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Ideen und Talente fördern

Warum Projektarbeit so wichtig ist

Renate Oettinger ist Diplom-Kauffrau Dr. rer. pol. und arbeitet als freiberufliche Autorin, Lektorin und Textchefin in München. Ihre Fachbereiche sind Wirtschaft, Recht und IT. Zu ihren Kunden zählen neben den IDG-Redaktionen CIO, Computerwoche, TecChannel und ChannelPartner auch Siemens, Daimler und HypoVereinsbank sowie die Verlage Campus, Springer und Wolters Kluwer.
Ein gutes Konzept kann die Auswahl von Projekten interessant machen und die richtige Entscheidung erleichtern. Mit einem schlechten oder gar keinem Konzept entscheidet eher Meister Zufall, sagt Helmut König.
Meetings sollten dazu dienen, Projekte in gestraffter Form darzustellen.
Meetings sollten dazu dienen, Projekte in gestraffter Form darzustellen.
Foto: apops - Fotolia.com

Neue Projekte zu definieren und zu entwickeln ist lebensnotwendig für jedes Unternehmen. Ob Vertrieb, Produktentwicklung oder Kostenoptimierung, Betriebe und Organisationen sind immer auf der Suche, neue Wege zu finden und zu beschreiten, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Neue Projekte sind das Salz in der Suppe, denn sie machen Spaß und ermöglichen neue Blickwinkel auf das eigene Unternehmen.

Leider hat man nie die richtige Anzahl von Projekten, mal kommen keine Ideen, mal soviel, dass die Auswahl schwerfällt. Es macht also Sinn, Projektideen zum einen zu fördern und zum andern so zu organisieren, dass die richtige Entscheidung leichter fällt.

Innovationskultur für neue Ideen

Wenn zu wenige Ideen rund um ein Produkt oder eine Dienstleistung entstehen, mangelt es oft an einer Innovationskultur. Es wird zu wenig Kontakt zu externen Ideenfindern aufgebaut und Mitarbeiter sind nicht motiviert. Fehlende Motivation führt zu fehlendem Engagement, Mitarbeiter haben Angst, ihre Meinung zu sagen oder haben schlechte Erfahrungen mit eigenen Verbesserungsvorschlägen gemacht.

Hier hilft zum einen das offene Umgehen mit Vorschlägen; Verbesserungen sollen offen diskutiert werden und es muss eine Transparenz in der Bewertung erkennbar sein. Zum anderen helfen Instrumente, die die Innovationsbereitschaft der Belegschaft fördern; einfache unkomplizierte Innovationstechniken z.B. regen zum Mitmachen an. Hier muss ein Unternehmen für einen möglichen Erfolg immer einen mittelfristigen Zeitraum einplanen, denn an Innovationskultur muss man sich erst gewöhnen.

Dritter Punkt bei fehlender Innovationsbereitschaft ist das Arbeitsklima; in einem schlechten Klima gedeihen keine neuen Ideen, da muss ein Betrieb ganz woanders ansetzen.

Vorauswahl von Projektideen

Kommen viele Ideen zu Projekten auf die Unternehmensleitung zu, sind organisatorische Instrumente gefragt. Dazu bietet sich als erster Schritt an, diese Ideen in einem internen Netzwerk zu diskutieren. Am einfachsten löst man das über ein unternehmensinternes soziales Netzwerk, auf das genau wie beim Intranet nur Mitarbeiter Zugriff haben. Hier kann die Idee eingestellt und von allen interessierten Mitarbeitern diskutiert werden. Diese Möglichkeit ergänzt so die Einzel- oder Gruppendiskussionen hin zu einer Gesamtdiskussion, die naturgemäß mehr Aspekte einfließen lässt.

Man kann dieses System auch zur Vorauswahl nutzen, um durch Abstimmungen zu entscheiden, welche Projekte die nächste Phase, die persönliche Vorstellung, erreichen.

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