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Gefühle und Informationen

Gute Vorträge mit Charisma statt Optik

16.07.2013
Optische Eindrücke sind wichtig bei Unternehmenspräsentationen. Aber die Wirkung wird oft verfehlt, wenn die Struktur nicht stimmt. Helmut König sagt, worauf Firmen achten sollten.
Was ist das Ziel des Vortrags? Wenn man der Meinung ist, dass das Publikum undankbar ist und keine Ahnung hat, wird die eigene Körpersprache dieses auf die Zuhörer übertragen.
Was ist das Ziel des Vortrags? Wenn man der Meinung ist, dass das Publikum undankbar ist und keine Ahnung hat, wird die eigene Körpersprache dieses auf die Zuhörer übertragen.
Foto: Christian Töpfer

Grundsätzlich gibt es zwei Arten einer Präsentation, die eher Gefühl vermittelnde und die eher informierende. Die Gefühlspräsentation kommt ohne viel Text aus, sie ist darauf angelegt, im Zuhörer eine bestimmte Emotion zu erzeugen. Referenten arbeiten hier bei Beamer-Präsentationen mit wenig Informationen und vielen Bildern. Auch die meisten Referenten, die bewusst auf Hilfsmittel verzichten, präsentieren gefühlsbetonte Inhalte. Der Vortrag wirkt dann vor allem durch das Charisma des Redners, oft ist die hervorgerufene Emotion aber nach ein paar Tagen verbraucht.

Bei diesen Vorträgen geht es immer um eine Kernaussage, die sich dann ins Bewusstsein des Zuhörers einprägen kann. Charismatische Redner haben eine hohe ethische Verantwortung, denn ihnen wird fast alles geglaubt und da reicht die Palette von Gandhi bis zu Adolf Hitler.

Informierende Vorträge bleiben mehr auf dem Boden der Tatsachen. Sie arbeiten zumeist mit Präsentationstechniken und mehr Text, wobei hier die Gefahr besteht, dass der Zuhörer mit Text überfrachtet wird und der Vortrag langweilig wird. Es besteht aber die Chance, dass bei richtiger Darstellung das Publikum erste Handlungsideen bekommt, die es dann übernimmt und umsetzt. Dieser Artikel beschäftigt sich im Weiteren vorrangig mit der informierenden Präsentation, weil charismatische Redner sowieso machen, was sie wollen. Sie wirken durch ihr Auftreten, nicht durch irgendeine Technik. Alle anderen können durch eine gute Planung ihren Vortragserfolg verbessern.

Hilfsmittel und Technik

Bei einer Beamer-Präsentation ist die Basis ein einheitliches Erscheinungsbild des Vortrages. Das "Corporate Design" eines Unternehmens sollte sich auch in einer Präsentation wiederfinden. Dazu nutzt man im Prinzip eine sogenannte Masterfolie, die den Rahmen der einzelnen Seiten bildet. Hier sollte auch vorgegeben sein, welche Schrifttypen, -größen und -farben verwendet werden. Präsentationsfolien dienen der Unterstützung des Vortrages, leider sind sie oft genug der Inhalt, der dann auch noch abgelesen wird. Je mehr unterschiedliche Textfarben, -größen oder -typen auf einer Folie eingesetzt werden, desto schlechter ist sie lesbar. Zur Schriftgröße selbst sagt eine alte Formel: "Nimm den Abstand bis zur letzten Stuhlreihe mal den Basiswert 4,8 und teile das Ergebnis durch die Höhe der Leinwand; du erhältst eine Zahl, die einer gut zu lesenden Schriftgröße entspricht".

Zusätzlich kann die Präsentationszeit künstlich begrenzt werden. Man spricht im Allgemeinen davon, dass die Fähigkeit zuzuhören nach 20 Minuten Redezeit stark nachlässt, deshalb ist die "fasse dich kurz Regel" nicht zu unterschätzen. "Pecha Kucha" z.B. ist eine Technik, bei der nicht mehr als 20 Folien eingesetzt werden dürfen und jede Folie nach 20 Sekunden automatisch zur nächsten übergeht.

Auf der nächsten Seite geht es um Struktur und Auflockerungen eines Vortrags.