Vergleich.org und Blackfridaysale.de

Hamburger sind Black-Friday-Schnäppchenjäger

Armin Weiler kümmert sich um die rechercheintensiven Geschichten rund um den ITK-Channel und um die Themen der Distribution. Zudem ist er für den Bereich Peripherie zuständig. Zu seinen Spezialgebieten zählen daher Drucker, Displays und Eingabegeräte. Bei der inoffiziellen deutschen IT-Skimeisterschaft "CP Race" ist er für die Rennleitung verantwortlich.
Beim „Black Friday“ am 26. November 2021 können sich Händler besonders auf Hamburger Kunden freuen. Dort ist das Interesse am Schnäppchentag im Vergleich der Bundesländer am größten. Kunden befürchten jedoch, dass sie durch Lieferengpässe leer ausgehen.

Die Schnäppchenjäger scharren schon mit den Hufen: Am 26. November 2021 ist wieder "Black Friday". Der Aktionstag, traditionell nach Thanksgiving gelegen, läutet in den USA das Weihnachtsgeschäft ein. Mittlerweile ist der Black Friday auch hierzulande eine feste Größe im Abverkaufskalender.

Nach den Stadtstaaten Hamburg und Berlin ist Baden-Württemberg das Flächenland im Bundesländervergleich der meisten Suchanfragen nach „Black Friday“.
Nach den Stadtstaaten Hamburg und Berlin ist Baden-Württemberg das Flächenland im Bundesländervergleich der meisten Suchanfragen nach „Black Friday“.
Foto: Elena Odareeva - shutterstock.com

Zahlreiche Onliner, aber auch Ladengeschäfte nutzen die Sogwirkung des Schnäppchentags. Dabei gibt es aber eklatante Unterschiede im Interesse der Verbraucher, wie nun das Verbraucherportal Vergleich.org ermittelt hat. Dazu haben die Portalmanager Online-Suchanfragen ausgewertet.

Sachsen-Anhalt ist Schlusslicht

Mit fast 22.000 Suchanfragen pro 100.000 Einwohner nach dem Schlagwort "Black Friday" hat Hamburg klar die Nase vorne, gefolgt von Berlin mit knapp 17.000 Anfragen. Als erstes Flächenland folgen die Schnäppchenjäger aus Baden-Württemberg mit gut 14.000 Suchanfragen.

Schlusslichter in der Vergleich.org-Aufstellung sind die ostdeutschen Bundesländer. Keines kommt über 10.000 suchanfragen pro 100.000 Einwohner. Schlusslicht ist Sachsen-Anhalt mit lediglich 8.000 Anfragen. Somit wird beispielsweise in Berlin im Gegensatz zum benachbarten Brandenburg doppelt so häufig nach Black Friday gesucht.

In Hamburg gibt es die meisten Online-Suchanfragen nach „Black Friday“. Das könnte die Schnäppchenjäger auch auf die Einkaufsmeilen locken, sofern Händler entsprechende Angebote machen.
In Hamburg gibt es die meisten Online-Suchanfragen nach „Black Friday“. Das könnte die Schnäppchenjäger auch auf die Einkaufsmeilen locken, sofern Händler entsprechende Angebote machen.
Foto: Vergleich.org

Lieferengpässe befürchtet

In einer weiteren Erhebung hat das Shopping-Portal Blackfridaysale.de in einer repräsentativen Online-Umfrage 1.840 Verbraucher befragt. Demnach rechnen 62 Prozent der Befragten damit, dass auch sie die Lieferprobleme der Händler zu spüren bekommen werden. Mehr als 50 Prozent befürchten, dass gewünschte Produkte nicht für sie verfügbar sind.

Rund 86 Prozent der Befragten planen in diesem Jahr beim Black Friday Sale teilzunehmen, davon 94 Prozent hauptsächlich online. "Jedoch ist in diesem Jahr weniger die Angst vor Covid-19 ausschlaggebend, dass Internetkäufe dem stationären Handel vorgezogen werden, sondern die schlechtere Vergleichsmöglichkeit. So gaben knapp 44 Prozent an, dass für sie Ängste vor Ansteckung Gründe sind, Online einzukaufen, jedoch mehr als 66 Prozent geringere Vergleichsmöglichkeiten. Mehr als 46 Prozent bemängeln das geringere Shoppingerlebnis aufgrund von Abstandsregeln und Masken tragen", erläutert Konrad Kreid, Geschäftsführer der Black Friday GmbH, die Blackfridaysale.de betreibt.

Weihnachtsgeschenke gefragt

Während 76 Prozent planen, für sich selbst etwas zu kaufen, sind bei knapp 65 Prozent der Einkauf von Weihnachtsgeschenken Grund, am Black Friday Sale teilzunehmen. Rund 35 Prozent wollen für Freunde oder Familie etwas kaufen und 14 Prozent sind noch unschlüssig. Knapp 30 Prozent planen dabei Ausgaben bis zu 300 Euro, rund 20 Prozent bis zu 500 Euro, 16 Prozent bis zu 1.000 Euro und 8 Prozent über 1.000 Euro.

Wie in den letzten Jahren werden vorwiegend Elektronikprodukte gekauft, gefolgt von Produkten aus den Bereichen Mode, Wohnen, Sport, Accessoires, Beauty und Reisen. Dabei werden bei fast allen Produktgruppen überwiegend Rabatte von 30-50 Prozent erwartet.

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