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Diana Coso, Axians

"Eigeninitiative und Verantwortung sind gefragt"

Hans Königes ist Ressortleiter Jobs & Karriere und damit zuständig für alle Themen rund um Arbeitsmarkt, Jobs, Berufe, Gehälter, Personalmanagement, Recruiting sowie Social Media im Berufsleben.
Seit April 2017 ist Diana Coso CEO von Axians Deutschland. Das Unternehmen hofft, zu einem der Top-Player im Digitalisierungsgeschäft hierzulande aufsteigen zu können. In einem CW-Gespräch erläutert Coso ihre Pläne und welche Rolle die Mitarbeiter dabei spielen sollen.

Diana Coso arbeitete 23 Jahre für Hewlett-Packard, und eigentlich hatte die Württembergerin gar nicht vor, ihre Karriere in anderen Unternehmen voranzutreiben. Doch dann kam alles anders, und innerhalb der vergangenen fünf Jahre wechselte Coso ins Top-Management von Microsoft, dann zu Dell EMC und schließlich zur Axians-Gruppe. Hier kann sie nun ihre Erfahrung im High-Tech-Umfeld voll zur Geltung bringen. Das wird auch nötig sein, denn Coso hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Sie möchte Axians in den nächsten Jahren zum führenden Digitalisierungsspezialisten in Deutschland machen.

Diana Coso, Axians: "Spitzenleistungen entstehen immer da, wo ein hohes Maß an Eigeninitiative und Verantwortung gegeben ist."
Diana Coso, Axians: "Spitzenleistungen entstehen immer da, wo ein hohes Maß an Eigeninitiative und Verantwortung gegeben ist."
Foto: Axians

Axians hat eine finanzstarke Muttergesellschaft im Rücken, den weltweit größten Baukonzern Vinci mit über 38 Milliarden Euro ­Jahresumsatz. Axians ist die ITK-Marke der Konzerntochter Vinci Energies, die derzeit für einen Umsatz von rund zehn Milliarden Euro in 52 Ländern steht und in Deutschland mit zirka 11.300 Mitarbeitern rund zwei Milliarden Euro jährlich einnimmt. Zu Axians gehören ­unter anderem das im vergangenen Jahr übernommene Systemhaus Fritz & Macziol sowie der Security-Spezialist Crocodial.

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Die Zuversicht der neuen Geschäftsführerin rührt nicht zuletzt daher, dass Axians Teil von Vinci Energies ist. Andere Unternehmen im Verbund sind der Automatisierungs- und Elektrotechnikkonzern Actemium sowie die auf Energietechnik spezialisierte Omexom. Es gibt also für Axians jede Menge Möglichkeiten, innerhalb des Konzerns Synergieeffekte zu erzielen.

Die 8000 Mitarbeiter starke Axians-Gruppe ­erwirtschaftet derzeit mit 210 Gesellschaften 1,8 Milliarden Euro Umsatz in 18 Ländern. In Deutschland, wo Coso das Sagen hat, beschäftigt der Konzern 1700 Mitarbeiter in 55 Business Units. Im vergangenen Jahr beliefen sich die Einnahmen in Deutschland auf 520 Millionen Euro. Axians positioniert sich dabei als Begleiter der Kunden in der digitaler Transformation. Das Angebot reicht von Cloud-Services über Netz- und Telekomunikationsinfrastruktur bis hin zu Branchenlösungen und Konzepten für den digitalen Arbeitsplatz.

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"Wir leben jeden Tag unsere Grundwerte"

Als langgediente Managerin mit Führungserfahrung weiß Coso sehr wohl, dass ein schönes Angebotsportfolio nicht reicht, um vorne mit dabei zu sein. Am Ende geht es um ein Dienstleistungsgeschäft, und da gilt auch bei Axians: "Unsere Mitarbeiter machen den Unterschied." Man habe fünf Grundwerte festgelegt, die "wir Tag für Tag leben", versichert Coso. Als Erstes nennt sie Vertrauen. Dies müsse "gewährt, verdient und belohnt" werden.

Als weitere Werte nennt sie Eigenständigkeit, Verantwortung, Solidarität und Unternehmergeist. Letzteres sei ihr besonders wichtig: "Spitzenleistungen entstehen immer da, wo ein hohes Maß an Eigeninitiative und Verantwortung gegeben ist." Dazu passt, dass Axians in Frankfurt am Main gerade ein Digital Lab etabliert, in dem Gründer mit Firmenmitarbeitern in interdisziplinären Teams an digitalen Lösungen arbeiten. "Wir haben uns die Förderung einer digitalen Innovationskultur und Kreativität auf die Fahnen geschrieben", berichtet die Managerin. Dazu gehöre auch, dass man Hackathons organisiere oder sich in sogenannten Themenclubs treffe, wo sich Spezialisten verschiedener Bereiche austauschen.

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"Leistung ist geschlechtsunabhängig"

Und natürlich darf das Thema Führung nicht fehlen. "Man kann mit seinen Mitarbeitern nicht so umgehen wie vor 20 Jahren", warnt Coso. Es handele sich um Experten auf ihren Gebieten, und man müsse sie anhören. Sie seien heute "Sparringspartner". Hierarchisches Denken gehöre der Vergangenheit an. Dennoch müsse am Ende jemand die Risiken bewerten und Entscheidungen treffen - das Management.

Zu dessen Aufgaben gehöre es auch, für Rahmenbedingungen zu sorgen, in denen sich Talente entwickeln könnten. Wichtig seien gute Weiterbildungsmöglichkeiten, eine Politik der offenen Türen, eine kollaborative Arbeitsumgebung und Diversity: Frauen und Männer, ­ältere und jüngere Mitarbeiter, deutsche und Ausländer - solche heterogenen Teams führen laut Coso zu ganz verschiedenen Sichten auf Situationen und Aufgaben. Von den unterschiedlichen Standpunkten könne ein Unternehmen nur profitieren.

Frauenquote hilft nicht weiter

Skeptisch zeigt sich Coso beim Thema Frauenquote: In einigen Unternehmen hat sie Einzug gehalten, weil zu wenige Frauen ins Management aufstiegen und Seilschaften in den meist männlich dominierten Entscheiderzirkeln als Ursache vermutet wurden. "Leistung ist geschlechtsunabhängig", meint Coso, und wenn ein männlicher Kandidat besser sei, werde er selbstverständlich berücksichtigt. Bei Axians gebe es auch nicht das Ziel, in ein paar Jahren einen bestimmten Prozentsatz an weiblichen Mitarbeitern und Führungskräften haben zu wollen. Hier unterscheidet sich das Systemhaus insbesondere von einigen Unternehmensberatungen, die solchen Zielen folgen. (rw)

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