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ISVs und Anwender zögern

B2B App Stores ringen um Anerkennung

Regina Böckle durchforstet den Markt nach Themen, die für Systemhäuser und Service Provider relevant sind - oder es werden könnten - und entwickelt dazu passende Event-Formate.

Cloud-basierte Apps dominieren

Die App Stores der großen Anbieter wie der SAP Store, der Enterprise Marketplace und Business Marketplace der Deutschen Telekom oder Microsofts App Store, eignen sich sowohl für Cloud-basierte Anwendungen als auch für On-Premise-Applikationen jeder Art.
Anwendern stehen hier in der Regel einheitliche Interfaces zur Verfügung, die alle Apps und Services aggregiert darstellen. "Vorteilhaft ist es, wenn die Anwendungen entweder ganz ohne Implementierungsprojekt oder relativ schnell, etwa über ein Rapid-Deployment-Paket, für die produktive Nutzung implementiert werden können", erklärt Dr. Wolfgang Faisst, Leiter SAP Store & Commercial Infrastructure Solution Management, bei SAP. Bei sehr erklärungsbedürftigen Produkten eigne sich der SAP Store allerdings nur als Distributionsplattform, jedoch nicht als echte Self Service Plattform, wie All-for-One-Manager Andree Stachowski anmerkt.

Der Enterprise Marketplace der Deutschen Telekom stellt vorrangig Cloud- und SaaS-Lösungen zur Verfügung. Cloud-fähige On-Premise-Applikationen ließen sich aber leicht migrieren und damit ebenfalls über den Marketplace bereitstellen, heißt es. Amazons AWS Marketplace wiederum unterstützt ausschließlich Cloud-basierte Technologien.

Vor- und Nachteile der B2B AppStores

Interne App Stores ermöglichen es Unternehmen, ihren Anwendern zusätzliche Applikationen als Self-Service-Angebot sofort bereitzustellen. Mit Hilfe externer App Stores wiederum können "Unternehmen in Ruhe aussuchen, welche Lösung zu ihnen passen, etwa über Navigation oder Freitextsuche nach bestimmten Kriterien wie Industrie, Funktion oder Lieferant. Sie können die Applikation selbst ausprobieren und kennenlernen - und das rund um die Uhr", führt SAP-Manager Faisst aus.

Christian Gehring, Lead of End User Computing, CEMEA bei VMWare
Christian Gehring, Lead of End User Computing, CEMEA bei VMWare
Foto: VMware


Außerdem lassen sich Online-Kompatibilitätschecks sehr einfach durchführen und Updates ohne Aufwand verteilen. Die Rahmenvertragskonditionen sind für gewöhnlich sehr übersichtlich gestaltet. "Der Anwender erhält zudem ein bekanntes Interface für die Nutzung von Anwendungen, egal welches Endgerät er verwendet", führt Christian Gehring, Lead of End User Computing, CEMEA bei VMWare, einen weiteren Vorteil ins Feld.
In der Regel sind keine speziellen Fachkenntnisse erforderlich, um die Applikationen zu betreiben.

Aus kaufmännischer Sicht spricht die nutzungsorientierte Abrechnung der Anwendungen für den Einsatz von App Stores. Die Grenzen des Modells liegen in der Limitierung des Angebots, da nur die im App Store eingespielten Applikationen für die Anwender zugänglich sind. Das Risiko, beim Bezug von Applikationen über externe App Stores die Kontrolle durch die interne IT zu umgehen, lässt sich mit hinterlegten Berechtigungen weitgehend ausschließen.

Anliegen der Unternehmen kommen zu kurz

Jens Leuchters, Regional General Manager Central & East bei NTT Europe
Jens Leuchters, Regional General Manager Central & East bei NTT Europe
Foto: Regina Böckle

Problematisch ist nach Ansicht von Jens Leuchters, Regional General Manager Central & East bei NTT Europe allerdings, dass Enterprise-Lösungen generell den Entwicklungen im Consumer Business folgen und damit viele Unternehmensbelange nicht genügend berücksichtigen. "Die Anforderungen an Unternehmensrichtlinien in Bezug auf Beschaffung, Freigabeprozesse und auch Abrechnung der Services an Kostenstellen, Single-Sign-on (SSO), Reporting ist beispielsweise in vielen Public Services nicht oder nur bedingt vorhanden beziehungsweise möglich", kritisiert er.

Diese mangelnde Orientierung an den Erfordernissen der Unternehmen ist zwar keineswegs ein spezifisches Problem der Enterprise App Stores. Sollten sich die Store-Betreiber aber der Behebung dieses Problems verschreiben, könnte das möglicherweise manche Unternehmenstür öffnen, die andernfalls verschlossen bliebe.