Warum die Realisierung oft scheitert

Ohne gute Kultur keine gute Strategie

Renate Oettinger ist Diplom-Kauffrau Dr. rer. pol. und arbeitet als freiberufliche Autorin, Lektorin und Textchefin in München. Ihre Fachbereiche sind Wirtschaft, Recht und IT. Zu ihren Kunden zählen neben den IDG-Redaktionen CIO, Computerwoche, TecChannel und ChannelPartner auch Siemens, Daimler und HypoVereinsbank sowie die Verlage Campus, Springer und Wolters Kluwer.

Was ist zu tun?

Vor diesem Hintergrund kann man den oberen Führungskräften von Unternehmen nur empfehlen, sich aktiv mit der Unternehmenskultur zu befassen. Der erste Schritt hierbei sollte stets sein, sich in einer Art Ist-Analyse zunächst beispielsweise zu fragen:

  • Was macht unser Unternehmen, meinen Bereich oder meine Abteilung einzigartig?

  • Was sind die Gründe für die besondere Leistungsfähigkeit der Menschen in unserer Organisation?

  • Was sind Lernverhinderer und Lernförderer?

  • Wie wird motiviert? Was demotiviert die Mitarbeiter?

  • Welche Werte leben die Führungskräfte vor? Welche lebe ich selbst vor?

  • Welche (Denk- und Verhaltens-)Tabus gibt es?

  • Welche Ängste haben die Mitarbeiter?

  • Welche Normen und Werte prägen den Umgang mit den Mitarbeitern und das Verhalten der Mitarbeiter?

Im zweiten Schritt können die Führungskräfte sich dann fragen, inwieweit die Antworten von ihren Zielvor-stellungen beziehungsweise denen des Unternehmens abweichen. Dann wird schnell klar, wo der Hebel angesetzt werden sollte, damit die Kultur des Unternehmens mittel- und langfristig den Zielvorstellungen und den (künftigen) Erfordernissen des Markts entspricht.

Dr. Georg Kraus ist Geschäftsführer der Unternehmensberatung Dr. Kraus & Partner, Bruchsal (Tel. 07251/989034; E-Mail: info@kraus-und-partner.de; Internet: www.kraus-und-partner.de). Er ist Mit-Herausgeber des "Handbuch Change-Management" (Cornelsen Verlag).

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