Neues Solution Center in Dornach

Elf Tonnen geballte Rechen-Power bei Ingram

Armin Weiler kümmert sich um die rechercheintensiven Geschichten rund um den ITK-Channel und um die Themen der Distribution. Zudem ist er für den Bereich Peripherie zuständig. Zu seinen Spezialgebieten zählen daher Drucker, Displays und Eingabegeräte. Bei der inoffiziellen deutschen IT-Skimeisterschaft "CP Race" ist er für die Rennleitung verantwortlich.
Ingram Micro hat in Dornach ein neues Solution Center eingerichtet. Hier können Partnern komplexe Data-Center-Infrastrukturen für Test- und Trainingszwecke geboten werden.

Mike Cramer, Senior Manager bei Ingram Micro, ist sichtlich stolz, wenn die Sprache auf das neue Solution Center in der Ingram-Deutschlandzentrale in Dornach kommt. "Wir wollen hier vor allem Technik zeigen", beschreibt Cramer die Hauptaufgabe des neuen Schauraums.

Marcus Schraml, Senior System Engineer, Mike Cramer, Senior Manager Server/Storage, Thomas Groß, Executive Director Advanced Solutions und Sebastian Eitel, Security Architect, waren maßgeblich an der Konzeption und Einrichtung des neuen Ingram Micro Solution Centers in Dornach beteiligt.
Marcus Schraml, Senior System Engineer, Mike Cramer, Senior Manager Server/Storage, Thomas Groß, Executive Director Advanced Solutions und Sebastian Eitel, Security Architect, waren maßgeblich an der Konzeption und Einrichtung des neuen Ingram Micro Solution Centers in Dornach beteiligt.

Über die genau Investitionssumme schweigt Cramer. "Es hat jede Menge Geld gekostet", gibt er zu. Dies sei aber auch ein Markt, an dem man unbedingt teilhaben wolle. Natürlich haben sich die Hersteller am Konzept beteiligt.

Auf 58 Quadratmetern stehen derzeit zehn Racks in einem Multi-Vendor-Cube. Ergänzt wird dies durch drei mobile Racks. Für die Kühlung sorgen vier InRow Klimaanlagen. Zwei USV-Schränke sorgen für Ausfallsicherheit.

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Derzeit sind die Hersteller APC, Cisco, DELL, Eaton, Fujitsu, HPE, und NetApp vertreten. Lenovo soll in Kürze dazu kommen. Für die Software-Ausstattung sorgen Acronis, IBM, Kaspersky, Microsoft, Trend Micro, Veeam und VMware.

Damit das Show-Data-Center sich nicht plötzlich ein Stockwerk tiefer befindet, musste der Boden mit Stahlplatten verstärkt werden. So verteil sich das Gewicht gleichmäßig auf den ganzen Raum. Derzeit wiegt die Installation rund elf Tonnen. Bei einer Gesamttraglast von 29 Tonnen ist noch Kapazität für Erweiterungen.

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Zu Präsentationszwecken hat der Distributor auch einige Gimmicks eingebaut: So kann eine digitale Sprachassistenz durch die Präsentation führen. Die Ingram-Verantwortlichen haben sie zunächst "Ingrid" getauft. Dabei lassen sich aber auch unterschiedliche Sprachen und auch männliche Stimmen wählen. Mit Spotlights in unterschiedlichen Farben lassen sich unterschiedliche Komponenten beleuchten und können so während einer Demonstration hervorgehoben werden.

Bring your own problem

Das herstellerübergreifende Ausbildungs- und Trainingsangebot richtet sich an Vertriebsmitarbeiter, Technical Consultants und Technikspezialisten auf Kundenseite. Außerdem nutzt Ingram Micro das Center für die Weiterbildung der eigenen System Engineers und Digital Architects, die ihr Wissen wiederum an externe Partner weitergeben. Diese können über das Solution Center neue innovative Geschäftsmodelle testen und konkrete Problemstellungen vorbringen. Im Proof-of-Concept werden für ihr Tagesgeschäft sowie für ihre IT-Projekte individuelle Lösungen erarbeitet.

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Das Solution Center bietet so auch Vorteile für mittelständische Systemhäuser, die sich im Gegensatz zu den großen Platzhirschen keine aufwändigen Demo-Installationen leisten können. Gegenüber den Show Rooms der Hersteller liegt der Vorteil in der Multi-Vendor-Umgebung. Die Ingram-Kunden können auch Endkunden mitbringen. So lassen sich auch konkrete Einsatzszenarien durchspielen und Testen. "Bring your own problem", nennt Cramer scherzhaft diese Möglichkeit.