Hintergrund und Technologie

Erfolgreich 3D-Geräte verkaufen

Armin Weiler kümmert sich um die rechercheintensiven Geschichten rund um den ITK-Channel und um die Themen der Distribution. Zudem ist er für den Bereich Peripherie zuständig. Zu seinen Spezialgebieten zählen daher Drucker, Displays und Eingabegeräte. Bei der inoffiziellen deutschen IT-Skimeisterschaft "CP Race" ist er für die Rennleitung verantwortlich.
Ob Fernsehgeräte, Smartphones, Spielkonsolen, Kameras oder Notebooks: Immer mehr Geräte werden 3D-fähig. Doch welche Technologien stecken hinter den dreidimensionalen Darstellungen? Ein Ratgeber für Verkaufsgespräche.
Viele aktuelle Flachbildfernseher können bereits 3D-Inhalte darstellen. (Bild: Samsung)
Viele aktuelle Flachbildfernseher können bereits 3D-Inhalte darstellen. (Bild: Samsung)

Ob Fernsehgeräte, Smartphones, Spielkonsolen, Kameras oder Notebooks, immer mehr Geräte werden 3D-fähig. Doch welche Technologien stecken hinter den dreidimensionalen Darstellungen? Und auf was sollten Kunden achten, wenn sie sich 3D-Produkte zulegen wollen?

Am ehesten lassen sich die Kunden von 3D überzeugen, wenn sie es vor Ort im Ladengeschäft gesehen haben. Wir haben für Sie daher die wichtigsten 3D-Technologien und deren Einsatzgebiete zusammengestellt.

Dabei ist 3D nicht neu. Bereits im 19. Jahrhundert gab es sogenannte Stereoskope, die dem rechten und linken Auge des Betrachters zwei Fotografien eines Motivs aus leicht unterschiedlichen Blickwinkeln zeigten. Das menschliche Gehirn kombinierte die beiden Perspektiven zu einem räumlichen Bild. Und wer erinnert sich nicht an die Brillen mit den rot-grünen Gläsern, mit denen 3D-Bilder und -Filme betrachtet werden konnten?

3D-Geräte von heute funktionieren ähnlich. Sie vermitteln den Eindruck räumlicher Tiefe, wo physikalisch nur ein flacher Bildschirm oder eine Leinwand existiert. Anders als in der realen Welt, kann man um solche 3D-Abbildungen nicht herumgehen, sie nicht von allen Seiten betrachten. Daher auch der Name Stereoskopie: Stereos ist Griechisch und bedeutet "räumlich", skopeo lässt sich mit "schauen" übersetzen. Der Raum entsteht beim Hinschauen. Ein Blickwinkel-Unterschied von wenigen Zentimetern genügt, um unsere Wahrnehmung zu täuschen.

Trotzdem war es ein langer Weg bis zur Qualität heutiger 3D-TV-Geräte. Schließlich will niemand zwei Bildschirme im Wohnzimmer haben, nur um Stereo darauf zu schauen. Bis vor wenigen Jahren galt das Anaglyphen-Verfahren als einzige Methode, um beide Perspektiven gleichzeitig auf einem Display darzustellen. Die Bezeichnung kommt vom lateinischen Wort für Relief (Anaglyphus) und spielt auf die roten und blaugrünen Doppelkonturen an, die alle Anaglyphen-Bilder zieren. Die legendäre Pappbrille mit bunten Filterfolien sorgte dafür, dass jedes Auge nur die Information zu sehen bekam, die für seinen Blickwinkel bestimmt war.

Allerdings kommt nicht jeder in den Genuss des räumlichen Sehens. Etwa zehn Prozent aller Menschen besitzen kein räumliches Sehvermögen. Wenn Ihre Kunden unsicher sind, ob sie dazugehören, sollten sie vor dem Kauf eines 3D-Fernsehers die Augen testen lassen.

Auf den folgenden Seiten gehen wir in Einzelnen auf 3D-Brillen, 3D-Fernseher und 3D-Projektoren ein.

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