Open Source auf dem Desktop

So klappt die Linux-Migration

16.08.2011
Von Dr. Frank  Siebert

Die Quintessenz

Die Linux-Desktop-Migration inklusive aller Büro- und Fachapplikationen ist längst kein exotischer Weg mehr. Vorbehalte gegenüber Open-Source-Software gibt es häufiger im Management als im administrativen Umfeld. Die Bedenken konzentrieren sich oft auf das ungewohnte, von der Open-Source-Community geprägte Umfeld, denn technisch und fachlich sind die Lösungen für den professionellen Alltag geeignet.

Für Linux auf dem Desktop gibt es viele eindrucksvolle Beispiele, wie Unternehmen ihre Lizenzkosten reduzieren und eine Herstellerabhängigkeit vermeiden konnten. Zwar gibt es einige Besonderheiten, die man beim Einsatz von OSS im Unternehmen beachten muss, doch wie in vielen anderen IT-Projekten sind es auch hier die organisatorischen Herausforderungen, die eine Desktop-Migration zum Scheitern bringen können. Dagegen hilft eine sorgfältige Vorbereitung, die vor allem die Komplexität und Heterogenität reduziert. Diese Konsolidierung optimiert ganz nebenbei auch noch die internen Prozesse.

Eine frühe, umfangreiche und transparente Kommunikation sichert die Unterstützung der Mitarbeiter. Das ist besonders wichtig, denn die Akzeptanz der Anwender ist wahrscheinlich die größte Hürde auf dem Weg zum Projekterfolg. Vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen lohnt es sich in jedem Fall, im Rahmen einer Migrationsanalyse den spezifischen Nutzen eines Linux-Desktops zu ermitteln. (Computerwoche/tö)

Autor des Beitrags ist Dr. Frank Siebert, Geschäftsführer der TriNuts GmbH in München. Sein besonderes Interesse gilt dem Projektmanagement großer Migrationsprojekte im OSS-Bereich.

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