Neues Feature „Spatial Commerce“

Shopware macht sich bereit für VR-Shopping



Matthias Hell ist Experte in Sachen E-Commerce und Retail sowie  Buchautor. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in renommierten Handelsmagazinen und E-Commerce-Blogs. Zuletzt erschien seine Buchveröffentlichung "Local Heroes 2.0 – Neues von den digitalen Vorreitern im Einzelhandel".
Zeitgleich zur Einführung von Apples VR-Brille Vision Pro hat der Onlineshop-Softwareentwickler Shopware neue Funktionen zur dreidimensionalen Produktdarstellung veröffentlicht. Die Features mit dem Produktnamen „Spatial Commerce“ sollen Mehrwerte für Onlinehändler und Shopkunden bieten.
Das neue Shopware Feature soll den E-Commerce dreidimensionaler machen
Das neue Shopware Feature soll den E-Commerce dreidimensionaler machen
Foto: Shopware

Das Shopware-Release erfolgte am selben Tag, an dem der kalifornische Apple-Konzern den Vorverkauf der "Vision Pro" gestartet hat: "Spatial Computing" soll für eine fortschrittliche Form des E-Commerce stehen, die sich auf die Nutzung räumlicher Technologien konzentriert, um das Online-Shopping-Erlebnis zu verbessern. Diese Technologien integrieren 3D-Visuals sowie die virtuelle und erweiterte Realität (VR und AR) in den Einkaufsprozess und ermöglichen es Nutzern, Produkte in einem dreidimensionalen Raum zu erleben.

"Die Potentiale von Spatial Commerce kristallisieren sich klar heraus", erklärt Shopware Co-CEO Stefan Hamann. "Zum einen schafft es eine viel umfassendere Wahrnehmung von Unternehmen und deren Produkten. Gleichzeitig erwarten wir signifikant sinkende Retourenquoten und damit nennenswerte, positive Nachhaltigkeitseffekte. Darüber hinaus bietet Spatial Commerce neue Differenzierungsmöglichkeiten für Brands, weit über den Preis und die Produktverfügbarkeit hinaus. In der Essenz geht es um die entscheidende Frage, wie Händler ihr E-Commerce-Business interessanter, attraktiver und menschlicher machen können." Nach Überzeugung des Shopware-Chefs sind für den Gesamtmarkt des Spatial Computing, der Technologien wie z. B. Augmented Reality (AR) und Virtual Reality (VR) umfasst, jährliche Wachstumsrate von über 19 Prozent bis zum Jahr 2032 zu erwarten.

Ziel: Bessere Interaktionsrate und Verweildauer im Shop

Zu den Funktionen, die ab jetzt in Shopware integriert sind und genutzt werden können, zählt die Unterstützung von 3D-Produktabbildungen. 3D-Renderings können in der Shopware-Administration hochgeladen und zur Darstellung auf der Produkt-Detailseite genutzt werden. Darüber hinaus werden User auch die Möglichkeit haben, die 3D-Abbildung per Augmented Reality (z. B. über das Smartphone) in die Realität zu projizieren. Weiter wurden Augmented Reality Features für mobile Endgeräte und QR-Code-Trigger eingeführt. Damit erhalten User, die einen Shopware Shop mit aktivierten Spatial-Commerce-Funktionen über ein mobiles Endgerät besuchen, die Möglichkeit, die 3D-Renderings als Layer in Kombination mit ihrer Kamera zu nutzen. So lassen sich Produkte in der gewünschten Umgebung platzieren und eine 360-Grad-Interaktion wird möglich. Schließlich erleichtert Shopware auch die Erstellung von 3D-Renderings . Damit können Händler dreidimensionale Produktdarstellungen in die Shopware-Erlebniswelten einbetten, mit dem Ziel die Interaktionsrate und Verweildauer auf ihrer Storefront zu verbessern.

Das 3D-Basis-Feature-Set wird der Entwickler-Community über die Shopware Community Edition zur Verfügung gestellt, sodass auch Drittanbieter auf die entsprechenden Ressourcen zugreifen und diese für die Entwicklung eigener Shopware Apps nutzen können. Das nächste 3D-Feature, der 3D-Scene-Editor, ist nach Angaben des Softewarhersteller bereits in der Entwicklung. Dieses soll Objekte vor einem passenden Hintergrund platzieren, passt Licht und Schatten an und macht aus einer einfachen Produktdarstellung ein beeindruckendes Erlebnis, das die Conversion im Shop ankurbeln soll.

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