Anzahl der Händler wächst wieder

Reseller gehen optimistisch ins neue Jahr

Armin Weiler kümmert sich um die rechercheintensiven Geschichten rund um den ITK-Channel und um die Themen der Distribution. Zudem ist er für den Bereich Peripherie zuständig. Zu seinen Spezialgebieten zählen daher Drucker, Displays und Eingabegeräte. Bei der inoffiziellen deutschen IT-Skimeisterschaft "CP Race" ist er für die Rennleitung verantwortlich.
Analysten des Marktforschungsunternehmens Context haben eine positive Grundstimmung im ITK-Handel ausgemacht. Dabei haben die Reseller sowohl ihr traditionelles Geschäft, als auch neue Wachstumsfelder im Blick.

Im Channel blickt man positiv auf das kommende Jahr. Die Marktforscher von Context haben im Rahmen ihres ChannelWatch-Berichts sogar wachsenden Optimismus gegenüber dem Vorjahr verzeichnet.

PCs bleiben trotz eines deutlichen Rückgangs der verkauften Stückzahlen ein wichtiger Wachstumsbereich. Dies liegt an der Fokussierung auf höherwertige Units wie Gaming-PCs und ultraleichte, tragbare Modelle.
PCs bleiben trotz eines deutlichen Rückgangs der verkauften Stückzahlen ein wichtiger Wachstumsbereich. Dies liegt an der Fokussierung auf höherwertige Units wie Gaming-PCs und ultraleichte, tragbare Modelle.
Foto: Acer

ChannelWatch basiert auf den Ergebnissen einer Umfrage unter mehr als 6.500 Händlern in Großbritannien und Irland, Frankreich, Deutschland, Spanien, Italien, Portugal, Polen, der Tschechischen Republik, den baltischen Staaten, Russland, der Türkei und Südafrika.

Laut Context hat sich das Umsatzwachstum in der Distribution von 6,7 Prozent im Vorjahr auf nun 3,4 Prozent deutlich abgeschwächt. Die Dynamik im Markt sei aber nach wie vor groß. So haben die Marktforscher festgestellt, dass in fast allen untersuchten Ländern mehr Reseller auf den Markt kommen als ihn verlassen.

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Dabei haben die Reseller sowohl ihr klassisches Geschäft als auch neue Betätigungsfelder auf der Agenda. Im B2B-Bereich sind demnach die wichtigsten Investitionsbereiche Cloud (49 Prozent), Netzwerke (46 Prozent), Cybersicherheit (38 Prozent), Arbeitsplatzoptimierung (31 Prozent), Rechenzentrumslösungen (24 Prozent) und IoT (18 Prozent).

Optimismus trotz Brexit

Im B2C-Bereich waren es PCs (57 Prozent), Software (39 Prozent), Storage (37 Prozent), Komponenten (36 Prozent) und Drucker (36 Prozent). PCs bleiben trotz eines deutlichen Rückgangs der verkauften Stückzahlen in allen Ländern außer Deutschland ein wichtiger Wachstumsbereich. Dies liegt an der Fokussierung auf höherwertige Units wie Gaming-PCs und ultraleichte, tragbare Modelle.

Die positive Grundstimmung geht laut Adam Simon, Global Managing Director bei Context, auch auf das Konto des stark gestiegenen Optimismus in Deutschland und Großbritannien. "Und dies trotz der anhaltenden Unsicherheit im Zusammenhang mit dem Brexit und der Verlangsamung des Bruttoinlandsprodukts in Deutschland", betont Simon. Es scheint, dass die Reseller ein weitaus höheres Wachstum verzeichnen, als die Umsatzzahlen des gesamten Vertriebskanals. "Wir glauben, dass dies auf die Anstrengungen der Unternehmen zur digitalen Transformation, Investitionen in Cloud und IoT sowie auf klassische Treiber wie das Windows 10 Upgrade zurückzuführen ist", so Adam Simon abschließend.