Cloud-Telefonanlagen

Swyx auf dem Weg in die Public Cloud

Beate Wöhe leitet als Director Experts Network das IDG Experten-Netzwerk für alle Online-Portale der IDG Tech Media GmbH. Sie hat diese Position nach über zehnjähriger Tätigkeit als Redakteurin und leitende Redakteurin des IDG-Titels ChannelPartner im Juli 2014 übernommen. Ihr obliegt die Betreuung der Experten sowie der weitere Ausbau der Community.
Im September 2013 hat die Deutsche Telekom die "DeutschLAND Telefonanlage auf Basis Swyx" in ihr Cloud-Portfolio aufgenommen. Ralf Ebbinghaus, Vorstandsvorsitzender der Swyx Solutions AG denkt schon an die nächsten Schritte.
Anfang Oktober schwor Ralf Ebbinghaus, Vorstandsvorsitzender bei Swyx, die Partner auf die zukünftige Strategie des UCC-Spezialisten ein.
Anfang Oktober schwor Ralf Ebbinghaus, Vorstandsvorsitzender bei Swyx, die Partner auf die zukünftige Strategie des UCC-Spezialisten ein.
Foto: Swyx AG

Die technologischen Möglichkeiten im Telekommunikationssegment nehmen immer mehr Fahrt auf. Für Hersteller und Handel heißt es nun, den Unternehmen, die ihre alte Telefonanlage immer noch im eigenen Haus betreiben, den Wechsel auf eine moderne Cloud-Telefonanlage mit UC- und UCC-Elementen so einfach wie möglich zu machen. Hier steckt der Teufel aber oft im Detail. Nicht alle Kunden möchten sich von heute auf morgen von altem IT-Equipment trennen. "Unsere Lösung verfügt zum Beispiel über einen integrierten Fax-Server. Dieses Thema ist zwar nicht das Killerkriterium aber eines der vielen kleinen Themen, die auf unsere Händler in einem Kundengespräch zukommen können", weiß Ralf Ebbinghaus, Vorstandsvorsitzender der Swyx Solutions AG.

Auch bei den Fachhandelspartnern sieht der Manager, dass weiterhin Aufklärungsarbeit erforderlich ist. Systemhäuser, die ihr Geschäft vorwiegend im IT-Umfeld betreiben und auch viele große Telekommunikationshändler gehen seit Beginn der Cloud-TK-Ära den Weg parallel mit. Aber es gibt nach wie vor auch noch andere Händler, die den Schritt in Richtung Cloud nur sehr zögerlich vollziehen.

Dass die Deutsche Telekom die Swyx-Lösung in ihr eigenes Cloud-Angebot mit aufgenommen hat, sollte allerdings für einige Veränderungen in der Sichtweise der Unternehmen sorgen. Das Vertrauen der Kunden in eine Lösung die in einem deutschen Rechenzentrum der Telekom in Berlin gehostet wird, könnte wachsen. Die Tatsache, dass die bestehenden Swyx-Vertriebspartner nun plötzlich im Wettbewerb mit dem größten deutschen Carrier stehen, sieht Ebbinghaus gelassen. Auf der vergangenen Partnerkonferenz sei das Thema angesprochen worden und von Seiten der Partner seien keine negativen Stimmen gekommen. Im Gegenteil: der Weg von dem bisherigen On-Premise-Angebot des Herstellers zu einer zusätzlich für die Partner vermarktbarenen Cloud-Lösung, die in einem zertifizierten Rechenzentrum der Scan Plus GmbH in Ulm gehostet wird, sei von den anwesenden Fachhändlern positiv aufgenommen worden.

Der nächste Schritt

International betrachtet, sind die Möglichkeiten für Cloud-Kommunikationsangebote bereits einen Schritt weiter. Unternehmen wie Amazon, Google, Microsoft oder Webstage bieten entsprechend kostengünstige Rechenzentrumskapazitäten zur Bereitstellung einer Cloud-TK-Anlage an. In diesem Zusammenhang hat sich Swyx bereits näher mit Microsoft Azure auseinandergesetzt. SwyxWare kooperiert mit Windows-Produkten und Ebbinghaus sieht in der Kombination aus SwyxWare auf der Microsoft Azure-Plattform in Zukunft ein interessantes Angebot für unterschiedliche Märkte. Auch sei eine wesentlich andere Kostenkalkulation möglich und für Swyx bestehe die Chance, sich in Ländern zu etablieren, in denen das Unternehmen bisher noch nicht vertreten ist.

"Auch über dieses Thema haben wir mit unseren Fachhändlern gesprochen", so Ebbinghaus. Der Manager sieht noch viele Aufgaben, die in diesem neuen Ansatz noch genau abgeklärt werden müssen. "Man kann sich zum Beispiel auch vorstellen, dass in einer Public Cloud bestimmte Services hinterlegt sind. In diesen Bereichen will ich forschen - da bin ich neugierig. Und auf diese Reise will ich die deutschen Händler mitnehmen." Gemeinsam mit 13 interessierten Partnern wird der Hersteller in diesem Zusammenhang an einem Microsoft-Azure-Pilotprojekt arbeiten. Keiner dieser Händler habe laut Ebbinghaus Bedenken bezüglich der aktuellen Spähaffairen geäußert. Im Gegenteil: "Einer der Händler, der bereits Microsoft Azure-Partner ist, fragte noch auf der Partnerkonferenz, ob er ein aktuelles 300-User-Projekt gleich mit Sxyx und Azure realisieren könne", berichtet Ebbinghaus. Swyx musste diesen Partner allerdings noch vertrösten, da derzeit noch kein Produkt in dieser Kombination auf dem Markt ist. Ob und wann Swyx den Schritt in die Public Cloud tun wird, kann und will Ebbinghaus zum heutigen Zeitpunkt noch nicht sagen. (bw)

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