Sony Xperia Go

Smartphone für Pechvögel und Tollpatsche (ausführlicher Test)

Wenn Dennis nicht gerade ein Smartphone testet oder ein Youtube-Video abdreht, ist er im Fitnessstudio oder in den Alpen beim Motorradfahren (Sommer) oder Snowboarden (Winter) zu finden – Sport gehört für ihn einfach zum Leben dazu. Nicht zu vergessen ist seine Reiseleidenschaft, er fühlt sich vor allem in den USA gut aufgehoben – zumindest für eine gewisse Zeit.
Robust und widerstandsfähig soll es sein – dabei sieht man dem Sony-Smartphone seine Outdoor-Funktionalität überhaupt nicht an. Doch wie verhält es sich in der Praxis?
Sony Xperia Go: Selbst unter Wasser sind Videos möglich - und theoretisch könnten Sie dort sogar telefonieren.
Sony Xperia Go: Selbst unter Wasser sind Videos möglich - und theoretisch könnten Sie dort sogar telefonieren.

Das Smartphone "Xperia Go" von Sony ist zwar nach der Schutzklasse IP67 wassergeschützt und staubfest, als richtiges Outdoor-Smartphone bewirbt Sony sein neuestes Xperia-Mitglied aber nicht. Eher ist das Handy dafür gedacht, gegen die alltäglichen Missgeschicke bestens gerüstet zu sein.

Das Handy darf also gerne mal vom Tisch fallen, in die Badewanne plumpsen oder im Sand versinken. Übrigens: Man sieht dem Xperia Go seine Outdoor-Funktionalität auf den ersten Blick überhaupt nicht an, lediglich die gummierten und abgedeckten Schlitze der Lautsprecher fallen auf.

Das Sony Xperia Go ist insgesamt ein sehr kompaktes Smartphone, dafür sprechen die geringen Maße von 111 x 60,3 x 9,3 Millimeter. Das Display kann daher nicht besonders groß sein, so misst es nur 3,5 Zoll in der Bilddiagonale. Die Auflösung ist dabei auch noch sehr gering, denn das TFT-Display stellt gerade mal 320 x 480 Pixel dar, wodurch sich eine Punktdichte von 165 ppi ergibt. Der Bildschirm ist also alles andere als scharf: Schriften und App-Icons weisen unreine Kanten und Bögen auf und einzelne Pixel sind teilweise zu erkennen. Lesen von Webseiten oder eBooks macht recht wenig Spaß.

Die Verarbeitung des Kunststoffgehäuses ist insgesamt gut, nur knarzt die Rückseite geringfügig bei Druck. Diese ist übrigens abnehmbar. Zwar können Sie den Akku nicht wechseln, doch sind dort die Einschübe für eine SIM-Karte und die Micro-SD. Beide Slots sind durch eine Gummiabdeckung vor Wasser und Staub geschützt, wie es auch der Test beweist.

Sony Xperia Go: Handhabung und Bildschirmqualität

Verarbeitungsqualität

2 = hoch

Menüführung

1 = sehr einfach

Qwertz-Tastatur / Bedienbarkeit Tastatur

nein / ungenügend

Instant Messaging / Facebook vorinstalliert / Kontakt-Übernahme aus Facebook / Twitter-Client installiert

ja / ja / ja / nein

Akku wechselbar

nein

Bedienung Touchscreen / Touchscreen-Technik

1 / kapazitiv

Bildschirm-Qualität: Kontrast / Helligkeit

921:1 / 392 cd/m²

Im Wasser macht das Xperia Go eine gute Figur. Um nach der Schutzklasse IP67 zertifiziert zu sein, muss das Gerät staubfest und wasserdicht bis 1 Meter Tiefe bei 30 Minuten sein. Und genau das ist es! Im Test dringt nichts in das Xperia Go ein. Unter Wasser ist es allerdings nicht möglich, das Gerät zu bedienen. Wenn Sie beispielsweise HD-Videos drehen möchten, dann sollten Sie die Videofunktion bereits über der Wasseroberfläche aktivieren und das Xperia Go dann langsam ins Wasser führen – die Videos sind erstaunlich gut! Fotos gelingen allerdings nur mit einem Trick: Stellen Sie bei der Kamera den Selbstauslöser ein und klicken Sie auf den Auslöser, unter Wasser dann die Linse auf das Motiv fixieren und abwarten. Selbst telefonieren wäre möglich, wenn man denn auch im Wasser normal reden könnte.

Stürze aus etwa 80 Zentimetern auf Teppichboden überlebt das Xperia Go ohne einen Kratzer. Bei 1 Meter Höhe treten bereits Abschürfungen an den Ecken auf. Da es kein spezielles Outdoor-Smartphone ist, das solche Höhen verkraften muss, geht das völlig in Ordnung.

Selbst beim Kochen kann das Handy schnell in einem Mehltüte stürzen, weil Sie gerade ein Rezept nachschauen. Dann einfach unter dem Wasserhahn abspülen und weiter geht der Spaß, denn auch noch nass lässt sich das Xperia Go einwandfrei bedienen. Nur bei größeren Wasserstellen auf dem Bildschirm nimmt der Touchscreen die Eingaben etwas verzögert an. Kleiner Tipp: War Ihr Smartphone im Wasser, sollten Sie die Rückseite abnhemen und das Innere etwas trocknen, denn dort sammelt sich noch das Wasser.