2010 noch gerade profitabel

AUO startet mit AMOLED-Massenproduktion

31.01.2011
Mit neuen Technologien versucht AU Optronics (AUO) gegen sinkender Marken aus dem Kerngeschäft LCD-Panels anzukämpfen. Im zweiten Halbjahr 2011 soll es mit der Produktion von Aktivmatrix-OLEDs losgehen.
Im Mai 2009 hat Samsung schon ein flexibles, biegsames AMOLED-Display vorgestellt.
Im Mai 2009 hat Samsung schon ein flexibles, biegsames AMOLED-Display vorgestellt.

In weniger als drei Jahren hat sich Samsung die Führungsrolle bei Aktivmatrix-OLEDs geschnappt. Taiwans Panel-Hersteller AUO will in der zweiten Jahreshälfte ebenfalls mit der AMOLED-Massenproduktion starten. Mitte 2010 hat das Unternehmen den Weg dafür schon geebnet.

Trotz eines EU-Bußgeldes in Höhe von fast 117 Millionen Euro, das das Q4/10-Ergebnis verhagelt hat, ist AUO im Gesamtjahr 2010 mit netto 7.408 Millionen NT $ (187,5 Millionen Euro) bei einem Umsatz von umgerechnet 11,8 Milliarden Euro noch im Plus geblieben. Das Unternehmen hat 2010 113,5 Millionen große LCD-Panels verkauft und damit 26,7 Prozent mehr als im Vorjahr sowie 220,9 Millionen kleine und mittelgroße Panels (bis 9 Zoll), ein Minus von 3,4 Prozent.

AU Optronics (AUO) hatte in einem 3.5G-Werk schon mit dem Einzug der Ausrüstung für AMOLEDs begonnen, sagte der Executive Vice President Paul Peng der Presse gegenüber.

Im zweiten Quartal soll die 3.5G-Produktionsstraße schon Kapazitäten von 70 Millionen AMOLED-Panels erreichen. Handys und Digitalkameras schlucken noch den größten Teil des weltweiten Bedarfs, gebraucht werden solche OLEDs auch zunehmend für Automobilkonsolen.

Mitte 2010 haben die Marktforscher von iSuppli schon gewarnt, dass eine OLED-Knappheit herrsche und diese schon den Smartphone-Weltmarkt in Mitleidenschaft ziehe. Es ist also Platz für mehr Hersteller neben Samsung.

Außerdem gelten sie als die überragende Display-Technologie der Zukunft für Fernseher, Monitore, Tablet-PCs, E-Book-Reader und andere größere Produkte.Doch dafür sind sie wegen des großen Produktionsausschusses noch viel zu teuer.