Sicherheitslücken schließen

Windows virensicher

Arne Arnold arbeitet seit über 15 Jahren bei der PC-WELT als Redakteur in den Bereichen Software und Internet. Sein Schwerpunkt liegt auf dem Thema Sicherheit für Endanwender bei PC und Mobil-Geräten.
Geboren Mitte der 70er Jahre, ist er mit dem PC aufgewachsen. Erste Basic-Programme auf dem 8086, beeindruckende CGA- und EGA-Adventures auf dem 80286 - der PC war immer da, als Werkzeug, als Spielzeug, als Chance, einzigartige Dinge zu tun. Schon während des Physik-Studiums machte er dann sein Hobby langsam zum Beruf, indem er als studentische Aushilfskraft die PC-WELT-Redaktion bei allerlei kleinen Aufgaben unterstützte. Von da an war der Studienabschluss eigentlich nur noch ein notwendiges, aber eher lästiges Projekt. Der echte Spaß ging immer erst nach den Vorlesungen in der Redaktion los - tüfteln, querdenken, schreiben, Menschen erreichen. Klar, dass es nach Abschluss des Studiums nur einen Weg geben konnte – mit voller Kraft zur PC-WELT. Seither besteht seine Begeisterung für Wissenschaft, Technik und deren Einfluss auf die Menschen fort. Die Vernetzung und Digitalisierung der Welt ist sicherlich eine der größten Entwicklungen dieser Generationen. Er ist froh, diese spannende Zeit mit der und für die PC-WELT und Macwelt gestalten zu können.
Kriminelle verbreiten Viren und Trojaner, um die Anwender abzuzocken. Schützen Sie den PC: Mit unseren Tipps und Gratis-Tools schließen Sie Sicherheitslücken.

Kriminelle verbreiten Viren und Trojaner, um die Anwender abzuzocken. Schützen Sie den PC: Mit unseren Tipps und Gratis-Tools schließen Sie Sicherheitslücken.

Bei einem ungeschützten Windows haben Schädlinge leichtes Spiel. Aktuelle Viren verschlüsseln die Dateien und geben diese erst wieder frei, wenn man Lösegeld bezahlt haben. Trojaner kapern den PC und attackieren damit Firmennetzwerke.

Andere Schädlinge stehlen die digitale Identität einschließlich der Kreditkartennummer und der Online-Log-ins. Diese Liste an bösartigem Code lässt sich fast beliebig verlängern. Das muss Sie aber nicht kümmern, wenn Sie ein System mit den richtigen Mitteln gegen Viren und Trojaner schützen. Geschlossene Sicherheitslücken sind die absolute Grundvoraussetzung dafür, dass ein System nicht unbemerkt von Malware, Viren oder Hackern angegriffen werden kann. Deshalb gilt: Aktualisieren Sie regelmäßig nicht nur das Betriebssystem, sondern auch alle installierten Anwendungen. Gratis-Tools helfen Ihnen dabei.

Mehr zu Windows lesen Sie hier:

Automatische Updates
Jeden zweiten Dienstag im Monat ab 20 Uhr stellt Microsoft für alle aktuellen Windows-Versionen und die eigenen Anwendungen (Internet Explorer, Windows Media Player, Office & Co.) neue Updates zur Verfügung. Am wichtigsten für Sie sind die Sicherheits-Updates, denn sie schließen Lücken, die im Lauf des letzten Monats entdeckt wurden.

In besonders dringenden Fällen veröffentlicht Microsoft einzelne Updates aber auch außer der Reihe. Damit sowohl Windows als auch die installierte Microsoft-Software optimal geschützt sind, sollten Sie überprüfen, ob die Option "Automatische Updates" auf dem System aktiviert und richtig konfiguriert ist (unter XP und Vista eigentlich der Standard). Nur so ist sichergestellt, dass Windows täglich (sofern der Rechner hochgefahren ist) nach neuen Updates sucht und sie gegebenenfalls auch herunterlädt und installiert. So gehen Sie vor: Öffnen Sie die Systemsteuerung, und wählen Sie dort das Applet "Automatische Updates" (Vista: "Windows Updates, Einstellungen ändern"). Im Dialog sollte die Option "Automatisch" aktiv (Vista: "Updates automatisch installieren") und in der Drop-down-Liste darunter "Täglich" ausgewählt sein.

Lokales Update-Archiv
Wenn Sie ein System nach einem Crash oder bei neuer Hardware frisch aufsetzen müssen, bleibt Ihnen normalerweise nur folgender Weg: Sie installieren Windows mit der alten Setup-CD/-DVD und gehen dann ohne Schutz ins Internet, um sich das aktuelle Service Pack und alle nötigen Updates herunterzuladen. Dieser Netzbesuch stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko für ein System dar, denn es dauert meist nur wenige Minuten, bis sich der erste Virus einnistet. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Sie die Setup-Dateien zu allen sicherheitsrelevanten Updates regelmäßig in einem lokalen Archiv sichern. So können Sie nach einer Neu-Installation darauf zugreifen, ohne online gehen zu müssen.

Mit dem pcwPatchLoader legen Sie ein solches Update-Archiv ganz einfach an. Voraussetzung dafür ist, dass das .NET Framework und unter Vista das Windows Automated Installation Kit (WAIK) installiert sind.

Um es zu installieren, entpacken Sie die ISO-Datei etwa mit 7-Zip und rufen dann die Datei StartCD.exe auf. Nun starten Sie den pcwPatchLoader_v2 und klicken auf "Optionen". Im Konfigurationsdialog wählen Sie über "Durchsuchen" ein Zielverzeichnis für die Updates aus und schließen den Dialog mit "OK". Dann kopieren Sie die Setup-Dateien von .NET Framework (Dotnetfx35.exe) und bei Vista außerdem die ISO-Datei des WAIK in das zuvor gewählte Zielverzeichnis. Falls Sie die entsprechenden Setup-Dateien nicht zur Hand haben, lädt sie unser Tool automatisch herunter. Klicken Sie auf "Updates suchen", um eine Liste aller sicherheitsrelevanten Updates für das System zu ermitteln, die noch nicht im Zielverzeichnis vorliegen. Es spielt dabei keine Rolle, ob die Patches bereits installiert sind oder nicht.

Beim ersten Check lädt der PatchLoader einige Hilfs-Tools herunter und installiert sie, falls nötig. Das erfordert gegebenenfalls einen Neustart. Außerdem lädt das Tool nach jedem Patch Day die aktuelle Update-Liste von Microsoft. Nachdem das Tool die Überprüfung abgeschlossen hat und die Update-Liste anzeigt, klicken Sie auf "Updates laden", um alles herunterzuladen.

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