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Gegenwart und Zukunft des neuen Abrechnungsmodells für IT-Dienstleistungen

"Ein wenig Managed Services reicht nicht"

Kommentar  28.08.2017
Udo Schillings ist Leiter Marketing & Hersteller-Management bei dem Value Added Distributor acmeo.
Systemhäuser optimieren zunehmend die Wirtschaftlichkeit ihrer Managed Services und steuern auf IT-Outsourcing als künftiges leistungsbasiertes Abrechnungsmodell zu.

Die angewandten Service-Konzepte innerhalb des Channels obliegen einer steten Veränderung. Schon seit über fünf Jahren geht die Anzahl der IT-Dienstleister zurück, die Support auf Anfrage (Feuerwehrstrategie) oder Kontingent- und Wartungsverträge anbieten. Denn heute setzt die Mehrheit der Systemhäuser im deutschsprachigen Raum auf ein proaktives Managed Services Konzept mit planbaren und kontinuierlich wachsenden Erträgen - basierend auf Cloud-Software.

Insbesondere im Bereich IaaS, IP-Telefonie und IT-Security reagieren Hersteller, indem sie ihre Lösungen an die Anforderungen und Bedürfnisse von Managed Services Providern (MSP) anpassen, sodass sie bestmöglich in bestehende Services zu integrieren sind. Endkunden erwarten hingegen Funktionalität und Verfügbarkeit sowohl bei der Infrastruktur als auch bei den Applikationen. Aus ihrer Sicht kommt es immer weniger auf den Hersteller an, der die Technologie bereitstellt. Es geht vielmehr um die Nutzbarkeit, den Service und letztlich um die monatlichen Kosten.

Kunden sehen die Vorteile der Managed Services

Hier ist die Chance für MSPs ihre Kunden ganzheitlich zu bedienen, sodass sich in Zukunft IT-Outsourcing in Form von Betriebskonzepten zunehmend im Channel durchsetzen wird. Systemhäuser werden künftig den kompletten IT-Betrieb ihrer Kunden übernehmen- das ist die Königsklasse. In diesem Preis pro Benutzer-Modell steigt nicht nur die Wertigkeit der erbrachten Leistung und die damit verbundenen monatlichen Roherträge, sondern ebenfalls die Kundenbindung an seinen Dienstleister. Ein MSP wird somit attraktiver für den Markt je breiter sein Angebot aufgestellt ist.

Lesetipp: Rechenzentrum – Make or buy?

Doch sowohl die heutigen Managed Services als auch künftigen Managed Hosting Provider stehen vor der Herausforderung Ihren Kunden ein Rundum-sorglos-Paket anzubieten und gleichzeitig wirtschaftlich zu handeln. Für sie rentiert es sich spürbar, den Alltag der eigenen Techniker zu automatisieren. Das kann im Bereich der täglichen Wartungsaufgaben geschehen, sodass automatisch arbeitende Überwachungen oder ein automatisiertes Patch Management Technikern viel wertvolle Zeit ersparen.

Fehlerlösungen können ebenfalls automatisiert werden, um auftretende Ereignisse zu minimieren. Ist beispielsweise eine Festplatte beim Kunden vollgelaufen, werden temporäre Dateien mit Hilfe eines entsprechenden Skripts automatisiert gelöscht.

Auf der acmeo Partnerkonferenz vom 18.-19. September in Fulda dreht sich alles um Managed Services.
Auf der acmeo Partnerkonferenz vom 18.-19. September in Fulda dreht sich alles um Managed Services.
Foto: acmeo

Als drittes Feld der Automatisierung gelten Service Requests beziehungsweise administrative Tätigkeiten. Wird ein neuer Benutzer angefordert, der in diversen Systemen angelegt werden muss, spart auch hier Automatisierung wertvolle Zeit. Letztlich resultiert eingesparte Technikerzeit nicht nur in deutlich gesteigerten monatlichen Roherträgen, sondern auch in einer erhöhten Unternehmensbewertung, wenn man sich in leistungsbasierten Abrechnungsmodellen bewegt. Denn in der Leistungserbringung nimmt Technikerzeit den größten und kostenintensivsten Anteil ein. (rw)