W&P-Studie: Erfolgs- und Risikofaktoren von Familienunternehmen

13.04.2006

Der besondere Gestaltungswille eines "mächtigen Machers" manifestiert sich in einer langfristigen Unternehmensstrategie, in einer modernen Organisationsstruktur, in der Gewinnung hochqualifizierter Führungskräfte, in einer ausgeprägten Kommunikation nach innen und außen und in der ständigen Suche nach Neuem und Besserem. Und noch ein Aspekt ist wichtig: Der "mächtige Macher" stellt die Interessen des Unternehmens vor die der Eigentümer. "Erfolgreiche Familienunternehmen verpflichten sich zur kompromisslosen Besetzung der Unternehmensleitung", meint Wieselhuber. "Nach dem Prinzip der gleichen Chance werden potenzielle Familiennachfolger mit den Besten im Markt verglichen. Bei ausgewiesener Qualifikation werden Gesellschafter bevorzugt in die Position des Vorsitzenden der Geschäftsführung berufen. Fremdmanager werden nach objektiven Kriterien ausgewählt. Im gemischten Team sind sie gleichberechtigte Partner". Die Nachfolgeproblematik ist für Spitzenunternehmen deshalb kein Thema.

Spitzenunternehmen haben Instrumente geschaffen, die ähnlich denen von exzellent geführten börsennotierten Unternehmen sind. Dadurch können strategische Ausrichtung, Wachstumschancen und vor allem die Finanz -und Ertragslage kompetent beurteilt und entsprechende Konsequenzen daraus abgeleitet werden. Auf der anderen Seite halten Familienunternehmen an ihren Traditionen und Wertmaßstäben fest und leben Strukturen, die es ihnen ermöglichen, wacher, innovativer, schneller und flexibler als andere Unternehmensformen zu sein. "Erfolgreiche Familienunternehmen", resümiert Wieselhuber "kombinieren das Beste aus zwei Welten". (mf)

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