Ratgeber

Migration auf Windows 7 in kleinen Unternehmensnetzen

Bernd Reder ist freier Journalist mit den Schwerpunkten Netzwerke, IT und Telekommunikation in München.
Der Microsoft-Support für Windows XP läuft am 8. April 2014 aus. Höchste Zeit also, sich mit dem Umstieg auf Windows 7 zu befassen, denn die Migration dauert etwa 18 bis 24 Monate. Der folgende Workshop gibt Tipps, wie die Umstellung auf Windows 7 in kleineren Firmennetzen zu meistern ist.

Windows XP ist nicht totzukriegen. Nach Angaben der Webanalysefirma Statcounter hatte das Betriebssystem Mitte Juni 2011 in Deutschland immer noch einen Marktanteil von rund 30,5 Prozent. Das ist deutlich mehr als das glücklose Windows Vista mit 18,6 Prozent. Windows 7 war dagegen bereits auf rund 42,2 Prozent aller Client-Systeme installiert.

Allerdings ist bei diesen Daten zu berücksichtigen, dass sie alle PCs berücksichtigen, die im Einsatz sind, sowohl Firmenrechner als auch Systeme von privaten Nutzern. Die Erfahrung hat jedoch gezeigt, dass Firmen meist nicht so schnell auf eine neue Betriebssystemversion umsteigen wie private Nutzer. Das kann mehrere Gründe haben:

• die Scheu vor Mehrausgaben, die durch das Upgrade entstehen können, etwa in Form der Lizenzgebühren für Windows oder die Aufrüstung der PC-Hardware;

• die Angst davor, dass ältere Anwendungen unter Windows 7 nicht mehr funktionieren;

• die Auffassung, man könne Windows 7 überspringen und gleich auf Windows 8 upgraden, das laut Microsoft voraussichtlich 2012 herauskommt.

Für Nutzer von Windows XP ist es deshalb an der Zeit, über eine Migration zu Windows 7 nachzudenken, weil Microsoft Rechner mit XP Service Pack 3 im Rahmen des "Extended Supports" nur noch bis zum 8.April 2014 unterstützt. Ab diesem Zeitpunkt wird es keine Updates für das Betriebssystem mehr geben, auch keine Patches, die Sicherheitslücken schließen.