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Omnichannel-Vermarktung

Media-Saturn und Mobilcom-Debitel weiten Zusammenarbeit aus

Dr. Matthias Hell ist Experte in Sachen E-Commerce und Retail sowie ein Buchautor. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in renommierten Handelsmagazinen und E-Commerce-Blogs. Zuletzt erschien seine Buchveröffentlichung "Local Heroes 2.0 – Neues von den digitalen Vorreitern im Einzelhandel".
Die Mobilfunkkette Mobilcom-Debitel arbeitet künftig nicht nur mit stationären Shop-in-Shops mit Media-Saturn zusammen, sondern wird auch in die Onlinekanäle und die Omnichannel-Vermarktung des Retailers integriert.
Seit 26 Jahren besteht die Vertriebspartnerschaft zwischen Mobilcom-Debitel und Saturn
Seit 26 Jahren besteht die Vertriebspartnerschaft zwischen Mobilcom-Debitel und Saturn
Foto: Media-Saturn

Die Freenet AG hat die Verlängerung der Vertriebspartnerschaft ihrer Tochtergesellschaft Mobilcom-Debitel mit Media-Saturn Deutschland bekanntgegeben. Die beiden Unternehmen sind seit 1991 durch eine exklusive Partnerschaft verbunden. Der bisherige Vertrag fokussierte sich vor allem auf den stationären Vertrieb. Mit der neuen Vereinbarung, die bis zum Jahr 2022 Gültigkeit hat, wurden nun Rahmenbedingungen geschaffen, die auch die Onlinekanäle der Media- und Saturn-Märkte und die Omnichannel-Vermarktung in besonderer Weise berücksichtigen.

Mobilcom-Debitel hat in den vergangenen Monaten sein Omnichannel-Angebot kontinuierlich ausgebaut, unter anderem durch Funktionen wie Terminreservierungen, Produktreservierungen in den Shops (Reserve-to-Store) oder Lieferung des Online-Sortiments zur weiteren Beratung und Abholung in den Shops (Deliver-to-Store) sowie Click and Collect.

"Wir glauben an den Handel und deshalb setzen wir auf eigene Shops, ein Franchise-Modell und Fachhandelspartnerschaften. Unsere Omnichannel-Bemühungen zahlen sich aus und dieses Konzept hat nun auch Ceconomy, die Muttergesellschaft der Media-Saturn Deutschland GmbH, überzeugt, unsere Partnerschaft für weitere fünf Jahre auf eine zukunftsgerichtete Basis zu stellen", erklärt Freenet-CEO Christoph Vilanek.

Handelsgeschäft treibt Freenet-Bilanz

Wie Vilanek erklärt, spiegele sich der Erfolg der Fokussierung auf den stationären Handel erfolgreich an den Zahlen von Freenet wider: Der Handel trage mehrheitlich zu einem kontinuierlichen Kundenwachstum im Mobilfunk um insgesamt 700.000 innerhalb der letzten vier Jahre sowie der äußerst erfolgreichen Etablierung des neuen TV-Zugangsgeschäfts bei.

Die Freenet AG verzeichnete im dritten Quartal 2017 insgesamt eine Steigerung der wesentlichen Kennzahlen gegenüber dem Vorjahreszeitraum: Der Konzernumsatz erhöhte sich um 1,5 Prozent auf 880,1 Millionen Euro. Zur Steigerung des Umsatzes trug in erster Linie der im Kerngeschäft Mobilfunk angestiegene sogenannte Customer-Ownership von 9,60 Millionen Kunden bei. Erfreulich verlief ebenfalls das dritte Quartal des Segments "TV und Medien": Auf Basis von aktuell 875.000 zahlenden Freenet TV Kunden wird der Zielwert für das Gesamtjahr 2017 auf rund 950.000 Kunden erhöht. Die Kundenzahlen der IPTV-Plattform waipu.tv zum 30. September liegen mit rund 340.000 Nutzern genau im Plan für das dritte Quartal. Diese Kunden wurden zu einem maßgeblichen Anteil in der eigenen Shopkette der Freenet Töchter Mobilcom-Debitel und Gravis akquiriert.

Das Konzernergebnis stieg um rund 170 Prozent auf 157,1 Millionen Euro und der Rohertrag von 239,5 Millionen Euro um 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal und sogar um 8,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum Januar bis September. Auch das Konzern-EBITDA stieg im dritten Quartal mit 213,7 Millionen Euro um rund 80,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Anstieg lag maßgeblich an Sondereffekten aus der Beteiligung an der Sunrise AG im dreistelligen Millionenbereich. Der Free Cashflow2 erhöhte sich signifikant um 16 Millionen Euro auf 87,3 Millionen Euro. (mh)

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