Die umsatzstärksten Elektronikversender

Mediamarkt.de bleibt die Nummer 1



Matthias Hell ist Experte in Sachen E-Commerce und Retail sowie  Buchautor. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in renommierten Handelsmagazinen und E-Commerce-Blogs. Zuletzt erschien seine Buchveröffentlichung "Local Heroes 2.0 – Neues von den digitalen Vorreitern im Einzelhandel".
In der jährlichen Auswertung der deutschen Top 100 Onlineshops bleibt Mediamarkt.de vor Notebooksbilliger der umsatzstärkste Elektronikversender. Erstmals gibt es auch einen Neueinsteiger aus China.
Media Markt bleibt mit seinem Onlineshop der umsatzstärkste deutsche Elektronikversender
Media Markt bleibt mit seinem Onlineshop der umsatzstärkste deutsche Elektronikversender
Foto: Media-Saturn

Die neu veröffentlichte Studie "E-Commerce-Markt Deutschland 2020" von EHI und Statista bietet mit dem Ranking der Top 100 Onlineshops wenig Überraschungen. Bei den Elektronikversender steht wie im letzten Jahr Media Markt an der Spitze und konnte nach 987 Millionen Euro nun deutlich die Milliardenschwelle überspringen. Auf dem zweiten Platz bleibt Notebooksbilliger.de, das nach 878,5 Millionen Euro laut der Studie aber sogar einen leichten Umsatzrückgang hinnehmen musste. Auf den weiteren Plätzen folgen die üblichen Verdächtigen wie Cyberport, Alternate, und Mindfactory. Auch die Shops der Hersteller mit Direktvertrieb konnten sich wieder in den Top 100 platzieren. Neu dabei ist in diesem Jahr erstmals ein Onlineshop aus China: Gearbest verkauft in seinem deutschen Shop ein buntes Elektronik-Sammelsurium und kam damit auf einen Umsatz von 83,7 Millionen Euro - gut genug für Platz 88 des Gesamtrankings.

Das sind die umsatzstärksten Elektronik-Onlineshops

Rang

Anbieter

Umsatz 2019 in Mio. Euro

1

Mediamarkt.de

1.173,1

2

Notebooksbilliger.de

868,0

3

Saturn.de

641,0

4

Appple.com

588,0

5

Cyberport

565,4

6

Alternate

560,7

7

Conrad.de

534,4

8

Mindfactory

317,0

9

AO.de

193,3

10

Jacob Electronics

153,1

11

Comtech

134,7

12

Medion

127,8

13

Voelkner

123,1

14

Pearl

120,0

15

Dell

90,7

16

17

18

Computeruniverse

Gearbest

Reichelt.de

87,5

83,7

77,3

Amazon führt Gesamtwertung an

Angeführt wird das Ranking wie gewohnt von Amazon.de mit einem Umsatz in 2019 von 10,49 Milliarden Euro. Zweitplatziert ist Otto.de mit 3,36 Milliarden Euro und an dritter Stelle befindet sich Zalando.de, die Milliarden Euro erwirtschafteten. Die ersten 10 Plätze haben ihren Umsatz um 10,7 Prozent von 18,77 Milliarden auf 20,79 Milliarden Euro steigern können. Mediamarkt.de belegt mit 1,17 Milliarden Euro Platz 4, Notebooksbilliger.de erwirtschaftete einen Umsatz von 868 Millionen Euro und rangiert an fünfter Stelle. Saturn.de mit 641 Millionen Euro folgt auf Platz 7 und Apple.com (588 Millionen Euro) sowie Cyberport.de (565,4 Millionen Euro) belegen die Plätze 9 und 10.

Das verhältnismäßig größte Wachstum von 19,8 Prozent fand auf den Rängen 21 - 40 statt. 4,95 Milliarden Euro haben diese Onlineshops in 2019 erwirtschaftet - im Vergleich zu 4,13 Milliarden Euro in 2018. Die ersten fünf Plätze haben ihren Umsatz im Durchschnitt um 10,9 Prozent gesteigert, von 15,49 Milliarden Euro auf 17,51 Milliarden Euro. Die Generalisten verteilen mit 46,9 Prozent bzw. 17,61 Milliarden Euro fast die Hälfte des Gesamtumsatzes unter sich - zweitgrößtes Segment ist Bekleidung (16,3 Prozent/6,11 Milliarden Euro), gefolgt von Unterhaltungselektronik (16,2 Prozent/6,07 Milliarden Euro).

Die Angaben der Studie beruhen auf einer Händler-Befragung (EHI) und Statista-Hochrechnungen auf Basis einer Regressionsanalyse sowie Unternehmensangaben aus Geschäftsberichten, Pressemitteilungen sowie Unternehmenswebsites und ergänzt um Sekundärdaten. Schwerpunkt der Untersuchung waren B2C-Onlineshops mit Ausnahme von Marktplätzen. Berücksichtigt wurde der Umsatz mit physischen Gütern. Der Umsatz mit digitalen Gütern wie Apps und Streaming-Diensten von Shops, z.B. Apple iTunes und Spotify, wurde nicht berücksichtigt. Durch die permanente Anpassung der Umsatzmodellierung kommt es teilweise zu Veränderungen bei den Umsatzzahlen der modellierten Shops.