LKA Niedersachsen warnt

Fake-Shop-Betrüger nutzen Virenangst

Armin Weiler kümmert sich um die rechercheintensiven Geschichten rund um den ITK-Channel und um die Themen der Distribution. Zudem ist er für den Bereich Peripherie zuständig. Zu seinen Spezialgebieten zählen daher Drucker, Displays und Eingabegeräte. Bei der inoffiziellen deutschen IT-Skimeisterschaft "CP Race" ist er für die Rennleitung verantwortlich.
Das Landeskriminalamt Niedersachsen warnt vor Betreibern von Fake Shops, die versuchen, mit der aktuellen Angst vor dem Coronavirus betrügerische Geschäfte zu machen. Unter anderem werden Atemschutzmasken angeboten.
Dieser Fake Shop mit angeblich verfügbaren medizinischen Produkten nutzt die Angst vor dem Coronavirus für Betrügereien.
Dieser Fake Shop mit angeblich verfügbaren medizinischen Produkten nutzt die Angst vor dem Coronavirus für Betrügereien.

Die Angst vor dem Coronavirus sorgt für eine Verknappung von medizinischen Gütern. So sind Atemschutzmasken und Desinfektionsmittel sind vielerorts ausverkauft. Windige Geschäftemacher versuchen nun aus der Angst der Bevölkerung Kapital zu schlagen.

Dazu gehören nicht nur Verkäufer, die die dringend nachgefragten Waren zu extrem überteuerten Preisen anbieten. Mittlerweile sind auch waschechte Betrüger auf den Zug aufgesprungen, die zwar Geld für die angepriesenen Produkte einnehmen, diese aber dann gar nicht liefern.

Die Gauner bedienen sich dabei eines alten Tricks: Sie richten einen seriös wirkenden Fake Shop im Internet ein und lassen sich die Waren per Vorkasse bezahlen. Oft nutzen sie dabei bekannte Namen und Marken.

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Auf einen aktuellen Fall bezieht sich eine Warnung des Landeskriminalamts Niedersachsen: Unter www. pharmacyfirstgmbh.com werden unter anderem Atemschutzmasken angeboten, die derzeit in vielen Shops, Apotheken oder Baumärkten aus Angst vor dem Coronavirus vergriffen sind. Laut dem LKA missbrauchen die Täter dabei den Firmennamen und Adresse des real existierenden Unternehmens Pharmacy First GmbH aus Deutschland, welches auch diverse Apotheken beliefert. Diese Adresse wird auch in Spam-Mails missbraucht. Die Seite ist immer noch aktiv.

Hier werden vermeintlich Waren wie Atemschutzmasken angeboten, die vielerorts bereits vergriffen sind.
Hier werden vermeintlich Waren wie Atemschutzmasken angeboten, die vielerorts bereits vergriffen sind.

Täter nutzen die Angst vor Corona schamlos aus

Wer dem Link folgt und tatsächlich entsprechende Atemschutzmasken bestellen möchte, landet auf einer Fake-Shop-Seite, die aber nichts mit dem dort angegebenen deutschen Unternehmen zu tun hat. Dieses habe inzwischen selbst Anzeige bei der Polizei erstattet, wie das LKA berichtet. Bei den Kriminalbeamten rechnet man damit, dass dies kein Einzelfall bleiben wird: "Es ist zu erwarten, dass weitere Webseiten dieser Art folgen werden oder bereits existieren und der Medienhype rund um Corona und die Angst vor Corona von den Tätern schamlos ausgenutzt wird", warnt das LKA Niedersachsen. So seien auch weitere Artikel wie Einweghandschuhe oder Desinfektionsmittel, die auch bereits in vielen Shops ausverkauft sind, als Lockmittel denkbar.

Wer bereits eine Bestellung über den Shop getätigt und gezahlt hat, sollte unverzüglich seinen Zahlungsanbieter kontaktieren und versuchen, die Zahlung zu stoppen. Zudem rät das LKA dazu, bei der örtlichen Polizei Anzeige zu erstatten.

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