Analyse von Arcplan

5 Gründe, warum BI-Projekte scheitern

Ronald Wiltscheck widmet sich bei ChannelPartner schwerpunktmäßig den Themen Software, KI, Security und IoT. Außerdem treibt er das Event-Geschäft bei IDG voran. Er hat Physik an der Technischen Universität München studiert und am Max-Planck-Institut für Biochemie promoviert. Im Internet ist er bereits seit 1989 unterwegs.

4. Falsche Teamkonstellation

Zu viele Köche verderben den Brei, deshalb ist unbedingt darauf zu achten, dass von Anfang an die richtigen Leute in Projekte eingebunden werden. Ansonsten riskiert man, ein bereits komplexes Projekt durch Sonderwünsche weiter zu verkomplizieren. Ein eng vernetztes Projektteam gewährleistet eine bessere Kontrolle über Anforderungen, Arbeitsumfang und Verantwortlichkeiten. Erst wenn es an das stufenweise Rollout der Lösung für die entsprechenden Anwendergruppen geht, ist es sinnvoll, weitere Personen einzubeziehen. Dabei lässt sich feststellen, inwieweit Erwartungen erfüllt wurden und wie die Nutzer die Anwenderfreundlichkeit der Lösung und andere Kriterien bewerten. Ein anderer Aspekt ist die Einbindung externer Berater.

Am besten aufgestellt ist ein BI-Anbieter, der über ein eigenes Beraterteam und ein internationales Partnernetzwerk verfügt. Gemeinsam lassen sich so bei Kunden weltweit BI-Lösungen effizient implementieren.

Gleichzeitig können Kunden mithilfe von eLearning sehr schnell selbstständig mit der BI-Software arbeiten. Es ist wichtig, dass sich ein oder mehrere Mitarbeiter des Unternehmens so weit mit der Software vertraut machen, dass sie selbst die Verantwortung für Verbesserungen, Änderungen oder neue Anwendungen übernehmen können und die Lösung so zukunftsfähig erhalten.

5. Abnahme nicht erzwingen

So wichtig wie Verantwortlichkeiten und die Einhaltung von Terminen ist die beiderseitige Abnahme von Projektleistungen. Nicht nur der Projektmanager des Anbieters muss bestätigen, dass Leistungen vollumfänglich und pünktlich erbracht wurden, auch seitens des Kunden müssen die Ergebnisse bestätigt oder ein Feedback gegeben werden, warum Arbeiten nicht akzeptiert werden. Abnahmen während des laufenden Prozesses gewährleisten, dass die Lösung im Rahmen des fortschreitenden Projektes abgenommen ist. Dadurch wird eine umfangreiche Überprüfung am Ende, wenn Budget und Zeit ausgeschöpft sind, vermieden.

BI-Projekte erfolgreich gestallten

"Business Intelligence bringt Unternehmen einen beträchtlichen ROI, wenn die Projekte ordentlich vorbereitet und durchgeführt werden", erklärt Achim Röhe, VP Professional Services bei arcplan. "Wenn Kunden und Anbieter vernünftig kommunizieren und die unternehmerischen Ziele im Auge behalten, dann wiegen die erfolgreichen BI-Projekte die Fehlschläge auf. Unternehmen können die saubersten Daten, die präzisesten Kennzahlen und die besten Ideen für Berichte haben - wenn sie ihr Projektmanagement nicht im Griff haben, ist das alles Makulatur." (rw)