Trotz (oder wegen?) Windows 8

Microsoft schlägt sich besser als gedacht

19.04.2013
Trotz der harschen Kritik am PC-Betriebssystem Windows 8 läuft die Geldmaschine Microsoft auf Hochtouren. Nicht einmal eine teure EU-Strafe konnte den Software-Konzern im dritten Geschäftsquartal ausbremsen.
Kann sich sehen lassen: Microsoft erzielt in drei Monaten einen Gewinn von sechs Milliarden Dollar.
Kann sich sehen lassen: Microsoft erzielt in drei Monaten einen Gewinn von sechs Milliarden Dollar.

Zuletzt haben Marktforscher Windows 8 für den Rückgang bei den PC-Verkaufszahlen mitverantwortlich gemacht (--> wir berichteten). Dennoch scheint die Geldmaschine Microsoft auf Hochtouren. Nicht einmal eine teure EU-Strafe konnte den Software-Konzern im dritten Geschäftsquartal von Januar bis März ausbremsen. Microsoft schnitt besser ab als von Analysten erwartet.

Der Konzern konnte seinen Umsatz um 18 Prozent auf 20,5 Milliarden Dollar steigern. Der Gewinn verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 19 Prozent auf annähernd 6,1 Milliarden Dollar (4,7 Mrd Euro), wie das Unternehmen mitteilte. Microsoft verriet in seiner Mitteilung allerdings nicht, wie viele Windows-Lizenzen mittlerweile verkauft sind.

Die Reaktion dürfte Balsam für die Seele von Konzernchef Steve Ballmer gewesen sein. Erst jüngst hatte die Marktforschungsfirma IDC das Unternehmen mitverantwortlich gemacht für einen Einbruch der PC-Verkäufe. Die Nutzer könnten sich nicht an die neue Bedienung von Windows 8 gewöhnen und vermissten den Start-Button, schrieben die Experten.

Zwar liege noch Arbeit vor Microsoft, sagte Ballmer, doch das Unternehmen sei durch Windows langfristig gut aufgestellt. Die Verkäufe von Notebooks und stationären PCs leiden unter dem Vormarsch von Tablet-Computern und Smartphones. Auf diesen fristet Microsoft-Software ein Schattendasein. Tonangebend sind Googles Android-Betriebssystem und Apple.

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