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Nachfolger wird Heiko Meyer

HP-Chef Volker Smid tritt ab

06.06.2013
Erneuter Führungswechsel bei HP: Der Vorsitzende von HP-Deutschland Volker Smid, der die Neuausrichtung des Herstellers hierzulande federführend gestaltet hat, verlässt das Unternehmen. Seinen Posten übernimmt Heiko Meyer.
Volker Smid, Chef der Enterprise Group und Vorsictzender der Geschäftsführung bei HP Deutschland, hat sich entschieden, das Unternehmen zu verlassen.
Volker Smid, Chef der Enterprise Group und Vorsictzender der Geschäftsführung bei HP Deutschland, hat sich entschieden, das Unternehmen zu verlassen.

Erneuter Führungswechsel bei HP: Der Vorsitzende von HP-Deutschland Volker Smid, der bislang als Vice President die Geschäfte der HP Enterprise Group verantwortet hat, verlässt das Unternehmen.
Seine Aufgaben übernimmt Heiko Meyer, der bereits seit 1984 bei HP in verschiedenen Positionen tätig ist und seit Mai 2012 als General Manager und Vice President den Geschäftsbereich Personal Printing und Computing für die Region Westeuropa leitete.

Heiko Meyer, bislang Chef der Personal Printing und Computing Group, übernimmt den Posten von Volker Smid.
Heiko Meyer, bislang Chef der Personal Printing und Computing Group, übernimmt den Posten von Volker Smid.
Foto: HP

Meyer ist damit ab sofort Vice President die HP Enterprise Group in Deutschland und für das Geschäft mit IT-Infrastrukturlösungen verantwortlich. Die Ernennung von Heiko Meyer zum Vorsitzenden der Geschäftsführung durch den Aufsichtsrat der Hewlett-Packard GmbH soll in Kürze erfolgen.
"Heiko Meyers Führungsstärke, seine Begeisterung für Kunden und Technologie sowie die Breite seiner Erfahrung über alle Geschäftsbereiche von HP hinweg machen ihn zur idealen Wahl für diese Aufgabe", kommentiert Peter Ryan, Senior Vice President und General Manager der HP Enterprise Group EMEA und Managing Director von HP EMEA:, den Wechsel an der Unternehmensspitze. "Er hat die Schlüsselqualifikationen, die es braucht, um unser Wachstum in Deutschland voranzutreiben."

Entscheidung für Heiko Meyer bestätigt HPs Channelkurs

Branchenkennern zufolge war der Wechsel an der Spitze überreif. Partner vermissten Smids Einsatz für den Channel. Dabei steuern HP-Partner hierzulande rund 90 Prozent zu HPs Umsätzen bei.
Dass HP künftig auch weltweit wieder ganz klar auf Channelkurs dreht, verdeutlichte nicht zuletzt Meg Whitman in ihrer Rede auf der HP-Partnerkonferenz in Las Vegas. Sie gab noch einmal ein deutliches Bekenntnis zum Channel ab, mit einer unmissverständlichen Botschaft an ihre Führungsmannschaft aus dem Direktvertrieb: "Wer einem Partner ein Projekt abjagt, fliegt raus." So klare Worte gab es noch nie und das kam sehr gut an.

Im nächsten Schritt wurde Jochen Erlach - ein ebenso erfahrener wie in der Partnerlandschaft geschätzter Channel-Mann in die HP-Geschäftsführung geholt. Bei der Neubesetzung des Europa-Chefpostens entschied sich die HP-Führung für Frank Obermeier - bisheriger Channel-Manager in Deutschland, anstelle von Smid. Insider werteten schon diese Entscheidung als eindeutiges Signal, dass Channel-treue Manager auf Geheiß von Whitman das Ruder übernehmen sollen.

Volker Smid stand in der Kritik

Auch die jetzige Personalentscheidung zugunsten von Heiko Meyer, der bei den Vertriebspartnern hohes Ansehen genießt, bestätigt den Channelkurs. Smid galt in der Branche eher als Befürworter des Direktvertriebs. So auch bei seinem früheren Arbeitgeber Novell, bei dem er auch einmal den Satz fallen ließ: "Es sind ja nur 200 Direkt-Accounts in Deutschland". Partner bemängelten generell Smids mangelndes Interesse am Kontakt und der Zusammenarbeit mit dem Channel.

Smid stand Insindern zufolge auch aus anderem Grund in der Kritik: Die Abwicklung der zum Bereich Enterprise Services (ES) gehörenden HP Outsourcing-Tochter EDS, sei am Standort Bochum sehr turbulent abgelaufen. Insgesamt hatte HP im Februar 2013 beschlossen, hierzulande 1.100 Stellen im Bereich Enterprise Services (ES) zu streichen, das sind knapp zehn Prozent aller HP-Beschäftigten in Deutschland. Von den Stellenstreichungen betroffen war vor allem der Standort Rüsselsheim mit rund 850 Beschäftigten, der bis Ende 2013 abgewickelt werden soll.

Klares Signal an den Channel

Offenbar hat HP die große Bedeutung des Channels für das Geschäft - insbesondere im Bereich Infrastruktur und Cloud, also der Enterprise Group - wieder erkannt. Jetzt kommt es darauf an, wie konsequent diese Strategie auch langfristig umgesetzt wird. In der Zusammenarbeit mit den Partnern hat HP in den vergangenen Jahren viel Porzellan zerschlagen, hinzu kamen Schwächen bei der technologischen Weiterentwicklung insbesondere im Bereich Storage und Mobile. Hier hat HP das Feld in weiten Teilen der Konkurrenz überlassen. Insbesondere EMC und Netapp haben die Chance genutzt. Doch auch hier hat HP seit Ende 2012 nachgebessert. Sollte Whitman diesen Kurs beibehalten, ist von HP wieder viel zu erwarten. (cm/rw/rb)