In Großbritannien

Retailer in der Krise

Armin Weiler kümmert sich um die rechercheintensiven Geschichten rund um den ITK-Channel und um die Themen der Distribution. Zudem ist er für den Bereich Peripherie zuständig. Zu seinen Spezialgebieten zählen daher Drucker, Displays und Eingabegeräte. Bei der inoffiziellen deutschen IT-Skimeisterschaft "CP Race" ist er für die Rennleitung verantwortlich.
Nach den hervorragenden Absatzzahlen bei Heimelektronik im vergangenen Fussball-WM-Jahr 2010 finden sich große Elektronikketten in Großbritannien nun in der Krise. Dem Anbieter Comet stellen Experten und Anleger zunehmend negative Prognosen aus. Analysten erwarten, dass das Unternehmen Verluste von mindestens zehn Millionen Pfund verkünden muss. Doch auch der Konkurrenz ging es schon ebsser. Rivalen wie Argos oder Tesco kämpfen ebenfalls mit schlechten Zahlen, was auf eine Krise der gesamten Branche hindeutet, berichtet der britische Guardian. Schuld an der sinkenden Nachfrage dürfte die zunehmend gespannte finanzielle Situation der Kunden sein.

Nach den hervorragenden Absatzzahlen bei Heimelektronik im vergangenen Fussball-WM-Jahr 2010 finden sich große Elektronikketten in Großbritannien nun in der Krise. Dem Anbieter Comet stellen Experten und Anleger zunehmend negative Prognosen aus. Analysten erwarten, dass das Unternehmen Verluste von mindestens zehn Millionen Pfund verkünden muss. Doch auch der Konkurrenz ging es schon ebsser. Rivalen wie Argos oder Tesco kämpfen ebenfalls mit schlechten Zahlen, was auf eine Krise der gesamten Branche hindeutet, berichtet der britische Guardian. Schuld an der sinkenden Nachfrage dürfte die zunehmend gespannte finanzielle Situation der Kunden sein.

Mit dem amerikanische Elektronikriesen Best Buy, der vor kurzem in Großbritannien gestartet ist, leidet ein weiteres renommiertes Unternehmen an der Krise - Best Buy musste kürzlich Einbußen von 62 Millionen Pfund bekannt geben. Im Fall von Comet könnten die Verluste jedoch sogar existenzbedrohend sein: Das Unternehmen hat bereits viele Notfallsmaßnahmen ausgenützt, Geschäfte umdekoriert und Kundenservice-Initiativen gestartet - bislang ohne Erfolg. Die Zahlen bleiben weit hinter denen des französischen Schwesterunternehmens Darty zurück.

Preissteigerung schuld

Der Absatz von Unterhaltungselektronik in Großbritannien hat darunter gelitten, dass Konsumenten versuchen bei Ausgaben zu sparen, weil Treibstoffpreise steigen und der Staat Einsparungsmaßnahmen durchsetzt. Treibstoffpreise sind seit vergangenem Jahr um 30 Prozent gestiegen, was viele Briten unter Druck gesetzt hat. Mittlerweile habe sich eine zweigeteilte Wirtschaft herausgebildet, so Analysiten. Wohlhabendere profitieren von niedrigen Zinsen und geben ihr Geld freizügig aus, während jene mit geringeren Einkommen sparen müssen. (pte/rw)

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