Azure Stack HCI

Thomas-Krenn erweitert erneut HCI-Portfolio



Andreas Th. Fischer ist freier Journalist im Süden von München. Er verfügt über langjährige Erfahrung als Redakteur in verschiedenen IT-Fachmedien, darunter NetworkWorld Germany, com! professional und ChannelPartner. Seine fachlichen Schwerpunkte liegen in den Bereichen IT-Security, Netzwerke und Virtualisierung.
Vor allem an KMU richten sich die neuen Micro-Cluster, die Thomas-Krenn ins Angebot aufgenommen hat. Sie basieren entweder auf AMD-EPYC- oder Intel-Xeon-Prozessoren.
Die neuen Micro-Cluster von Thomas-Krenn werden in verschiedenen Gehäusen angeboten.
Die neuen Micro-Cluster von Thomas-Krenn werden in verschiedenen Gehäusen angeboten.
Foto: Thomas-Krenn

Der deutsche Server-Hersteller Thomas-Krenn bringt vier Micro-Cluster auf den Markt, die sich für den Einsatz unter Microsoft Azure Stack HCI und Windows Server 2019 eignen. Interessierte Kunden haben die Wahl zwischen Modellen mit AMD-Epyc- oder Intel-Xeon-Prozessoren. Außerdem können sie sich zwischen Tower-Systemen für klassische Büroumgebungen oder Rack-Systemen mit einer Höheneinheit (HE) entscheiden.

Das Angebot richtet sich überwiegend an kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) oder Firmen, die an Filialstandorten hohe Performance und zuverlässigen Storage bei geringem Platzbedarf benötigen. Es ergänzt die bereits früher vorgestellten, größeren HCI-Appliances damit um eine Eisntiegslösung. Alle Systeme wurden von Microsoft für den Einsatz mit Azure Stack HCI zertifiziert.

Üppige Ausstattung

Die neuen Micro-Cluster sind mit 2 bis 16 Nodes erhältlich. Jeder dieser Nodes bietet Platz für vier NVMe-SSDs im M.2-Format. Dazu kommen 16 bis 256 GByte RAM. Die Nodes sind zudem mit jeweils zwei 10-Gigabit-Ethernet-Anschlüssen ausgestattet. Der AzSHCI Micro-Cluster TA beziehungsweise RA mit der 4-Kern-CPU EPYC 3101 kann zusätzlich pro Node bis zu sechs SATA-SSDs aufnehmen.

Die Nodes der Intel-Variante AzSHCI Micro-Cluster TI beziehungsweise RI basieren dagegen auf dem 8-Kern-Xeon D-2143. Sie erlauben den Einbau von zwei weiteren NVMe-SSDs im U.2-Format sowie acht SATA-SSDs oder HDDs. Diese Systeme können außerdem mit Zusatzkarten auf 25-Gigabit-Ethernet aufgerüstet werden. Konfigurationen mit nur zwei Nodes lassen sich direkt und ohne den Einsatz zusätzlicher Switches miteinander verbinden. Für größere Cluster bietet Thomas-Krenn auf die jeweilige Bandbreite der Nodes abgestimmte Netgear-Switches an.

Die Kosten sind laut Thomas-Krenn überschaubar. So berechnet das Unternehmen für die für den Betrieb eines 2-Node-Clusters mit jeweils vier aktiven Kernen benötigte Azure-Stack-HCI-OS-Lizenz nach eigenen Angaben 72 Euro im Monat. Der Software-definierte Speicherdienst Storage Spaces Direct ist bei diesem Angebot bereits enthalten. Die Micro-Cluster selbst sind reine Kaufangebote. Die Kosten beginnen bei knapp 1.200 Euro pro Node. Die neuen Azure Stack HCI Micro Cluster sind laut Anbieter seit dem 18. Mai verfügbar.

(Korrektur: In einer ersten Version der Meldung kam es zu einem Missverständnis. Die Micro-Cluster sind reine Kaufangebote.)

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