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Windows 10

Fünf hilfreiche Tipps & Tricks für Windows 10

Arne Arnold arbeitet seit über 15 Jahren bei der PC-WELT als Redakteur in den Bereichen Software und Internet. Sein Schwerpunkt liegt auf dem Thema Sicherheit für Endanwender bei PC und Mobil-Geräten.
Roland Freist, Jahrgang 1962, studierte in München Kommunikationswissenschaft und arbeitete danach als Redakteur bei IT-Fachverlagen. Seit 1999 ist er selbstständig und schreibt Artikel zu Windows, Android, Anwendungen, Netzwerken, Security und Internet. Im professionellen Umfeld bearbeitet er Themen rund um Storage, Cloud-Computing und Virtualisierung.
Thomas Rau ist Ressortleiter Hardware bei der PC-WELT. Sein Spezialgebiet sind Notebooks: Seit 1998 testet er Business- und Consumer-Laptops sowie andere mobile Geräte für unsere Schwesterpublikation. Zu seinen Themenbereichen gehören außerdem WLAN und Netzwerke.
Schwerpunkte? Keine - er interessiert sich vielmehr für (fast) alles, was mit IT, PC, Smartphone und Elektronik zu tun hat. Dabei geht es aber meist nicht um die Technik nur um der Technik willen, vielmehr stehen Nutzen und sinnvolle Anwendung im Vordergrund.
Ines Walke-Chomjakov kümmert sich um alles Wissenswerte zu IT-Peripheriegeräten. Zu ihren Spezialgebieten gehören Drucker und 3D-Druck. Weitere Themenbereiche sind Displays und kommende Technologien wie selbstfahrende Autos.
Ihr persönliches Windows-10-System lässt sich an vielen Ecken und Kanten mit einigen wenigen Mausklicks oder den passenden Tools für mehr Komfort, Stabilität und Sicherheit optimieren.
Mit diesen Tipps peppen Sie Windows 10 auf.
Mit diesen Tipps peppen Sie Windows 10 auf.
Foto: Anton Watman - shutterstock.com

Kioskmodus für eine einzelne App schützt vor fremdem Zugriff

An manchen Arbeitsplätzen sollen die Benutzer lediglich auf wenige Programme Zugriff haben, im Extremfall sogar nur auf ein einziges. Auf diese Weise lässt sich verhindern, dass sie Einstellungen des Betriebssystems verändern. In professionellen Firmennetzwerken lässt sich eine solche Konfiguration zentral über die Benutzerrechte und Richtlinien einstellen und verwalten. In kleineren Büros und im privaten Umfeld bietet sich dazu der sogenannte Kioskmodus von Windows an. Mit ihm können Sie das Betriebssystem so einrichten, dass andere Anwender nach der Anmeldung lediglich Zugriff auf ein einzelnes Programm haben. Einzige Einschränkung: Das funktioniert nur mit den Anwendungen aus dem Windows Store, nicht dagegen mit gewöhnlichen Desktop-Programmen.

So geht's: Rufen Sie im Startmenü von Windows 10 die "Einstellungen" auf und fahren Sie mit Klicks auf "Konten -› Familie & weitere Kontakte -› Andere Personen -› Diesem PC eine andere Person hinzufügen" fort. Microsoft möchte nun eine E-Mail-Adresse wissen, Sie können diesen Schritt jedoch mit "Ich kenne die Anmeldeinformationen für diese Person nicht" überspringen. Im nachfolgenden Fenster wählen Sie "Benutzer ohne Microsoft-Konto hinzufügen" und legen im Anschluss daran einen Benutzernamen samt Kennwort fest. Klicken Sie als Nächstes auf "Weiter" und starten Sie Ihren Rechner danach neu.

Der Kioskmodus von Windows 10 ist stark eingeschränkt.
Der Kioskmodus von Windows 10 ist stark eingeschränkt.

Nach dem Reboot melden Sie sich einmal mit dem neuen Benutzerkonto an, um dieses vollständig einzurichten. Rufen Sie nun über das Startmenü oder die Taskleiste am unteren Bildschirmrand den Windows Store auf und installieren Sie die App, die auch von der anderen Person außer Ihnen benutzt werden darf. Das können die Office-Programme Word, Excel oder Powerpoint von Microsoft in Form der mobilen Versionen sein, aber auch Adobe Photoshop Express oder andere Software aus dem Windows Store.

Starten Sie jetzt den PC nochmals neu und melden Sie sich wieder mit Ihrem ursprünglichen Konto an; etwas schneller kommen Sie statt via Neustart mit "Benutzer wechseln" zum Ziel. Rufen Sie dann erneut "Einstellungen -› Konten -› Familie & weitere Kontakte" auf und klicken Sie auf "Zugewiesenen Zugriff einrichten". Stellen Sie bitte unter "Konto für zugewiesenen Zugriff auswählen" das zuvor neu eingerichtete Konto ein und unter "App auswählen, auf die dieses Konto zugreifen kann" das Programm Ihrer Wahl. Nun schließen Sie das Fenster, melden sich ab und mit dem neuen Konto wieder an. Jetzt startet die von Ihnen eingestellte App, und zwar ausschließlich. Da selbst das Startmenü im Kioskmodus nicht zugänglich ist, drücken Sie die Tastenkombination Strg-Alt-Entf, um sich von diesem Konto wiederum abzumelden und mit dem vollen Funktionsumfang arbeiten zu können.

