IT-Infrastruktur im Wandel

Hyperkonvergente Infrastruktur (HCI) als Alternative zum 3-Tier-Modell

Christian Melzer, Technical Lead für Dell Primary Storage bei SVA begleitet Kunden in Storage-Projekten von der Idee bis zur Umsetzung.
Hieronymus Marco ist seit 2019 als System Engineer bei der SVA und seit August 2020 Technical Lead für Dell HCI und Netzwerk tätig.
Unternehmen müssen sich unbedingt dem steten Wandel anpassen und die hauseigene IT-Infrastruktur modernisieren. Dabei gilt es zwischen einer Hyperconverged Infrastructure (HCI) und dem traditionellen 3-Tier-Ansatz zu entscheiden. Erfahrene Dienstleister unterstützen Unternehmen dabei, die bestmögliche Lösung zu entwickeln.
Die traditionelle 3-Tier-Architektur (Server, Netzwerkkomponenten und Storage-Systeme) wird immer häufiger duch Hyperkonvergente Infrastruktur (HCI) ersetzt.
Die traditionelle 3-Tier-Architektur (Server, Netzwerkkomponenten und Storage-Systeme) wird immer häufiger duch Hyperkonvergente Infrastruktur (HCI) ersetzt.
Foto: Kjetil Kolbjornsrud - shutterstock.com

Die Botschaft, dass Unternehmen ihre Rechenzentren modernisieren sollten, ist längst angekommen. Allerdings müssen sie keinesfalls ihre IT-Infrastruktur von Grund auf neu umstrukturieren und aufbauen, sondern haben die Möglichkeit, diese mit einem passenden Ansatz zu erneuern und an aktuelle Herausforderungen anzupassen.

Dies ist zum Einen mit dem eher traditionellen 3-Tier-Modell, das aus Servern, Netzwerkkomponenten und Storage-Systeme besteht, möglich. Diese drei Ebenen werden auch Tiers genannt und geben dem Ansatz seinen Namen. Oftmals stammen verschiedene Teile auch von unterschiedlichen Anbietern, was einen sehr individuellen Aufbau zulässt, der auf spezifische Anforderungen eingehen kann.

Dem gegenüber steht eine hyperkonvergente Infrastruktur (Hyperconverged Infrastructure, HCI) wie von VxRail Systemen der Dell Technologies. Hier kommt ein Software-Defined-Ansatz (Sdx) ins Spiel, der die Funktionalität für sowohl Server, Storage als auch einzelne Netzwerkkomponenten zusammenführt. Hier stammen die einzelnen Komponenten meist von ein und demselben Anbieter, der gleichzeitig den technischen Support zur Verfügung stellt.

Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Ansätze

Hyperkonvergente Infrastrukturlösungen sind besonders für kleinere Unternehmen und Mittelständler sinnvoll. Da dort das IT-Fachpersonal eher knapp bemessen ist, sind zeitliche, freie Ressourcen kaum vorhanden. Folglich kommt hier der geringe Betriebsaufwand, den eine HCI mit sich bringt, den Mitarbeitern zugute. Diese haben dann mehr Kapazitäten für andere relevante IT-Themen zur Verfügung.

Darüber hinaus lässt sich eine HCI unkompliziert innerhalb des Lifecycle-Managements integrieren, was auch wiederum das IT-Fachpersonal entlastet und garantiert, dass alle Workloads ununterbrochen weiterlaufen. Bei der 3-Tier-Architektur hingegen werden mehrere Management-Tools benötigt, was einen erheblichen Mehraufwand bedeutet und wiederum zahlreiche Ressourcen der IT-Mitarbeiter bindet. Kleinere Unternehmen können und wollen sich dies oft nicht leisten.

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Doch die 3-Tier-Infrastruktur gehört keinesfalls der Vergangenheit an, denn Nutzer profitieren hier nicht zuletzt von der hohen Zuverlässigkeit des Modells, das bereits lange Zeit erprobt und optimiert wurde. Zudem haben besonders größere Unternehmen, die Server- und Netzwerkspezialisten in der IT-Abteilung beschäftigen, die Möglichkeit Feinjustierungen vorzunehmen, sodass sich die Architektur problemlos an spezifische Anforderungen anpassen lässt.

Denn im Gegensatz zu einer hyperkonvergenten Infrastruktur sind die Nutzer nicht auf Anwendungen aus einer Hand gebunden, sondern können sich die verschiedenen Komponenten von unterschiedlichen Herstellern nach individuellem Bedarf zusammenstellen. So kann die maximale Leistung aus der Lösung herausgeholt werden. Ein weiterer Punkt, der für das 3-Tier-Modell spricht, ist, dass die Implementierung einer HCI hohe Einmalkosten mit sich bringt, da sämtliche Komponenten der vorhandenen Infrastruktur durch HCI-Knoten ausgetauscht werden müssen.

Erfahrene Dienstleister unterstützen beim Auswahlprozess

Für welche Infrastruktur sich ein Unternehmen also letztendlich entscheidet, hängt von den jeweiligen Umständen und Anforderungen ab. Doch meistens fehlt es den Mitarbeitern an zeitlichen Ressourcen oder spezifischen Wissen und Erfahrung, um so eine Entscheidung mit gutem Gewissen treffen zu können. Hier kommen externe IT-Dienstleister, die auf beide Ansätze spezialisiert sind, ins Spiel.

So nehmen die Experten zunächst eine Aufnahme des Status Quo vor und analysieren die individuellen Bedürfnisse der Nutzer, typische Anwendungsbeispiele sowie die aktuell vorhandene IT-Infrastruktur. Daran angelehnt entwickeln die Fachexperten passende Lösungsszenarien und entscheiden gemeinsam mit dem Kunden, ob sich eine HCI oder das 3-Tier-Modell besser eignet. Zudem besteht häufig die Möglichkeit, mit Demogeräten auf Herz und Nieren zu testen, wie sich mögliche Konfigurationen in die bestehende Landschaft einfügen. Dies ist besonders für Interessenten einer HCI-Lösung empfehlenswert, da diese einige Besonderheiten mit sich bringen.

Welche Infrastruktur-Lösung eignet sich nun am besten?

Während eine hyperkonvergente Infrastruktur als eine agile und zukunftssichere Lösung gilt, punktet das 3-Tier-Modell durch seine lang erprobte Erfahrung und Flexibilität. Letztendlich kommt es auf die strategische Ausrichtung des jeweiligen Unternehmens an. Optimalerweise arbeitet eine Hersteller- und Technologie-übergreifende Analyse die Nutzerbedürfnisse heraus und leitet daraus die am besten passende Infrastrukturlösung ab. Erfahrene Dienstleister unterstützen Unternehmen, die richtige IT-Infrastruktur für sich zu finden.

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