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01.01.2012 - 

Beraterhonorare im Vergleich

So viel darf ein Consultant kosten

Heinrich Vaske ist Editorial Director von COMPUTERWOCHE und CIO. Seine wichtigste Aufgabe ist die inhaltliche Ausrichtung beider Medienmarken - im Web und in den Print-Titeln. Vaske verantwortet außerdem inhaltlich die Sonderpublikationen, Social-Web-Engagements und Mobile-Produkte und moderiert Veranstaltungen.
Dass erfahrene Consultants im Vergleich zu Newbies oft das Drei- oder Vierfache an Honoraren einstreichen, ist bekannt. Doch welche Tagessätze sind 2017 eigentlich für wen "normal"?
In IT-Beratungsberufen lohnt es sich, am Ball zu bleiben und Karriere zu machen. Die Sprünge in den ersten zehn Jahren sind im Idealfall gewaltig.
In IT-Beratungsberufen lohnt es sich, am Ball zu bleiben und Karriere zu machen. Die Sprünge in den ersten zehn Jahren sind im Idealfall gewaltig.
Foto: Th. Weissenfels/Fotolia.com

Dass IT-Fachkräfte knapper werden, ist nicht neu. Doch zu einer explosionsartigen Erhöhung der Tagessätze von externen Consultants hat der Mangel bislang nicht geführt. Trotzdem ist es für IT-Chefs wichtig, größtmögliche Transparenz über die üblichen Honorare im IT-Markt zu haben. Die Analysten von Pierre Audoin Consultants (PAC) sind mit ihrer "IT Services Rates Database 2016/17 Germany" in der Lage, entsprechende Benchmark-Daten zur Verfügung zu stellen. Sie haben der COMPUTERWOCHE und ihren Lesern einen Einblick in ihren Daten-Pool gewährt.

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Der Tagessatz eines IT-Beraters liegt demnach 2017 im Mittel - also über alle Joblevel, Qualifikationen, Branchen und Projektarten hinweg - bei 930 Euro. Hier ist die Art der Qualifikation entscheidend: Im Bereich Big Data oder Security wird mit durchschnittlich 1100 Euro deutlich mehr verdient. Wichtig ist auch die Branche, auf die sich der Berater spezialisiert hat. Am besten zahlt die Finanzwirtschaft, am schlechtesten der Fertigungssektor. Auffällig ist zudem, dass die mittleren Tagessätze im Technical Support (System- und Datenbank-Administration) leicht gesunken sind. Grundsätzlich wird in 2017 im Infrastrukturbereich etwas weniger gezahlt als im Vorjahr.

350 bis 600 Euro für den Juniorberater

Ein junger Berater mit weniger als drei Jahren Berufserfahrung bezieht im Bereich Systemadministration in infrastrukturlastigen Projekten durchschnittlich 347 Euro täglich. Genauso hoch sind die Tagessätze im Bereich Testing. Je nach Qualifikation, Projekttyp und Branche gibt es dennoch große Unterschiede. Der Tagessatz eines Juniors im SAP-Consulting kann sich durchaus der 600-Euro-Marke nähern.

Knapp 700 Euro für den Consultant

Einen deutlichen "Know-how-Sprung" konzediert PAC dem nächsthöheren Level des Consultants. Vertreter dieser Kategorie haben zwei bis drei Jahre Berufserfahrung und stellen mit 45 Prozent die größte Gruppe innerhalb eines Projektteams. Der durchschnittliche Tagessatz liegt hier bereits bei knapp 700 Euro.

Senior Consultants erhalten 950 Euro

Die nächste Hierarchiestufe bilden die Senior Consultants (drei bis fünf Jahre Berufserfahrung), die im Schnitt 950 Euro pro Tag verlangen. Vertreter dieser Gruppe stellen nur 15 Prozent eines durchschnittlichen Projektteams. Die Einkommenslücke gegenüber dem darüberliegenden Level des Managers ist nicht besonders groß: Dort pendelt sich der Tagessatz bei 1100 Euro ein. Manager bilden mit etwa fünf Prozent eine absolute Minderheit in Projektteams und bieten vom Know How her meist nicht viel mehr als Senior Consultants.

1500 Euro für Senior Manager

Geschafft hat es in der Consulting-Szene, wer als Senior Manager mit mindestens achtjähriger Berufserfahrung auftreten kann: In dieser Position sind Tagessätze von 1500 Euro die Regel, gegenüber dem Gesamtdurchschnitt im IT-Beratungsmarkt entspricht das einem Plus von 70 Prozent. Von Senior Managern erwarten die Kunden viel Know-how und Effizienz. Die Unterschiede in der Vergütung sind in dieser Gruppe besonders groß. Senior Manager mit Business-Intelligence-Know-How im Finanzbereich können durchschnittlich mit einem Tagessatz von rund 2200 Euro rechnen.

Die einträglichste Qualifikation

Analysiert man die PAC-Zahlen danach, welcher Beratertyp in diesem Jahr einen besonders großen Schluck aus der Pulle nehmen konnte, dann landet man beim Senior-Berater in Handel oder Logistik mit Kompetenzen in den Bereichen Cloud Applications und digitale Transformation: Er kann als Tagessatz 5,8 Prozent mehr verlangen als im Vorjahr. (hv)

 

Harald Steindl

Auch wenn der Artikel schon ein paar Jahre alt ist, so sind die genannten Preise meiner Meinung nach vollkommen absurd. Wieviel verdient ein solcher Junior-Berater eigentlich, wenn man ihn um 380 EUR für 8 Arbeitstunden verkaufen kann? Ich denke nicht, dass sich das augeht....

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