Nachholbedarf in Deutschland

Das digitale Klassenzimmer als Ende der Kreidezeit

06.10.2010

Mehr Anschaffung dank weniger Schulträger

Dank Sonderinvestitionsprogramme wurde die Entwicklung aber aus Sicht des Hersteller beschleunigt, was die Verbreitung der eigenen Boards an deutschen Schulen deutlich nach vorne gebracht habe. In Bundesländern wie Hamburg, Berlin oder Hessen, wo es nur einen oder wenige Schulträger gibt, wurde der Anschaffungsprozess laut Smart deutlich schneller vollzogen.

"Gerade in Deutschland gibt es noch viel Nachholbedarf in der technischen Ausstattung von Schulen. Hier hat sich aber in diesem Jahr, nicht zuletzt durch die politische Unterstützung, sehr viel getan. Diese Entwicklung wird sich fortsetzen", sagt Andreas Eichler, Marketing Specialist Product Solutions - Projectors bei der NEC Display Solutions Europe GmbH. "Die Investitionsbereitschaft und Risikofreudigkeit ist in Deutschland im Vergleich zu anderen europäischen Ländern, wie beispielsweise England oder den Niederlanden, eher zurückhaltend", findet Eichler.

Schulmittel fließen oft an Technik vorbei

Thomas Müller, als General Manager für das Produktmarketing von BenQ in der DACH-Region verantwortlich, nennt konkrete Zahlen, die zeigen, wie groß der Nachholbedarf hierzulande ist, zumindest wenn man den britischen Markt dagegen betrachtet: "Der Anteil an interaktiven Whiteboards in deutschen Schulen beträgt gerade mal 6 Prozent, in UK sind es knapp 70 Prozent." Als Gründe dafür sieht er diverse Regierungsprogramme, die es in ähnlicher Form auch in Frankreich gegeben habe.

Zur Startseite