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Nach schwachem Weihnachtsgeschäft

Media-Saturn setzt die Sparschrauben an



Dr. Matthias Hell ist Experte in Sachen E-Commerce und Retail sowie ein Buchautor. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in renommierten Handelsmagazinen und E-Commerce-Blogs. Zuletzt erschien seine Buchveröffentlichung "Local Heroes 2.0 – Neues von den digitalen Vorreitern im Einzelhandel".
Nach schwachen Umsatzzuwächsen und rückläufigen Gewinnen im Weihnachtsgeschäft hat der Media-Saturn-Dachkonzern Ceconomy Sparmaßnahmen verkündet. Diese betreffen unter anderem die Verwaltung des Konzerns sowie die Landesgesellschaften.
"Ein Quartal der gemischten Gefühle": Ceconomy-CEO Pieter Haas über das Wiehnachtsgeschäft von Media-Saturn
"Ein Quartal der gemischten Gefühle": Ceconomy-CEO Pieter Haas über das Wiehnachtsgeschäft von Media-Saturn
Foto: Media-Saturn-Holding GmbH (MSH)

Schon die vorläufigen Quartalszahlen des Dachkonzerns Cecomony machten klar,dass Media-Saturn im zurückliegenden Weihnachtsgeschäft nicht glänzen konnte. Der nun veröffentlichte Quartalsbericht bekräftigt diesen Befund: Der Währungs- und portfoliobereinigte Umsatz ist in dem Dreimonatszeitraum nur um 1,3 Prozent auf rund 6,9 Milliarden Euro gestiegen. Das EBITDA fiel mit 315 Millionen Euro um 51 Millionen Euro niedriger aus als im Vorjahr, das EBIT lag bei 258 Millionen Euro (-49 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr). "Das erste Quartal des neuen Geschäftsjahres war das Quartal der gemischten Gefühle", erklärt dazu Ceconomy-CEO Pieter Haas. Einerseits sei der Black Friday der umsatzstärkste Tag in der MediaMarktSaturn-Geschichte gewesen. Anderseits seien die Dezemberumsätze rund um Weihnachten und das Dezemberergebnis nicht so stark ausgefallen wie erwartet. "Jetzt geht es darum, den Ergebnisrückstand aufzuholen," so Haas.

Konkret bedeutet das, dass Media-Saturn die Sparschrauben anzieht. Das Unternehmen will von der Restrukturierung von Media Markt in Russland und Schweden sowie vom Wegfall operativer Verluste aufgrund der Schließung von Redcoon-Landesgesellschaften profitieren. In Italien hofft man unter neuer Führung auf bessere operative Ergebnisse. Zudem sollen in den Verwaltungseinheiten der Länder sowie in der Holding zusätzliche Kosteneinsparungen von insgesamt rund 30 Millionen Euro realisiert werden. Darüber hinaus hat die Ceconomy AG mit den Länderorganisationen angepasste Ziele für die wichtigsten Treiber des Net Working Capital vereinbart und entsprechende Maßnahmen wie den Abbau von Vorräten sowie die Optimierung von Zahlungszielen definiert.

"Mit erhöhter Kostendisziplin, der Beschleunigung von bestehenden Maßnahmen und durch den Wegfall von negativen Einmaleffekten werden wir die durch das erste Quartal entstandene Lücke schließen. Wir sind weiterhin zuversichtlich, dass wir unsere Ziele für das Gesamtjahr erreichen können," erklärt Ceconomy-Finanzvorstand Mark Frese.

Online-Geschäft bleibt Wachstumsmotor

Einen positives Licht auf das Weihnachtsgeschäft wirft in dem Quartalsbericht der Online-Bereich: Auch dank der guten Entwicklung am Black Friday hat das Online-Geschäft von Media-Saturn insgesamt sein Wachstum fortgesetzt. So steigerten Media Markt und Saturn ihre Online-Umsätze im Jahresvergleich um rund 22 Prozent. Mit 11,7 Prozent legte der Anteil des Online-Geschäfts am Gesamtumsatz weiter zu. Auch beim Ziel, das Geschäft mit Services & Solutions kontinuierlich auszubauen, kam das Unternehmen im abgelaufenen Quartal gut voran. Insgesamt wurde hier der Umsatz um 6 Prozent auf 407 Millionen Euro gesteigert. Per Ende Dezember lag der Anteil von Services & Solutions am Gesamtumsatz bei 5,9 Prozent.

Für das Geschäftsjahr 2017/18 erwartet die Ceconomy AG weiterhin ein leichtes Wachstum des Gesamtumsatzes im Vergleich zum Vorjahr. Hierzu soll insbesondere die Region West- und Südeuropa beitragen. Korrespondierend geht das Unternehmen von einer leichten Verbesserung des Net Working Capital aus. Sowohl beim EBITDA als auch beim EBIT erwartet Ceconomy ohne Berücksichtigung der Ergebnisbeiträge aus der Beteiligung an Fnac Darty S.A. eine Steigerung im mittleren einstelligen Prozentbereich. Auf Basis aktueller Analystenschätzungen erwartet der Handelskonzern daraus einen Ergebnisbeitrag im Geschäftsjahr 2017/18 in niedriger bis mittlerer zweistelliger Millionenhöhe. (mh)

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