösungen ein, bei denen der Kunde bereits während des Einkaufs mit einem professionellen Mobilgerät oder dem eigenen Smartphone die Ware scannt.

Für Verbraucher besteht der größte Vorteil dieser neuen Möglichkeit darin, dass so der Bezahlvorgang deutlich beschleunigt werden kann. Händler versprechen sich von der mobilen Lösung eine höhere Kundenzufriedenheit und eine flexiblere Personaleinsatzplanung.

Angesichts dieser Entwicklung werden sich viele Einzelhändler früher oder später mit der Frage auseinandersetzen müssen, ob sie Self-Scanning-Lösungen anbieten wollen. Die Anschaffung dutzender professioneller Mobilcomputer pro Filiale ist ohne Zweifel eine beachtliche Investition. Aus dieser Überlegung heraus testen einige Händler in Pilotprojekten bereits mobiles Self-Scanning mit Apps auf den privaten Smartphones der Kunden.

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Aktuell scheint diese Lösung jedoch keinen größeren Anklang zu finden und wenn Verbraucher die Wahl haben zwischen Self-Scanning mit professionellen Mobilgeräten oder ihrem eigenen Smartphone, ist die Entscheidung eindeutig: Laut Coop Schweiz nutzen 98 Prozent lieber die im Laden angebotenen Mobilcomputer als ihre eigenen Geräte. Dabei spielen mehrere Gründe eine Rolle:

  • Robustheit: Professionelle Mobilcomputer sind für die Anforderungen von Unternehmen gebaut, meist deutlich langlebiger und können auch einen Sturz unbeschadet überstehen, der Smartphones deutlich zusetzen würde.

  • Verfügbarkeit: Professionelle Geräte besitzen einen ausdauernden Akku, der, sobald er nach dem Einkauf in die Ladestation zurückgestellt wird, sofort wieder aufgeladen wird. So sind sie jederzeit einsatzbereit. Und selbst, wenn einmal ein Gerät nicht funktioniert, kann der Kunde zu einem Ersatzgerät greifen. Fällt dagegen das Smartphone eines Kunden wegen zu geringem Akkustand oder Fehlfunktionen aus, kann er mobiles Self-Scanning gar nicht nutzen.

  • Scanqualität: Beim Scannen eines Produkts erfasst der Imager eines professionellen Geräts den Barcode im ersten Anlauf, unabhängig vom Scanwinkel, den Lichtverhältnissen oder der Qualität des Barcodes. Smartphone-Kameras haben dagegen häufiger Schwierigkeiten mit den Lichtverhältnissen in Geschäften oder beschädigten Barcodes und besitzen darüber hinaus einen sehr begrenzten Scanwinkel, sodass die Anzahl der wiederholt durchzuführenden Scans und die Frustration der Kunden im gleichen Maße zunehmen.

  • Sicherheit: Gerade deutsche Verbraucher sind für ihr ausgeprägtes Bewusstsein bezüglich Datenschutz und Datensicherheit bekannt. Das hohe Sicherheitsniveau einer professionellen Lösung spricht sie daher eher an als eine weitere App auf ihrem Smartphone, die zudem ihre privaten Daten gefährden, sammeln oder an nicht-autorisierte Dritte weitergeben könnte.

Zwar scheint mobiles Self-Scanning auf Basis privater Smartphones für Unternehmen zunächst die günstigere Variante zu sein; das bessere Einkaufserlebnis mit professionellen Geräten wird aber langfristig dazu führen, dass Kundenzufriedenheit und Kundenbindung steigen und die höhere Anfangsinvestition sich auszahlt.