Nachfolge gesichert

IT-On.Net wird Teil der Medialine Gruppe

Regina Böckle durchforstet den Markt nach Themen, die für Systemhäuser und Service Provider relevant sind - oder es werden könnten - und entwickelt dazu passende Event-Formate.
Zum 1. Januar 2021 fusioniert IT-On.Net mit der Medialine Gruppe. Medialine stärkt damit sein Standbein in NRW und seine Kompetenzen im Bereich Security und Managed Services.

Über das iTeam Systemhausnetzwerk lernten sich beide Unternehmen vor mehreren Jahren kennen und schätzen, die Chemie stimmte, und Anfang 2020 hatte IT-On.Net-Gründer und Geschäftsführer Karsten Agten in der Medialine Gruppe den Wunschkandidaten für seine Unternehmensnachfolge gefunden. "Ich habe mich schon sehr lange mit der Frage nach einem geeigneten Nachfolger befasst. Mit Medialine EuroTrade arbeiten wir bereits seit vielen Jahren zusammen. In ihr habe ich den idealen Partner gefunden, der das Thema, das ich schon seit 18 Jahren auf der Agenda habe - Cloud und Managed Services - in der Top-Liga bespielt", begründet der 62-jährige Manager seine Wahl.

Karsten Agten, Gründer und Geschäftsführer der IT-On.Net GmbH. Sie wird ab Januar zur Medialine Gruppe gehören.
Karsten Agten, Gründer und Geschäftsführer der IT-On.Net GmbH. Sie wird ab Januar zur Medialine Gruppe gehören.
Foto: IT-On.NET

Wie gut die Unternehmenskulturen harmonieren, zeigte sich schon kurz nachdem sich die beiden Partner im Mai auf eine Fusion einigten: "Die Mitarbeiter waren begeistert von der Idee und haben sofort begonnen, mit großer Begeisterung firmenübergreifend zusammenzuarbeiten", berichtet Agten. "Kompetenzen und Portfolio ergänzen sich perfekt."

Für Medialine wiederum ist dieser jüngste Neuzugang ein weiterer, wertvoller Baustein in der seit 10 Jahren erfolgreich praktizierten Wachstumsstrategie, die organisches Wachstum mit Unternehmenszukäufen kombiniert. "IT-On.Net hat einen starken regionalen Bekanntheitsgrad in Nordrhein-Westfalen, Mitarbeiter mit sehr hohem Skillset und hoher Kompetenz insbesondere im Bereich Security, Infrastructure as a Service (IaaS) und Managed Services. Diese Stärken wollen wir nutzen, um den gegenwärtigen und künftigen Herausforderungen zu begegnen", freut sich Medialine-Vorstand Stefan Hörhammer, und sein Bruder und Vorstandskollege Martin Hörhammer ergänzt: "Unser Kernziel ist es, als Team zusammenzuwachsen, um das Wissens-Cluster und die Know-how-Company im Markt zu sein".

Martin und Stefan Hörhammer, Vorstände der Medialine EuroTrade AG
Martin und Stefan Hörhammer, Vorstände der Medialine EuroTrade AG
Foto: Medialine EuroTrade

Wie alle bisher von Medialine übernommenen Unternehmen, wird auch die IT-On.Net GmbH als Brand erhalten bleiben und als Teil der Medialine Gruppe agieren. "Die DNA von IT-On.Net bleibt bestehen, denn Kunden schätzen diese Identität", betont Hörhammer.

auch lesenswert: Deutschlands größte Systemhäuser 2020

Karsten Agten will bis Ende 2023 an Bord bleiben. "Ich hab richtig Lust darauf, gemeinsam mit Medialine noch mehr zu bewegen. Es ist ein perfekter Match - und das sehen auch unsere Kunden, Mitarbeiter und Partner." Aus der Branche verabschieden wird sich Agten 2024 allerdings keineswegs: "Ich könnte mir gut vorstellen, beispielsweise als Business Angel meine Erfahrungen weiterzugeben, denn dieser Markt macht mir nach wie vor einfach unglaublich Spaß".