Systemwiederherstellungspunkte und Schattenkopien löschen

Die in Windows integrierte Systemwiederherstellung ist praktisch, weil sie den Computer über einen sogenannten Systemwiederherstellungspunkt in einen früheren Status zurücksetzt. Derartige Wiederherstellungspunkte werden automatisch erstellt, wenn Sie eine neue App, einen neuen Treiber oder ein Windows-Update installieren. Alternativ können Sie einen Wiederherstellungspunkt auch manuell anlegen, bevor Sie irgendeine andere "heikle" Änderung oder Anpassung am Rechner vornehmen.

Einschalten und auch konfigurieren lässt sich die Systemwiederherstellung, wenn Sie in Windows 10 Systemwiederherstellung in das Suchfeld eintippen und je nach Konfiguration dem oder einem der Treffer folgen. Alternativ drücken Sie die Tastenkombination Windows-Pause, und klicken daraufhin links in der Aufgabenleiste auf "Computerschutz". Hier lässt sich die Schutzfunktion für jedes Laufwerk einzeln einschalten, über "Konfigurieren" legen Sie zudem den maximal für diesen Zweck zulässigen Platz auf der Festplatte fest. Genau da beginnt auch das Problem, denn die Wiederherstellungspunkte beanspruchen zum Teil sehr viel Platz, was vor allem auf einem SSD-Datenträger problematisch sein kann. Zum Löschen unnötiger Sicherungen existiert aber eine komfortable Lösung.

Der zweite zusätzliche Reiter (rechts) erscheint erst im zweiten Durchlauf.
Der zweite zusätzliche Reiter (rechts) erscheint erst im zweiten Durchlauf.

So geht's: Vorausgesetzt, dass Ihr Rechner zuletzt problemlos lief, können Sie sämtliche Wiederherstellungspunkte - bis auf den letzten und damit aktuellen natürlich - mit einer versteckten Funktion löschen. Anders als mit der Schaltfläche "Löschen" im soeben beschriebenen Konfigurationsmenü werden damit allerdings nicht sämtliche Sicherungspunkte gelöscht, sondern der letzte und damit wichtigste bleibt vielmehr bestehen.

Hierzu rufen Sie über das Eintippen von Datenträgerbereinigung in das Suchfeld die gleichnamige Windows-Funktion auf. Im nachfolgenden Schritt wählen Sie das meist mit "(C:)" bezeichnete Systemlaufwerk und fahren danach mit "OK" fort. Je nach Konfiguration, Hardware sowie Hardwareressourcen dauert es einen Augenblick, bis Windows die zu löschenden Elemente auflistet - die Systemwiederherstellungspunkte sind hier aber noch nicht dabei! Vielmehr verwenden Sie nunmehr die unten eingeblendete Schaltfläche "Systemdateien bereinigen" und starten so die Datenträgerbereinigung ein zweites Mal. Erst jetzt erscheint zusätzlich zu der gerade genannten Auflistung eine zweite mit "Weitere Optionen" bezeichnete Registerkarte, auf die Sie im Folgenden wechseln. Hier klicken Sie auf die untere der beiden "Bereinigen"-Schaltflächen, um bis auf den letzten alle Wiederherstellungspunkte zu löschen. Hinweis: Über diesen Weg werden unter Umständen allerdings auch Schattenkopien gelöscht. Dies ist aber nur dann relevant, wenn Sie diese Funktion überhaupt nutzen.

Neustart des Rechners nach Windows-Update verhindern

Hier können Sie einen Zeitraum definieren, in dem Ihr PC beim Windows-Update nicht neu startet.
Hier können Sie einen Zeitraum definieren, in dem Ihr PC beim Windows-Update nicht neu startet.

Seit dem Anniversary Update von Windows 10 will das Betriebssystem nach einem Update möglichst sofort booten. Und zwar selbst dann, wenn noch Programme geöffnet sein sollten. Sie können dieses Verhalten steuern, indem Sie in den "Einstellungen" von Windows auf "Update und Sicherheit" gehen und dort unter "Updateeinstellungen" auf "Nutzungszeit ändern" klicken. Hier lässt sich nun ein täglicher Zeitraum definieren, in welchem der Neustart verhindert wird. Dadurch haben Sie die Möglichkeit, zumindest zu verhindern, dass Windows während der normalen Arbeitszeit ungewollt beendet wird. Dieser Schutzzeitraum ist allerdings maximal zwölf Stunden lang. Für den Fall, dass der Computer länger läuft, lässt sich der Reboot mit Bordmitteln nicht verhindern; Sie benötigen daher Hilfe von außen. Hier leistet der kostenlose Rebootblocker gute Dienste. Das kleine Programm wird als automatisch startender Dienst installiert. Rebootblocker aktualisiert in der Folge kontinuierlich die Einstellungen der Nutzungszeit und verhindert auf diese Weise den selbsttätigen Neustart von Windows.