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16.03.2017 - 

Jan Nintemann, Global Fairs TT-Messe

Mit Smart Building wachsen - Channel sollte jetzt durchstarten

Ronald Wiltscheck widmet sich bei ChannelPartner schwerpunktmäßig den Themen Software, Security und IoT. Außerdem ist er im Event-Geschäft tätig.
Das Kompetenzzentrum "Smart Building" im Planet Reseller auf der CeBIT 2017 ist durch das Engagement von Jan Nintemann, Inhaber der Global Fairs TT-Messe, zustande gekommen. ChannelPartner befragte ihn zu seinen Beweggründen.

Herr Nintemann, Sie sind ja ein alter CeBIT-Hase, vor zwei Jahren haben Sie die "Smart Building"-Initiative dort gelauncht, warum?

Jan Nintemann, Global Fairs TT-Messe:Ich beschäftige mich schon sehr lange mit dem ThemaSmart Home(z.B. e-Home Messe Berlin) und Smart Building (von 2011-2014ISE Amsterdam). Dem IT-Channel sind im vergangenen Jahrzehnt doch einige Geschäftsfelder weggebrochen, etwa PC-Reselling und Assemblierung. Viele Systemhäuser haben zwar an Geschäftsvolumen eingebüßt, haben aber eine äußerst interessante Klientel.

Fast all diese Kunden, z.B. aus der öffentlichen Verwaltung, Krankenhäusern, Gewerbe- und Industriebetrieben usw. sind in Gebäuden untergebracht. Die Affinität zum Geschäftsfeld "Smart Building" ist hier von Haus aus gegeben.

Jan Nintemann, Global Fairs TT-Messe: "Als Leitmesse für Digitalisierung, M2M, IoT und Industrie 4.0 ist die CeBIT natürlich eine wichtige Plattform für Smart Building."
Jan Nintemann, Global Fairs TT-Messe: "Als Leitmesse für Digitalisierung, M2M, IoT und Industrie 4.0 ist die CeBIT natürlich eine wichtige Plattform für Smart Building."
Foto: Angela von Brill

Geht es hier um die "intelligente" Vernetzung?

Nintemann: Genau! Denn andererseits hat der IT-Techniker oder das Systemhaus die Oberhoheit über die gesamte Vernetzung und Systemsteuerung von großen Gebäudekomplexen. Hier schlummert m. E. großes Geschäftspotential.

Welche Endgeräte werden dabei gesteuert? IP-Kameras? Aufzüge? Türen? Zutrittskontrolle?

Nintemann: Ich unterscheide zwischen "Smart Home" und "Smart Building". Für Ersteres ist eher dieIFAoder etwa dieLight & Buildingzuständig. Unter "Smart Building" versteh' ich das professionelle Gebäude-Management. Das kann kein Laie so nebenbei. Auch der normale Elektro-Installateur stößt hier schnell an seine Grenzen. Hier ist die Kompetenz eines Systemintegrators gefragt, denn die Steuerungssysteme sind durchweg softwaregetrieben und IP-basierend - das sind die Kernkompetenzen eines ITlers - nicht eines Elektrikers.

Bei größeren Gebäuden, etwa bei Krankenhäusern, steuert oft das Systemhaus das gesamte Gebäude-Management, bei Bedarf holt er sich aber auch die professionelle Hilfe eines Elektroinstallateurs oder der Elektriker ist Subunternehmer für das Systemhaus - was aber manchmal auch umgekehrt funktioniert.

Gesteuert wird im Prinzip alles, was das Gebäude ausmacht: Es muss zuallererst vor diversen Gefahren geschützt werden ("physical security") - hier geht es um Zutrittskontrolle, Bewegungsmelder, Alarmanlagen und Video-Überwachung, aber auch z.B. um Rauchmelder.

Gebäude-Automationgeht da noch einen Schritt weiter. Hier werden Systeme wie Klima, Heizung, Wasserversorgung, aber auch Aufzüge oder etwa Licht aus der Ferne gesteuert, vorausgesetzt, sie alle sind via IP ansprechbar. So können Türöffner und Lichtanlagen in großen Gebäudesystemen zentral geregelt werden - genauso wie separate Energiesteuerung oder etwa Touchscreens zur Gebäudesteuerung aus dem Bereich Digital Signage.

Und das lohnt sich. Unabhängige Untersuchungen haben ergeben, dass adäquates Licht am Arbeitsplatz die Produktivität um bis zu zehn Prozent erhöhen kann.

Wie steht es um neue Anwendungen, wenn immer mehr Devices in den Gebäuden über IP adressierbar sind? Stichwort IoT (Internet of Things)

Nintemann:Ja, klar! IoT spielt auch bei der Gebäude-Steuerung und -Automatisierung eine immer größere Rolle - und das sowohl im privaten Anwender-Bereich ("Smart Home") als auch im gewerblichen Umfeld ("Smart Building").