Die IT-On.Net Süd GmbH hatte Karsten Agten im Zuge seiner Nachfolgeregelung bereits im Januar 2020 an Jürgen Gut übertragen. Dieser wiederum verkaufte IT-On.Net Süd im Juni 2020 an die Mait-Gruppe. Gleichzeitig erloschen damit auch alle Namensrechte an IT-On.Net Süd.

"Nachhaltigkeit schlägt Geschwindigkeit"

Mit Bedacht gebe man die Fusion erst jetzt bekannt, betont Martin Hörhammer: "Wir sind kein Unternehmen des 'Big Bang'. Wir haben die Teams erst zusammenwachsen und Endkunden davon profitieren lassen, ehe wir an die Öffentlichkeit gehen."

Medialine soll auch künftig aus eigener Kraft wachsen. Private Equity Investoren wie Waterland, Fulcrum oder andere Beteiligungsgesellschaften, die momentan hierzulande sehr aktiv sind, gehören für die Hörhammer-Brüder auch künftig nicht zur Wachstumsstrategie. "Zum Kern unserer DNA gehören schnelle Entscheidungen und kurze Wege. Und diese Möglichkeiten wollen wir erhalten. Für uns ist Kapital kein Wachstumshemmnis! Begrenzender Faktor für die Skalierung ist für uns eher der Fachkräftemangel", stellt Martin Hörhammer klar. "Mit unserer bisherigen Strategie sind wir sehr erfolgreich, deshalb benötigen wir keine Investoren. Nachhaltigkeit ist uns wichtiger als Geschwindigkeit".

»

Schutz der digitalen Identitäten

In dem kostenfreien digitalen Workshop mit RSA, Wallix und CyberArk am 10. November um 10:00 Uhr zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihre Kunden vor digitalem Identitätsdiebstahl schützen können

IAM

Hier kostenfrei anmelden

Kompetenz von Mitarbeitern und ein hohes Skillset sind nach Ansicht von Stefan Hörhammer deshalb entscheidend, weil sich die Bedürfnisse der Kunden stark verändern. "Im Mittelstand beobachten wir in den letzten Jahren häufig einen Generationswechsel in der IT-Leitung und dadurch bedingt eine ganz klare Veränderung im Mindset." Diese jüngere Generation sei nicht gewillt, sich mit Brands zu befassen. "Service Level Agreements (SLA), Leistungsversprechen und das Vertrauen in den IT-Dienstleister treiben sie viel mehr um. Sie wünschen sich einen Partner an der Seite, der ihren immer komplexer werdenden IT-Betrieb mit hoher Spezialisierung für sie übernimmt", führt er aus.

Lesetipp: Deutschlands kundenfreundlichste Systemhäuser 2020

Herausforderung als Systemhaus sei es, diese Kundenbedürfnisse sowohl technisch als auch vertrieblich gesamtheitlich zu betrachten und in der Qualitätstiefe und Themenbreite so abzubilden, dass er sich wohl fühle. "Dieser hohe Grad an Spezialisierung durch Know-how-Cluster in der Breite setzt eine bestimmte Größe der eigenen Organisation voraus. Deshalb ist für uns die Gewinnung von guten Mitarbeitern und Kompetenzen, wie sie IT-On.Net mitbringt, so wichtig", ergänzt Martin Hörhammer. "Der Kunde sucht den Partner, der die Lücke von Schnittstellen füllt, Strukturen, Applikationen, Plattformen miteinander vernetzt, weil Kunden diese Komplexität nicht mehr orchestrieren und managen können." Das sei auch einer der Gründe, weshalb Systemhäuser künftig nur in vernetzter Intelligenz erfolgreich sein können. "Kunden schätzen die Zusammenarbeit mit uns eben deshalb so sehr, weil wir das können."

Zur Startseite