Drittes Quartal 2019

Bechtle wächst weiter zweistellig

Ronald Wiltscheck widmet sich bei ChannelPartner schwerpunktmäßig den Themen Software, KI, Security und IoT. Außerdem treibt er das Event-Geschäft bei IDG voran. Er hat Physik an der Technischen Universität München studiert und am Max-Planck-Institut für Biochemie promoviert. Im Internet ist er bereits seit 1989 unterwegs.
Deutschlands größtes Systemhaus wird wohl auch 2020 die Nummer 1 bleiben – denn allein im dritten Quartal 2019 konnte Bechtle um 21,6 Prozent an Umsatz zulegen.

In den Monaten Juli bis September 2019 konnte Bechtle rund 1,3 Milliarden Euro umsetzen. Damit wird Deutschlands größtes Systemhaus wohl schon 2019 das eigentlich erst für 2020 selbst gesteckte Ziel der Fünf-Milliarden-Euro-Umsatzmarke erreichen.

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Das Betriebsergebnis (EBIT) konnte Bechtle im dritten Quartal 2019 um 25,6 Prozent auf 58,4 Millionen Euro erhöhen, das Vorsteuerergebnis (EBT) betrug 58,4 Millionen Euro und damit verbesserte der IT-Dienstleister sein im Vorjahresvergleich von 4,4 auf 4,5 Prozent.

Dr. Thomas Olemotz, Vorstandsvorsitzender der Bechtle AG; "Das beeindruckende Wachstum bei Umsatz und Ergebnis ist ein Beweis der hohen Investitionsbereitschaft unserer Kunden."
Dr. Thomas Olemotz, Vorstandsvorsitzender der Bechtle AG; "Das beeindruckende Wachstum bei Umsatz und Ergebnis ist ein Beweis der hohen Investitionsbereitschaft unserer Kunden."
Foto: Bechtle

Organisch konnte Bechtle im dritten Quartal 2019 um 12,3 Prozent wachsen, in Deutschland waren es immerhin plus 10,3 Prozent. Im Bereich "IT-Systemhaus & Managed Services" erhöhte sich der Umsatz in Deutschland um 15,8 Prozent. Die IT-Systemhäuser in Österreich und der Schweiz konnten gar um 27,7 Prozent zulegen. Insgesamt trugen die Umsätze mit IT-Projekten und Managed Services mit 837,1 Millionen Euro zu den Erlösen bei, das waren 17,3 Prozent mehr als im dritten Quartal 2018. Besonders stark nachgefragt war die Installation von neuer Anwendungssoftware, insbesondere im CAD-Segment. Umsätze mit Cloud-Services stiegen ebenfalls überproportional stark an. Bechtles Betriebsergebnis im Bereich "IT-Systemhaus & Managed Services" stieg im dritten Quartal 2019 um 29,5 Prozent auf 40,1 Millionen Euro - damit kletterte die EBIT-Marge von 4,3 auf 4,8 Prozent.

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Noch höhere Steigerungsraten konnte Bechtle im Geschäftsbereich "IT-E-Commerce" verzeichnen, nämlich ein Plus von 30,7 Prozent auf 439,2 Millionen Euro - allerdings ging hier die EBIT-Marge von 4,8 auf 4,6 Prozent zurück. Grund: negative Effekte aus der Kaufpreisallokation bei der Inmac WStore.

Durch einen Abbau der Forderungen konnte die Bechtle AG ihren Cashflow im dritten Quartal 2019 um 52,1Prozent auf 53,3 Millionen Euro erhöhen. Zum 30. September 2019 hatte das Systemhaus insgesamt 11.246 Mitarbeiter unter Vertrag, das sind 16,5 Prozent im Jahr davor. Und so zieht Vorstandsvorsitzender Dr. Thomas Olemotz ein positives Fazit und blickt zuversichtlich in die nähere Zukunft:

"Wir schließen auch das dritte Quartal 2019 mit einem beeindruckenden Wachstum bei Umsatz und Ergebnis ab. Das ist ein Beweis der hohen Investitionsbereitschaft unserer Kunden. Es zeigt aber auch die starke Marktposition unserer Gruppe als kompetenter IT-Zukunftspartner. Von den angespannten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen zeigen wir uns bislang unbeeinflusst. Vor dem Hintergrund der starken Entwicklung im bisherigen Jahresverlauf gehen wir davon aus, auch 2019 ein Rekordjahr zu schreiben."