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IP-Migration bei Geschäftskunden

Deutsche Telekom stellt weiter auf IP um - alles noch im Plan

Ronald Wiltscheck widmet sich bei ChannelPartner schwerpunktmäßig den Themen Software, Security und IoT. Außerdem ist er im Event-Geschäft tätig.
Eigener Auskunft zur Folge liegt die Deutsche Telekom bei der IP-Umstellung noch voll im Plan.
Klaus Müller, Leiter Strategische Entwicklung und Transformation bei der Telekom Deutschland: "Inzwischen haben wir über 43.000 Workshops durchgeführt."
Klaus Müller, Leiter Strategische Entwicklung und Transformation bei der Telekom Deutschland: "Inzwischen haben wir über 43.000 Workshops durchgeführt."
Foto: Deutsche Telekom

Am Ziel, bis Ende 2018 alle ihre Telefonanschlüsse auf IP umzustellen, hält die Deutsche Telekom weiterhin fest. Zwischen Oktober 2016 und März 2017 stieg die Quote der IP-basierten Anschlüsse der Geschäftskunden von 35 auf 45 Prozent, so die Deutsche Telekom. Die absolute Zahl der IP-Anschlüsse erhöhte sich um 300.000 auf 1,4 Millionen. Aktuell sind rund 14 Millionen Anschlüsse von Privat- und Geschäftskunden in Deutschland auf IP umgestellt, dass sind 58 Prozent aller Telekom-Anschlüsse, vor einem halben Jahr betrug dieser Anteil noch 48 Prozent. Und pro Woche kommen über 80.000 neue IP-basierten Anschlüsse hinzu, so das die Deutsche Telekom sich zuversichtlich zeigt, die IP-Umstellung bis Ende 2018 komplett abzuschließen.

Insbesondere Geschäftskunden sind in Bezug auf IP sensibilisiert. Bei ihnen kommt laut dem Bonner Konzern die Umstellung auf IP besonders schnell voran. Und 20 Prozent der neu abgeschlossenen IP-Verträge kommen von Neukunden, so die Deutsche Telekom. Außerdem betont der Provider, dass bei 40 Prozente der migrierten Anschlüsse gleichzeitig die verfügbare Bandbreite erhöht wurde.

Geschäftskunden der Deutschen Telekom stellen zuerst auf IP um

"Inzwischen haben wir mehr als 43.000 Workshops durchgeführt und gemeinsam mit unseren Geschäftskunden die jeweils besten Lösungen gefunden, um Unternehmen und ihre teilweise ganz speziellen Anwendungen und Anbindungen erfolgreich auf IP umzustellen", sagt Klaus Müller, Leiter Strategische Entwicklung und Transformation bei der Telekom Deutschland. Seiner Aussage zur Folge hat sich ich auch die Kundenzufriedenheit mit den Leistungen des Providers verbessert - laut einem internen Ranking von 64 auf 66 Punkte. "Damit stehen wir gut da im Vergleich zu Wettbewerb", so Müller gegenüber ChannelPartner.

Um die Umstellung auf IP so reibungslos wie möglich zu gestalten, betreibt die Telekom bereits seit Mitte 2015 ein genau dafür vorgesehenes Testcenter in Bonn. Dort werden seit fast zwei Jahren rund 500 unterschiedliche Telefonanlagen, Router, Gateways und Sonderdienste von mehr als 100 Herstellern mit insgesamt über 1.000 Anschlussvarianten ständig im Livebetrieb getestet.

SIP-Trunk kommt immer öfter zum Zug

Aktuell fragen Geschäftskunden vor allem das Telekom-Produkt "DeutschlandLAN SIP-Trunk" nach. Das ist ein durchwahlfähiger, IP-basierter Anlagenanschluss. Aktuell werden etwa 250 Kunden wöchentlich mit dieser Lösung ausgestattet, bis Juli 2017 soll diese Schlagzahl auf 500 wöchentlich erhöht werden. Dann soll auch die Zahl der "SIP-Trunk"-Kunden auf über 5.000 steigen.

Vorerst wird "SIP-Trunk" nur von der Telekom direkt vertrieben, erste Pilot-Vertriebspartner sind aber schon an Bord. Doch Laut Müller lautet das Ziel bei "SIP-Trunk" ohnehin, dass der Kunde sich das ganze selbst einrichten kann: "Ich habe es selbst auch geschafft". Seiner Erfahrung nach ist die "SIP-Trunk"-Einrichtung bei einem Kundem mit einem Dutzend Anschlüssen nach einer halben Stunde vollendet. Bei größeren Installationen sollte aber immer ein Techniker hinzugezogen werden. Das kann ein Telekom-Mitarbeiter oder aber auch ein Partner sein.

"Cloud-PBX" vor allem für Filialisten attraktiv

Außerdem kommt laut der Telekom "DeutschlandLAN Cloud PBX" oft zum Zuge - das ist Telekoms Cloud-basierter Telefon- und Internet-Anschluss samt TK-Anlage, der seit Anfang April 2017 verfügbar ist.

Laut Anbieter eignet sich diese mit neuester IP-Technologie ausgestattete Kommunikationslösung für große und kleine Firmen gleicher Maßen. Vor allem Firmen mit mehren Standorten können mit der Cloud-Lösung im Vergleich zum ISDN-Multiplex-Anschluss massiv an Kosten sparen. Mobilgeräte lassen sich vie "Cloud PBX" relativ einfach integrieren und mit dem "pay-as-you-use"-Ansatz bekommen Telekom-Kunden ihre Telefonosten im Griff. Denn sie können auch ihre Clients stets der Auftragslage anpassen. Ab August 2017 werden Telekom-Kunden auch mehrere Filialen an ihre Cloud PBX anschließen können. Und ab 2018 soll auch der Channel bei der Vermarktung der Cloud-Lösung eine wesentliche Rolle spielen.

Lesetipp: Die Deutsche Telekom und die deutschen Systemhäuser

Für die IP-Umstellung hat die Deutsche Telekom insgesamt 2.300 Service-Techniker abgestellt. Sie alle sind nach Auskunft des Providers so geschult worden, dass sie ihre Kunden kompetent bei der IP-Umstellung beraten und praxisnah unterstützen können.

Glasfaserausbau soll vorangetrieben werden

Zusätzlich hat die Telekom ein Sonderprogramm zur Förderung von Gewerbegebieten angekündigt. Damit soll dem steigenden Bandbreitenbedarf der Unternehmen auf dem flachen Land Rechnung getragen werden. So hat der Provider verbindlich zugesagt, in einem ersten Schritt 100 weitere Gewerbegebiete in Deutschland an das Glasfasernetz anzuschließen. Technisch wird der Ausbau von der Telekom über Vectoring vorangetrieben. Dabei stehen zwei Varianten zur Auswahl: FTTC (Fibre to the Curb, Glasfaser bis zum Randstein) oder FTTH (Fibre to the Home, Glasfaser bis zur Wohnung).

Ferner treibt die Deutsche Telekom die Vermarktung der eigenen "Magenta Eins Business Workplace"-Lösung voran. Dabei handelt es sich um ein Paket bestehend aus einer "Microsoft Office 365 Business Premium"-Lizenz", der "Cloud PBX" und einem Mobilfunk-Vertrag. Das ganze gibt es aktuell zum Kampfpreis von 99,95 Euro monatlich pro Anweder. Der reguläre Preis für "Magenta Eins Workplace" beträgt 129,90 Euro pro Monat und User.