Nachfrageeinbruch

Viele chinesische LED-Chiphersteller vor dem frühen Ende

13.10.2011
So wie viele chinesische junge Unternehmen mit Solarzellen baden gegangen ist, ereilt es jetzt nicht wenige LED-Chiphersteller im Reich der Mitte.

In China stürzt man sich auf alles, was irgendwie nach Geld aussieht, aber wie im Fall der Solarindustrie hat es viele junge Unternehmen bereits weggefegt vom Markt, bevor sie überhaupt loslegen konnten. Ein ähnliches Schicksal ereilt jetzt nicht wenige LED-Chiphersteller im Reich der Mitte.

Die schnell wachsende LED-Chipindustrie Chinas hat viele neue Player auf den Plan gerufen, aber wer nicht genügend Kleingeld hat, um Durststrecken oder wie jetzt eine enttäuschende Nachfrage auszusitzen, kann unabhängig von vielfachen Qualitätsproblemen bald einpacken.

Es wird damit gerechnet, dass in der zweiten Jahreshälfte 2011 rund 10 Prozent der chinesischen LED-Hersteller zum Aufgeben gezwungen sein werden, schreibt Taiwans Newsservice ‚Digitimes‘.

Ohne Vorwarnung habe dieses Schicksal den LED-Konfektionierer Jundoli Industrial erwischt. Das Unternehmen hat sowohl in Shenzhen vor den Toren Hongkongs als auch im neuen IT-Mekka, der Provinz Sichuan, investiert in der Hoffnung, vom wachsenden LED-Beleuchtungsmarkt profitieren zu können.

Doch jetzt schuldet Jundoli den rund 200 Mitarbeitern schon zwei Monatsgehälter sowie Millionen den Banken und Lieferanten. Der Eigentümer hat sich vor den Oktoberferien zum Nationalfeiertag sang- und klanglos vom Acker gemacht.