Neuer Channel-Chef im Interview

Was Avaya im Channel vorhat



Dr. Thomas Hafen ist freier Journalist in München. Er verfügt über langjährige Erfahrung als Redakteur in verschiedenen IT-Fachmedien, darunter NetworkWorld Germany und ChannelPartner. Seine fachlichen Schwerpunkte liegen in den Bereichen Data Center, Telekommunikation und Cloud Computing.

"Im SMB-Bereich brauchen wir mehr Partner"

Und was ist mit den Partnern aus dem SMB-Bereich?

Maimone: Wir haben 60 Partner, die einen dedizierten Fokus auf den Small-Medium-Enterprise-Markt und den SME-Expert-Status haben. Diesen Kreis wollen wir erweitern um 80 zusätzliche SME Experts, mit dem Hintergrund, dass wir in dem Bereich noch relativ viel Direktgeschäft haben, das wir in Richtung indirekt entwickeln wollen. Dazu brauchen wir mehr Partner.

Was für Partner sollen das sein?

Maimone: Wir scannen gerade den Markt und sehen uns die Reseller an. Wir haben ein Team zusammengestellt, das Reseller danach bewertet, ob sie beispielsweise schon Know-how im Unified-Communications- oder Contact-Center-Bereich haben. Auch frühere Avaya-Partner, die aus irgendwelchen Gründen derzeit nicht mit uns zusammen arbeiten, könnten zurückgewonnen werden. Dann gibt es natürlich Partner von Mitbewerbern, die derzeit unzufrieden mit der Zusammenarbeit sind. Wir wissen, dass der eine oder andere Mitbewerber nicht so rosig dasteht. Es sind eben verschiedene Aspekte, die wir uns ansehen. Wir müssen auch über den Tellerrand hinausschauen, um Partner zu gewinnen. Wir müssen Überzeugungsarbeit leisten, müssen uns anstrengen.

Wird eigentlich das Programm, Mitarbeiter für Partner weiterzubilden, weiterverfolgt?

Maimone: Ja, das wird in Zusammenarbeit mit unseren beiden größten Distributoren, Scansource und Westcon, weiter betrieben. Die Distributoren bilden die Mitarbeiter aus, die von uns gesponsert werden.

Für das Geschäftsjahr 2008/2009 hatte die Avaya German HoldCo GmbH, unter der die deutschen Ländergesellschaften firmieren, einen Umsatz von rund 441 Millionen Euro ausgewiesen. Im Jahr davor waren es noch 528 Millionen Euro. Wie hat sich das Geschäft seitdem entwickelt?

Maimone: Da wir derzeit in USA einen möglichen Börsengang vorbereiten, geben wir über Geschäftszahlen keine Auskunft.

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