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Online-Umsätze

Redcoon stagniert, Media-Saturn legt zu

20.03.2013
Im Rahmen der Metro-Bilanzkonferenz wurden Spekulationen über eine Wachstumsdelle bei Redcoon, Media-Saturn-Tochter und Elektronikversender, bestätigt. Gleichzeitig ist Media-Saturn zu einem ernstzunehmenen Online-Player geworden.
Zwischen Zweckoptimismus und echten Erfolgen: Metro-Chef Olaf Koch bei der Bilanzpressekonferenz
Zwischen Zweckoptimismus und echten Erfolgen: Metro-Chef Olaf Koch bei der Bilanzpressekonferenz

Nachdem die Umsatzzahlen von Media-Saturn bereits zu Jahresanfang bekannt wurden, richtete sich das Augenmerk bei der Metro-Bilanzkonferenz für 2012 vor allem auf die Online-Umsätze der Elektronikkette und ihrer Online-Tochter Redcoon. Dabei wurden Spekulationen über eine Wachstumsdelle bei dem Elektronikversender bestätigt.

So lag Redcoon nach den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2012 mit einem Umsatz von 289 Millionen Euro um 3 Prozent unter dem im Vorjahr erzielten Wert. Erst ein vergleichsweise starkes viertes Quartal mit einem Umsatzzuwachs von 7,5 Prozent auf 143 Millionen Euro ermöglichte es Onlinehändler, auf einem Jahresumsatz von 432 Millionen Euro – dem gleichen Wert wie 2011 – zu kommen.

Während Online-Konkurrenten wie Cyberport (plus 48 Prozent), Alternate (plus 14 Prozent) und Getgoods (plus 27 Prozent) im vergangenen Jahr bei den für die Branche typischen hohen Wachstumsraten blieben, bestätigt Redcoon damit die Einschätzung, wonach der Einstieg eines Großkonzerns für E-Commerce-Unternehmen durchaus seine Tücken hat. Metro-Chef Olaf Koch bemühte sich bei der Vorstellung der Jahresbilanz allerdings darum, die schwache Entwicklung von Redcoon zu relativieren. Der Onlinehändler habe sich in den ersten neun Monaten des Jahres "nicht so impulsiv" entwickelt. Dafür verantwortlich sei eine Neuausrichtung von Redcoon gewesen, da der Onlinehändler an seinem bisherigen Standort in Aschaffenburg an die Kapazitätsgrenzen gestoßen sei.

Wesentlich konkretere Hinweise auf die Schwierigkeiten bei Redcoon lieferte allerdings Media-Saturn Chef Horst Norberg bereits Ende Februar in einem Interview mit der FAS (ChannelPartner berichtete): Demzufolge sei der Elektronikversender "mit dem Einkauf auf dem Graumarkt groß geworden". Nicht zuletzt aufgrund von Druck von Seiten der Industrie habe Redcoon aber die Grenzen des Graumarkts erreicht und habe sich inzwischen alternative Beschaffungslösungen erarbeiten müssen.

Wie es sich für den Vorsitzenden eines börsennotierten Unternehmens gehört, übte sich Metro-Chef Koch dagegen in positivem Denken: Nach dem Wachstum im Jahresendquartal 2012 sei Redcoon auch 2013 positiv gestartet und gebe der Metro-Führung keinen Grund, an seiner Zielsetzung für den Onlinehändler zu zweifeln. "Wir wollen aus Redcoon ein Milliarden-Umsatz-Unternehmen machen", so Koch an der Bilanzpressekonferenz.

Auf der nächsten Seite erfahren Sie unter anderem, warum Media-Saturn zu einem ernstzunehmenen Online-Player wird.