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Tarox AG will nach Reorganisation indirekten Vertrieb aufbauen

21.09.2000
Die Tarox AG, Anbieter der gleichnamigen Hardware-Systeme und Distributor, hat sich intern und extern neu aufgestellt. Als nächsten Schritt will das Unternehmen den indirekten Vertriebskanal angehen.

Die Tarox AG in Lünen könnte Beobachter an eine "kleine Maxdata" denken lassen: Zwar nicht, was Größe und Umsatz betrifft, sondern nach ihrer Struktur und Ausrichtung (siehe Grafik). Denn auch Tarox bietet gleichnamige Hardware-Systeme an, mischt im Distributionsgeschäft mit und betätigt sich im Internet-Umfeld.

"Bisher haben wir unsere PC-Sys-teme ausschließlich direkt an kleinere und mittlere gewerbliche Kunden verkauft. Allerdings war unsere Positionierung unklar: Ob wir nun als Hersteller oder Sys-temhaus im Markt agieren", fasst Dirk Hartmann, Vorstandsvorsitzender von Tarox, kurz zusammen. Das Versäumte will man jetzt korrigieren: "Wir werden noch in diesem Quartal den indirekten Vertriebskanal aufbauen und streben eine klare Positionierung als Hersteller an", sagt Hartmann.

Als Wettbewerber für seine PC-Sys- teme und Server (Monitore und Notebooks sollen zur nächsten Cebit eingeführt werden) nennt der Tarox-Chef zum Beispiel Wortmann und Maxdata. "Die Änderung der Eigenmarkenstrategie von Actebis und Peacock begreifen wir als Riesenchance. Denn derzeit sind die Händler von diesem Richtungswechsel einfach verunsichert, und Tarox stellt in diesem Segment eine Alternative dar", so Hartmann weiter.

100 zertifizierte Tarox-Partner im ersten Jahr

Für den Aufbau des indirekten Kanals hat Hartmann einen Fachmann an Bord geholt: Neuer Vertriebs- und Marketing-Chef bei Tarox ist Uwe Hüfner, vorher bei Broadliner Actebis für die Eigenmarke Targa zuständig. Zur Seite stehen dem neuen Vertriebsmann Hüfner 25 neu eingestellte Mitarbeiter, die das gerade fertiggestellte Fachhandelskonzept den regionalen Systemhauskunden näher bringen sollen.

Mit dem Partnerprogramm will Tarox 2001 den Absatz von 50.000 PC-Systemen schaffen und 100 Fachhändler zertifizieren, die dann in den Genuss verbesserter Einkaufskonditionen, WKZ (Werbekostenzuschuss), Projekt-Management, Finanzierungshilfen und Marketing-Unterstützung kommen. Für die Zertifizierung als Tarox-Partner nennt der Hersteller ein Umsatzlimit mit seinen Produkten von 375.000 Mark. Aber: "Den Direktvertrieb bei den Top-500-B2B-Kunden in Deutschland behalten wir uns vor", erklärt Hartmann.

Nach Übernahme steht noch Cobbit-Integration bevor

Eine andere wichtige Aufgabe für Tarox dürfte die Integration der im Juli gekauften Cobbit Computer GmbH in Dresden sein. Das ostdeutsche Unternehmen stand nach Aussage von Hartmann "kurz vor dem Konkurs", als Tarox zugriff. Dem Vernehmen nach waren auch Lintec und Blueship an einer Übernahme interessiert. Gründe für die drohende Pleite waren "ein zu hoher finanzieller Luxus bei der so genannten Internationalisierung wie der Prager Niederlassung und den Büroräumen", meint Hartmann. Vom einem der beiden Cobbit-Geschäftsführer, Peter Burkhardt, hat sich Tarox getrennt. Thomas Berge ist nach wie vor für das Unternehmen tätig. Die Dresdner steuern zum Jahresumsatz 60 Millionen Mark bei. Tarox strebt 2000 Einnahmen von 180 Millionen Mark an (Vorjahresumsatz 100 Millionen Mark). Und man arbeite in Lünen profitabel, wie Hartmann betont. (ch)

www.tarox.de

HISTORIE DER TAROX AG

Facts & Figures

Im Folgenden wird kurz die Firmenentwicklung der Tarox AG skizziert (zur internen Struktur des Unternehmens siehe Grafik):

1993: Gründung der CAF Peripheral-Computer-Vertriebs GmbH

1996: Beteiligung am Systemhaus Compart GmbH in Lünen

1998: Beteiligung am Systemhaus Hal GmbH & Co KG in Berlin

1999: Gründung der Space NRW GmbH (New-Media and E-Commerce-Group)

2000: Übernahme der Cobbit Computergruppe in Dresden und Verkauf der Compart-Anteile; Gründung der Tarox Holding AG; Reorganisation der Tarox-Gruppe und Festlegen auf drei Geschäftsfelder (Systems & Services, New-Media & E-Commerce, Education & Qualifying). (ch)