Preisverleihung

IT-Manager feiern den CIO des Jahres

Karriere in der IT ist ihr Leib- und Magenthema - und das seit 20 Jahren. Langweilig? Nein, sie entdeckt immer neue Facetten in der IT-Arbeitswelt und im eigenen Job. Sie recherchiert, schreibt, redigiert, moderiert, plant und organisiert.
Glänzende Leistungen, strahlende Sieger, gut aufgelegte Manager. Die Gala zum "CIO des Jahres" machte ihrem Namen alle Ehre. Viele CIOs hatten sich zusammengefunden, um sich auszutauschen und die Besten ihrer Zunft zu feiern.

Als der Wettbewerb "CIO des Jahres", den unsere Schwesterpublikation CIO durchführt, zum ersten Mal ausgerufen worden war, fanden die Geehrten noch an einer einzigen Tafel Platz. Zwölf Jahre später strömten über 370 Gäste in den illustren Ballsaal des Bayerischen Hofes in München. Zusammen mit der Moderatorin Kathrin Müller-Hohenstein begrüßte IDG-Verlagsleiter Michael Beilfuß die CIOs als "Botschafter der guten IT" und bedankte sich für ihren Mut, sich dem Wettbewerb zu stellen: "Die Digitalisierung ist überall, die CIOs rücken immer mehr in die Mitte der Unternehmen. Der CIO des Jahres ist die richtige Plattform, mit der IT ins Scheinwerferlicht zu treten."

Lebendige Community

Auch Johannes Helbig, früherer Preisträger und künftiges Mitglied der Jury, ermunterte seine Kollegen, sich im nächsten Jahr zu bewerben: "Es ist letztlich gar nicht so wichtig, unter den Preisträgern zu landen, sondern Teil der Community zu werden." Schließlich gebe es nicht viele Gelegenheiten, bei denen sich CIOs so intensiv austauschen können.

Im Rampenlicht standen an diesem Abend die 23 Preisträger des diesjährigen Wettbewerbs. So manchem verschlug es die Sprache, als er auf die Bühne gebeten wurde. Helmut Schlegel vom Klinikum Nürnberg etwa gewann den "Innovation Award" für die digitalisierte Steuerung und Dokumentation aller diagnostischen und therapeutischen Arbeitsschritte in der Kardiologie und war erstmal sprachlos und bezeichnete es als seine größte Leistung als Chef, den Erfolg des Teams nicht verhindert zu haben.

Helmut Schlegel vom Klinikum Nürnberg bekam von Moderation Kathrin Müller-Hohenstein und CIO-Chefredakteur Horst Ellermann den Innovation Award überreicht.
Helmut Schlegel vom Klinikum Nürnberg bekam von Moderation Kathrin Müller-Hohenstein und CIO-Chefredakteur Horst Ellermann den Innovation Award überreicht.
Foto: Foto Vogt

Understatement gepaart mit pointiertem Witz gab auch ein anderer Preisträger des Abends zum Besten: Als CIO des weltgrößten Rückversicherers Munich Re standardisierte und harmonisierte Rainer Janßen die globale IT des Konzerns und wurde dafür mit dem "Global Exchange Award" und dem zweiten Platz in der Kategorie Großunternehmen belohnt. "In der IT ändert sich weniger als immer gesagt wird. Wir nennen es nur anders. Was früher eine Datenbank war, hieß später Datawarehouse, dann Data Mining und jetzt eben Big Data", sagte Janßen. Bei Lichte betrachtet änderten sich weder Kunden - die wollen immer noch wenig dazulernen - noch die Soft- und Hardwarelieferanten: Die versprechen immer noch mehr, als ihre Produkte halten können.

BASF-CIO van der Horst ist CIO des Jahres 2014

Mit IT kann man auch über 100.000 Mitarbeiter beglücken, führte Airbus-CIO und Vorjahressieger Gus Dekkers in seiner Laudatio auf den diesjährigen Gewinner in der Kategorie Großunternehmen aus. Er freute sich besonders, dass er den Preis an seinen Landsmann, den Holländer Wiebe van der Horst überreichen durfte. Mit 500 Projektmitarbeitern in 44 Ländern führte van der Horst bei BASF eine integrierte Arbeitsumgebung ein, um die Zusammenarbeit auch mittels Social Networking, Dokumentenaustausch oder Webkonferenzen zu verbessern. Der BASF-CIO nahm den Award strahlend entgegen: "Ich bin sehr stolz auf unser Unternehmen, die Leistung des Teams und auf mich." Schließlich hat van der Horst mehr als 4.000 Informatiker zu führen, von denen die Hälfte auf der ganzen Welt verteilt ist. So komme auch er selbst in den Genuss der Vorteile der neuen Arbeitsumgebung.

Strahlende Sieger gab es auch in der Kategorie Mittelstand, in der sich Immobilien-Scout-CIO Andreas Hankel als "CIO des Jahres im Mittelstand" durchsetzen konnte. Er hatte nicht nur den Serverbetrieb wieder ins Unternehmen zurückgeholt, sondern bei laufendem Betrieb auch eine preiswürdige Private-Cloud-Infrastruktur aufgebaut. Auch Hankel stellte das Projekt als Leistung seines Teams dar und meinte: "Meine Aufgabe als CIO ist es, diese Leistung sichtbar zu machen."

Alle Sieger im Überblick