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USB

USB-4-Standard ist final - und bringt Enttäuschung

Panagiotis Kolokythas arbeitet seit Juni 2000 für pcwelt.de. Seine Leidenschaft gilt IT-News, die er möglichst schnell und gründlich recherchiert an die Leser weitergeben möchte. Er hat den Überblick über die Entwicklungen in den wichtigsten Tech-Bereichen, entsprechend vielfältig ist das Themenspektrum seiner Artikel: Windows, Soft- und Freeware, Hardware, Smartphones, soziale Netzwerke, Web-Technologien, Smart Home, Gadgets, Drohnen… Er steht regelmäßig für PCWELT.tv vor der Kamera und hat ein eigenes wöchentliches IT-News-Videoformat: Tech-Up Weekly.
Die Arbeiten an USB 4 sind abgeschlossen und die finalen Spezifikationen liegen vor. Und es gibt eine kleine Enttäuschung.

Im Juni hatte das USB Implementers Forum (USB-IF) die fast fertigen USB-4-Spezifikationen in der Version 0.96 vorgestellt und einen ersten Überblick über die Neuerungen gegeben. Jetzt liegen auch die finalen Spezifikationen für USB 4 vor. Inklusive einer Enttäuschung: Als die Version 0.96 der Spezifikationen vorgestellt worden war, gingen viele davon aus, dass die von Intel entwickelte Thunderbolt-3-Spezifikation für Anzeige- und Datenkonnektivität generell integriert wird. Der finalen USB-4-Spezifikation (Version 1.0, hier zum Download als PDF-Dokument) zufolge ist die Thunderbolt-Unterstützung allerdings optional. In der Praxis kann es also zu Unklarheiten darüber kommen, welche Geräte nun welches Protokoll unterstützen.

Intel äußerte im Juni, dass es die Thunderbolt-Spezifikation zur USB-IF beitragen würde und dass das neue, schnellere 40-Gbps-Protokoll ein USB-C-Kabel verwenden würde. Das alles scheint wahr zu sein. Aber die Annahme, dass USB 4 immer Thunderbolt beinhalten würde, ist laut Spezifikation nicht immer wahr. Die veröffentlichte Spezifikation macht dies nun deutlich: Letztendlich liegt es an den Herstellern von USB-4-Geräten, ob sie Thunderbolt unterstützen.

Dem Statement der USB-IF zufolge wollen immerhin die meisten PC-Hersteller die Implementierung von USB inklusive Thunderbolt bei USB 4 unterstützen. Konkret heißt es hierzu in dem Statement: "In Bezug auf die optionale Unterstützung der USB-4-Spezifikation für Thunderbolt 3 erwartet USB-IF, dass PC-Anbieter die Thunderbolt-3-Kompatibilität in ihren USB-4-Lösungen weitgehend unterstützen, da die Thunderbolt-3-Kompatibilität nun in der USB-4-Spezifikation enthalten ist und somit für formale Anwender lizenzfrei ist".

Hinzugefügt wird: "Allerdings unterhält Intel immer noch das Thunderbolt-3-Branding/Zertifizierung, so dass die Verbraucher nach dem passenden Thunderbolt-3-Logo und Markennamen suchen können, um sicherzustellen, dass das betreffende USB-4-Produkt die erwartete Thunderbolt-3-Kompatibilität aufweist. Darüber hinaus wurde beschlossen, die Thunderbolt-3-Kompatibilität nicht zu einer Anforderung an die USB-4-Spezifikation zu machen, da bestimmte Hersteller (etwa Smartphone-Hersteller) nicht die zusätzlichen Funktionen hinzufügen müssen, die die Thunderbolt-3-Kompatibilität bei der Entwicklung ihrer USB-4-Produkte mit sich bringt".

USB 4 verdoppelt die Bandbreite des USB-Type-C-Standards und ist abwärtskompatibel. In einer USB-4-Verbindung mit Thunderbolt-Unterstützung lassen sich zudem gleichzeitig Datenströme und Signale für Bildschirme übertragen. Daten lassen sich mit einer Geschwindigkeit von bis zu 40 Gigabit pro Sekunde übertragen.

Mit ersten Produkten, die USB 4 unterstützen, kann wohl erst ab Ende 2020 gerechnet werden. Weitere Infos zu USB 4 lesen Sie im folgenden Ratgeber: USB 4 - das müssen Sie wissen.