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Metro-Geschäftsbericht 2015/16

Media-Saturn sieht sich auf gutem Kurs

Dr. Matthias Hell ist Experte in Sachen E-Commerce und Retail sowie ein Buchautor. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in renommierten Handelsmagazinen und E-Commerce-Blogs. Zuletzt erschien seine Buchveröffentlichung "Local Heroes 2.0 – Neues von den digitalen Vorreitern im Einzelhandel".
Mit einem flächenbereinigten Umsatzwachstum von 1,2 Prozent auf dem deutschen Kernmarkt konnte sich Media-Saturn im Metro-Geschäftsjahr 2015/16 gut entwickeln. Die Online-Tochter Redcoon bleibt allerdings ein Sorgenkind.
Dank Online-Offline-Verknüpfung klingeln bei Media-Saturn die Kassen
Dank Online-Offline-Verknüpfung klingeln bei Media-Saturn die Kassen
Foto: Media-Saturn

Im heute veröffentlichten Metro-Geschäftsbericht für das zum 30.09. beendeten Geschäftsjahr 2015/16 präsentiert sich Media-Saturn in gutem Licht. Der gesamte Umsatz des Elektronikhändlers erhöhte sich im Geschäftsjahr 2015/16 flächenbereinigt um 0,1 Prozent. In lokaler Währung stieg der Umsatz um 1,6 Prozent und der berichtete Umsatz wuchs um 0,6 Prozent auf 21,9 Milliarden Euro. Eine deutlichere positive Entwicklung verzeichnete Media-Saturn auf dem deutschen Kernmarkt. Hier stieg der Umsatz um 3,3 Prozent auf 10,3 Milliarden Euro. Auf vergleichbarer Fläche entspricht das einem Wachstum von 1,2 Prozent.

Das EBIT von Media-Saturn sank im Geschäftsjahr 2015/16 auf 300 Millionen Euro (2014/15: 336 Mio. €). Darin sind höhere Sonderfaktoren von 154 Millionen Euro (2014/15: 107 Mio. €) enthalten. Hierbei handelt es sich um zahlreiche Restrukturierungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen. Vor Sonderfaktoren stieg das EBIT von 442 Millionen Euro auf 454 Millionen Euro.

"Redcoon-Effekt" bremst Online-Entwicklung

Der Onlinehandel entwickelt sich bei Media-Saturn weiterhin sehr dynamisch. Insgesamt stieg der über das Internet generierte Umsatz (inklusive Abholung durch die Kunden im Markt) um rund 11 Prozent auf 2,0 Milliarden Euro, womit der Internetanteil am Gesamtumsatz von Media-Saturn nunmehr fast 9 Prozent beträgt und damit einen neuen Höchstwert darstellt.

Das Online-Wachstum basiert allerdings ausschließlich auf den Umsätzen der Webshops von Media Markt und Saturn. Die beiden Marken konnten in dem Geschäftsjahr den über das Internet generierten Umsatz um rund 35 Prozent auf 1,6 Milliarden steigern. Für Redcoon bleiben damit nur noch rund 400 Millionen Euro Umsatz übrig - deutlich weniger als die 600 Millionen Euro, die der 2011 übernommene Pure Player 2014 erwirtschaftet haben dürfte. In der Präsentation der Geschäftszahlen sprach Metro-Chef Olaf Koch offen von einem negativen "Redcoon-Effekt": aufgrund der Beendigung von ausgewähltem unprofitablem Großhandelsgeschäft sei das reine Onlinegeschäft ohne Verzahnung mit dem stationären Geschäft rückläufig gewesen. (mh)