Ratgeber Energiesparen

Tools für das PC-Power-Management senken den Stromverbrauch

Spezialgebiet Business-Software: Business Intelligence, Big Data, CRM, ECM und ERP; Betreuung von News und Titel-Strecken in der Print-Ausgabe der COMPUTERWOCHE.

Das sollten Power-Management-Tools können

Bei der Auswahl des Software-Tools sollten die Anwenderunternehmen Gartner zufolge auf folgende Punkte achten:

  • Stromverbrauch messen: Das Tool sollte exakt anzeigen, wie viel Strom die einzelnen PCs verbrauchen. Außerdem sollten die Anwender ablesen können, um welches Maß sich der Stromverbrauch durch den Einsatz von Stromsparmaßnahmen verringert hat.

  • Energieprofile erstellen: Kernaufgabe jedes Power-Management-Tools ist das Erstellen von Energieprofilen für die verwalteten PCs. Administratoren können damit Regeln einstellen, wann oder unter welchen Bedingungen ein Rechner in welchen Status umschalten soll. Beispielsweise können alle PCs ab einer bestimmten Uhrzeit in den Ruhemodus wechseln oder ab einer bestimmten Zeit ohne Aktivität des Nutzers wird das System in einen energiesparenden Status versetzt. Das Tool sollte die Profile möglichst granular einstellen können, beispielsweise welche Teile eine Rechners in den Ruhemodus gefahren werden (Festplatte, CPU, Monitor) und bei welchen Rechnergruppen beziehungsweise Einzel-PCs bestimmte Profile gelten. Außerdem sollte das Management-Werkzeug flexibel sein und verschiedene Profile für einen einzelnen Rechner zulassen, beispielsweise je nach Tageszeit.

  • Aktivität protokollieren: Das Management-Werkzeug sollte genau aufzeichnen, wie lange sich ein Rechner in welchem Status befindet: ausgeschaltet, Stand-by, Schlafmodus oder volle Aktivität. Idealerweise ist es möglich, auch die Stati des Monitors mit einzubeziehen. Geben Anwender darüber hinaus noch Informationen zu Stromverbrauch und Stromkosten ein, sollte das Tool in der Lage sein, ein Energieverbrauchsprofil für jeden einzelnen PC zu erstellen. Damit können Unternehmen besser kalkulieren, was welche Sparmaßnahmen bringen.

  • Reports schaffen Durchblick: Alle Power-Management-Tools bieten den Nutzern ein gewisses Maß an Reporting. Zumindest sollte die Software anzeigen können, wie viel Energie eine bestimmte Aktion eingespart hat. In aller Regel lassen sich die Informationen auch für bestimmte Zeiträume, Abteilungen und sogar einzelne PCs abrufen.

  • PCs aufwecken: In den meisten Unternehmen laufen Wartungs- und Supportarbeiten wie Software-Updates und Backups an den Rechnern außerhalb der offiziellen Büro- und Arbeitszeiten. Befinden sich die PCs dann aber im Ruhezustand, muss die IT-Abteilung die Möglichkeit haben, die Rechner zu aktivieren. Meist funktioniert das über die "Wake-on-LAN"-Funktion (WoL). Allerdings erfordert das Modifikationen bei der Router-Konfiguration, was wiederum Sicherheitsprobleme nach sich ziehen kann. Die Management-Tools sollten deshalb einen alternativen Mechanismus bieten, mit dem sich die PCs ohne große Manipulationen am Router aus dem Stromsparschlaf aufwecken lassen.

  • Daten schützen: Manche Nutzer lassen Applikationen und Dokumente offen, wenn sie den Arbeitsplatz verlaet der PC in einen Schlafmodus um, sind diese Daten in aller Regel nicht gefährdet. Kommt es allerdings zu Wartungsarbeiten, die einen Neustart erfordern, kann es zu Datenverlusten kommen. Das Management-Tool sollte daher Funktionen mitbringen, die automatisch erkennen, ob Anwendungen und Dateien geöffnet sind, und in einem zweiten Schritt möglicherweise gefährdete Informationen sichern, bevor der Rechner neu bootet.

  • Schlaflose Rechner heilen: Bei manchen Windows-Rechnern gibt es das Phänomen, dass sie partout nicht in den Schlafmodus wechseln wollen. Die Gründe dafür sind oft nicht auf den ersten Blick erkennbar: Fehler in Appliktionen oder Treiberkonflikte können dem System ständige Aktivität vorgaukeln und damit den Wechsel in einen Ruhemodus verhindern. Manche Management-Suiten beinhalten Werkzeuge, um derartige Fehler und Konflikte aufzuspüren und zu beheben.

  • Power-Management außer Kraft setzen: Das Power-Management-Tool sollte eine Funktion besitzen, mit der Anwender die Regeln für eine bestimmte Zeit außer Kraft setzen können, beispielsweise wenn eine Präsentation oder komplexe länger dauernde Computing-Prozesse wie beispielsweise das Rendern von Videos nicht unterbrochen werden sollen. Darüber hinaus könnte über Regeln definiert werden, dass bestimmte Applikationen nicht durch Ruhemodi unterbrochen werden dürfen.