Dualutions-Chef Sebastian Wolfram

"Private Cloud und Big Data bestimmen die Projekte"

Regina Böckle durchforstet den Markt nach Themen, die für Systemhäuser und Service Provider relevant sind - oder es werden könnten - und entwickelt dazu passende Event-Formate.
Wie schätzen Systemhäuser die Aussichten für 2014 ein? ChannelPartner hat sich in der Branche umgehört. Hier antwortet Sebastian Wolfram, Geschäftsführer von dualutions.
Sebastian Wolfram, Geschäftsführer von dualutions
Sebastian Wolfram, Geschäftsführer von dualutions
Foto: Dualutions

Auf welche Entwicklungen müssen sich Systemhäuser, Service-Provider und Consultants einstellen, wenn sie 2014 weiter erfolgreich sein wollen?
Sebastian Wolfram: Auch im nächsten Jahr werden Infrastruktur-Themen wie Private Cloud und Big Data die IT-Abteilungen herausfordern. IT wird damit immer direkter in die Business-Abläufe verwoben. Für diese Fragestellungen brauchen Unternehmen IT-Partner mit hoher Lösungs- und Beratungskompetenz. Aus unserer Sicht wird also zunehmend das Systemhaus die Nase vorn haben, das hier hinsichtlich Ausbildung und Projekterfahrung besonders gut aufgestellt ist. Reine Verkaufs-Einheiten helfen da nicht weiter. Wenn man sich die kontinuierliche Steigerung unserer Weiterempfehlungsquote in der Channelpartner-Studie "Bestes Systemhaus" anschaut, ist das Team von dualutions mit seinen High End Beratern in Sales und Consulting bestens positioniert.

Worin werden für die Vertriebspartner die 3 größten Herausforderungen liegen?

Wolfram: Insgesamt erkennen wir einen Trend, dass es eine Verschiebung innerhalb der IT-Projekte gib: Weg von schwerpunktmäßig "investierenden Projekten" und hin zu Projekten mit zusätzlichen Services und umfassenden Beratungsleistungen. Immer mehr geht es darum, den Kunden und sein Business zu verstehen und mit ihm Lösungen zu gestalten.
Mit diesem Punkt hängt eine weitere Herausforderung zusammen: Sinkenden Handelsumsätze und -margen. Diesem begegnen wir mit einer Vergrößerung des Beratungsportfolios.
Der dritte Punkt betrifft vor allem IT-Häuser wie unseres, deren größtes Kapital das High End Personal ist: Nach wie vor sehen wir einen Mangel an geeigneten Fachkräften.

Wie schätzen Sie die Aussichten der ITK-Branche für 2014 insgesamt ein?

Wolfram: Auch für 2014 gehen wir davon aus, dass sich der ITK-Markt weiter solide entwickeln wird. Generell stehen die Wirtschaftsindikatoren auf Wachstum, wovon die IT-Branche in hohem Maße profitiert. Das gilt vor allem in unserem Segment der hochqualifizierten Beratung und Services.

Was plant Ihr Unternehmen für das laufende Jahr, wo werden Sie Schwerpunkte setzen?

Wolfram: Die letzten Jahre verliefen für dualutions kontinuierlich positiv, gleich welche Kennzahl man genau betrachtet. Auch in der Platzierung der "Bestes Systemhaus"-Studie konnten wir uns in stetigen Schritten auf den 1. Platz vorarbeiten. Wir planen daher weiteres solides Wachstum an Umsatz, Ertrag und Personalstärke.
Thematisch werden uns weiterhin verstärkt die klassischen Infrastruktur-Themen wie Server, Storage und Virtualisierung beschäftigen, aber Trends wie Private Cloud und Big Data bestimmen zunehmend die Projekte und führen für uns zum Ausbau dieser Geschäftsfelder.

Mit welchen Trendthemen wird sich die ITK-Branche 2014 vorrangig befassen?

Wolfram: Seit Jahren erleben wir "Storage" kontinuierlich als einen der Top-Trends, auch 2014 wird das Thema den Markt mitbestimmen. Es rücken dabei neben der reinen Hardware und Technologien wie Storage-Virtualisierung zunehmend die Administration des Datenwachstums in der Blickwinkel: Trotz immer größerer Datenmengen müssen die Storagesysteme die geforderten - und zum Teil steigenden - Anforderungen an Performance und an Datensicherung- und wiederherstellung erfüllen können. Weitere Infrastruktur-Themen des Jahres 2014 werden in diesem Zuge In-Memory-Architekturen und Private Cloud sein.

Zur Startseite