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Bankfragen per Live-Schaltung klären

Video-Banking statt Filialbesuch

Dr. Stephan Schulz ist Rechtsanwalt, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht und Assoziierter Partner der Kanzlei BKL Fischer Kühne + Partner.
Immer mehr Kreditinstitute offerieren Beratungsgespräche per Video-Chat. Zusätzliche Technik braucht es dafür nicht. Welche Möglichkeiten Video-Banking bietet und wie Unternehmen profitieren können.
Video-Banking entwickelt sich zum Standard in der Bankdienstleistung.
Video-Banking entwickelt sich zum Standard in der Bankdienstleistung.
Foto: Ollyy - shutterstock.com

Per Live-Schaltung wichtige Bankfragen klären, egal wo man sich gerade aufhält. Dieser Wunsch ist vielerorts schon Wirklichkeit. Neben vielen Sparkassen und Genossenschaftsbanken setzen auch größere Geschäftsbanken verstärkt auf Video-Chats als moderne Kommunikationsform. Noch ist vielen Bankkunden das Video-Banking fremd. Viele Institute bewerben das neuartige Angebot nicht offensiv, solange es sich noch in der Testphase befindet. Doch viele Systeme sind den Kinderschuhen entwachsen und entwickeln sich zum Standard in der Bankdienstleistung. Es lohnt sich für Privat- und Geschäftskunden, den Einsatz von Video-Banking zu testen.

Mit Video-Chats wollen Banken raus aus einer gefährlichen Zwickmühle: Kunden kommen immer seltener in die Filiale und erledigen ihre Bankgeschäfte verstärkt online. Infolgedessen werden viele Filialnetze drastisch ausgedünnt. Nichtsdestotrotz legen Kunden aber großen Wert auf einen persönlichen Kontakt, insbesondere bei wichtigen Anlage- und Finanzierungsfragen.

Persönliche Beratung per Mausklick

Video-Chats schlagen eine Brücke zwischen digitalen und stationären Services. Banken bieten ihren Kunden damit eine persönliche Beratung analog dem gewohnten Präsenzgeschäft. Kunden können per Mausklick mit ihrem Bankberater in Kontakt treten. Über das notwendige Equipment verfügen sie in der Regel bereits. Internet-Zugang, Breitbandverbindung und Webcam zählen zur Standausstattung moderner Computer, Tablets und Smartphones.

Die Systeme geben Raum für individuelle Bedürfnisse. Nutzer können in der Regel selbst entscheiden, ob ihr Bild an den Bankberater übertragen wird. Lehnt ein Kunde dies ab, sieht er zwar den Berater, der ihn aber nicht. Für die Unterhaltung kommen PC-eigene Lautsprecher und Mikrofone oder ein separat angeschlossenes Telefon zum Einsatz.

Video-Chats können persönliche Gespräche zwar nicht ersetzen, doch sie erlauben eine weitgehend gleichwertige Beratung wie in der Filiale. Schriftliche Materialien wie Charts und Prospekte lassen sich visualisieren und zusammen durchgehen. Auch das Ausfüllen von Formularen und Verträgen kann Hand in Hand erfolgen. Verständnisfragen lassen sich schnell und unkompliziert klären. Bei komplexen Themen werden schon im Vorfeld Unterlagen zugestellt. Wichtige Unterlagen, wie etwa Vertragsentwürfe, werden im Anschluss an den Video-Chat über das Online-Postfach übermittelt. Kunden können die Unterlagen in Ruhe prüfen und unterschrieben zurücksenden, falls keine offenen Fragen bleiben.

Lesetipp: Live-Chat-Tool im Online Shop

Bestens informiert

Besonders gut eignen sich Video-Chats für eine Erstberatung, um grundsätzliche Fragen zu klären und mögliche Handlungsfelder zu identifizieren. Anschließend kann ein vertiefender Beratungstermin in der Filiale stattfinden. Auch für Anschlussberatungen ist Video-Banking von Vorteil. Bankberater können Rückfragen klären und Konditionsvarianten schriftlich vorrechnen. Bankdienstleistungen lassen sich zunehmend komplett per Video-Chat abwickeln. So ist etwa die Eröffnung neuer Konten oder Depots möglich. Die Identifikation erfolgt per Video-Ident-Verfahren, ohne den Weg in die Filiale oder Postfiliale (Post-Ident) antreten zu müssen.

Gerade für Führungskräfte ist Videotelefonie attraktiv. Ein kurzer Video-Chat findet selbst in engen Terminkalendern Platz, etwa in der Mittagspause oder in den frühen Abendstunden. Weiterer Vorteil: Per Video-Banking können mehrere Entscheidungsträger, unabhängig vom Aufenthaltsort, an einem Banktermin teilnehmen.

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