Systeam-Hausmesse Inform 2021

Die Rückkehr zum Präsenzevent

Armin Weiler kümmert sich um die rechercheintensiven Geschichten rund um den ITK-Channel und um die Themen der Distribution. Zudem ist er für den Bereich Peripherie zuständig. Zu seinen Spezialgebieten zählen daher Drucker, Displays und Eingabegeräte. Bei der inoffiziellen deutschen IT-Skimeisterschaft "CP Race" ist er für die Rennleitung verantwortlich.
Echte Menschen statt Zoom-Calls, Produkte zum Anfassen statt Power-Point und eine echte Party statt Team-Chats, das konnten die Besucher der Systeam-Hausmesse „Inform“ nun live erleben. Ein Erfolg auf ganzer Linie für den Ebensfelder Distributor.

Viele Unternehmen in deutschen IT-Channel stehen vor der Entscheidung, ob sie anstehende Veranstaltungen weiterhin nur online abhalten, oder ob sie wieder zu Präsenzevents zurückkehren. Die Bedenken sind immer noch groß: Ist das Event sicher? Muss das Event womöglich kurzfristig abgesagt werden? Schränken behördliche Auflagen zu sehr ein oder kommen überhaupt genug Teilnehmer?

Mit rund 40 Ausstellern und gut 400 Besuchern kann Systeam seine Hausmesse „Inform 2021“ als vollen Erfolg verbuchen.
Mit rund 40 Ausstellern und gut 400 Besuchern kann Systeam seine Hausmesse „Inform 2021“ als vollen Erfolg verbuchen.

Der Distributor Systeam hat es nun gewagt: Nach der Absage im vergangenen Jahr haben die Ebensfelder nun ihre Hausmesse Inform in Hirscheid und Bamberg durchgeführt. Auch wenn mit rund 40 Ausstellern und etwa 400 Besuchern etwas weniger Hersteller und Teilnehmer präsent waren als vor zwei Jahren, kann Systeam die Messe als Erfolg verbuchen.

Dabei stand die Inform kurz vor der Absage, denn erst Markus Söders am 31. August 2021 verkündete 3G-Regelung machte die Party nach der Messe in der Bamberger Brose-Arena erst möglich. "Die Inform 2021 stand auf der Kippe, denn eine Hausmesse ohne Abendveranstaltung wäre für uns nicht denkbar gewesen", bestätigt Systeam-Chef Volker Mitlacher. Bei Besuchern und Ausstellern war die Erleichterung groß, sich nach der Corona-Zwangspause einmal wieder persönlich zu treffen.

Umsatzwachstum im stagnierenden Marktumfeld

Zur Erleichterung über die geglückte Veranstaltung kommt bei den beiden Geschäftsführern Volker und Michael Mitlacher auch die Freude über positive Umsatzzahlen: Mit 538 Millionen Euro konnte man im Corona-Jahr 2020 um gut 10 Prozent zulegen. Für das laufende Jahr rechnen die Systeam-Chefs mit rund 600 Millionen. Dabei entfällt etwa ein Drittel auf die ausländischen Gesellschafen von Systeam in Österreich und der Schweiz sowie Despec Nordic mit Niederlassungen in Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland und Island, das seit 2018 ebenfalls zu den Systeam-Gesellschaften gehört.

Diese Umsatzwachstum ist in einem stagnierenden und teilweise auch rückläufigen Druckermarkt keine Selbstverständlichkeit, denn das Geschäft mit Druckern und Supplies ist nach wie vor zu den Kernkompetenzen der Ebensfelder. Zum guten Ergebnis trugen aber auch andere Produktsegmente bei. So wurde das Netzwerk-, Signage- und PC-Geschäft ausgebaut. "Auch Dokumentenscanner laufen sehr gut", ergänzt Micheal Mitlacher.

Um den Händlern ein rundes Portfolio anbieten zu können, vertriebt Systeam als Subdistributor eine große Bandbreite an Produkten unterschiedlichster Hersteller. Volker Mitlacher macht keinen Hehl daraus, dass er sich mehr direkte Distributionsvereinbarungen wünscht, um sein Unternehmen breiter auszustellen: "Für viele unserer Kunden ist die Subdistribution ausreichend, doch wenn es um Projektgeschäft geht, wird es schwierig", bemerkt er.

Sorgen bereitet dem Systeam-Management die weiterhin angespannte Lage bei der Verfügbarkeit von Produkten. "Teilweise katastrophal", beschreibt Volker Mitlacher die Lage. Er ist aber optimistisch, den Kunden durch gute Vorplanung und entsprechende Lagerhaltung weiterhin genug Ware anbieten zu können.

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