Konsolidierung bei Systemhäusern und im IT-Channel

Sysback-CTO erwartet weitere Marktkonzentration



Karl-Erich Weber, Jahrgang 1959, ist Kaufmann, Autor, freier Journalist und Redakteur. Hauptberuflich seit 1991 mit ITK und Unterhaltungselektronik befasst, schreibt er seit 1998 für unsere Redaktion. Seine ITK-Lieblingsthemen sind die News, Analysen und Projektionen aus Wirtschaft, Markt und Fachhandel sowie die Hersteller mit ihren Produkten. Zudem bloggt, kritisiert und kommentiert er leidenschaftlich Medien und Politik. 
Das IT-Dienstleistungs- und Beratungsunternehmen aus Hamburg rät Systemhäusern zu Investitionen in die Qualifikation der Mitarbeiter.

Nach Ansicht der Sysback AG aus Hamburg wird sich die Konsolidierung im IT-Channel und rund um die IT-Systemhäuser auch 2020 mit steigender Geschwindigkeit fortsetzen. Deshalb sollten laut Olaf Windhäuser, CTO bei Sysback, kleinere und mittelgroße Anbieter massiv in die Fortbildung ihrer Mitarbeiter investieren, um auch zukünftig am Markt bestehen zu können.

„In manchen Branchen mag die Geschichte vom Fachkräftemangel reine Fantasie sein“, erklärt Olaf Windhäuser, CTO der Sysback. „In der IT ist sie Realität.“
„In manchen Branchen mag die Geschichte vom Fachkräftemangel reine Fantasie sein“, erklärt Olaf Windhäuser, CTO der Sysback. „In der IT ist sie Realität.“
Foto: Sysback

Mittelständische Unternehmen, die sich keine eigene IT-Abteilung leisten können oder wollen, setzen zunehmend auf externe Dienstleister und „as-a-Service“-Modelle, so das Unternehmen weiter. Systemhäuser haben jedoch zunehmend Probleme, die notwendigen Experten zu finden, so dass nach Meinung von Sysback die Lösung nur in fortlaufender Qualifizierung und einer Ausbildungsoffensive liegen kann.

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Lohnende Kundenbeziehungen trotz Konsolidierung

Zunehmend machen auch Plattformanbieter mit oft niedrigen Preisen und breiteren Leistungspaletten den Systemhäusern das Leben schwer. Sysback will daher mit Cloud-Orchestrierung statt eigener Cloud punkten. So sehen die Hamburger etwa in der Open Telekom Cloud, Office 365 oder Microsoft Azure bei einer gleichzeitigen Orchestrierung und weiterer Services durch Sysback eine erfolgversprechende Symbiose.

„Die großen Plattformen sind stark, wenn es sich um hochgradig standardisierte Leistungen dreht“, so Olaf Windhäuser. „Bei individuellen Anforderungen, die von der Norm abweichen, wird es für sie schwierig. Hier müssen die Systemhäuser ansetzen und mit Hilfe von Partnern Lösungen entwickeln, die eine große Nähe zum Kunden schaffen beziehungsweise erfordern. Dadurch können auch in Zukunft für Systemhäuser lohnende und stabile Kundenbeziehungen entstehen.“

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