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Basis für die Private Cloud

Warum Profi AG beim Software Defined Datacenter auf Nutanix setzt

Regina Böckle durchforstet den Markt nach Themen, die für Systemhäuser und Service Provider relevant sind - oder es werden könnten - und entwickelt dazu passende Event-Formate.
Nutanix, ein Newcomer unter den Anbietern für Converged Infrastructures, hat mit der Profi Engineering Systems (Profi) ein etabliertes Systemhaus als Partner gewonnen. Profi setzt die Nutanix Virtual Compute Platform sowohl zu Proof-of-Concept-Zwecken als auch für den eigenen Betrieb ein.
Uwe Groening, Consultant und Kompetenzteamleiter Cloud-Infrastruktur bei der Profi AG
Uwe Groening, Consultant und Kompetenzteamleiter Cloud-Infrastruktur bei der Profi AG
Foto: Profi AG

Bereits Mitte vergangenen Jahres hatte Profi AG angekündigt, das Cloud-Infrastruktur- und Lösungsgeschäft stark auszubauen und dabei ihr Portfolio um andere Technologie-Hersteller erweitern zu wollen.

Jetzt hat sich das Systemhaus entschieden, auch den erst 2009 gegründeten Hersteller Nutanix, der von Anfang an ausschließlich integrierte Systeme entwickelte, in sein Portfolio aufzunehmen. Wie die Angebote des Wettbewerbs bündelt auch die von Nutanix entwickelte Virtual Compute Platform Ressourcen für Storage, Server, Netzwerk und Virtualisierung in einer Lösung.

Allerdings unterscheidet sich der technologische Ansatz grundlegend: Denn in der hoch standardisierten Virtual Computing Platform ist bereits ein eigenes File-System integriert - das Nutanix Distributed Filesystem (NDFS). Es verwaltet alle Daten und Meta-Daten und ist das Bindeglied zwischen Speicherressourcen, Server, Controller und Hypervisor. Einige Nutanix-Ingenieure waren auch an der Entwicklung von Googles Filesystem beteiligt.

Damit ist die Konvergenz von Daten und Storage in einem Gerät verwirklicht. Eine komplexe SAN- und Storage-Infrastruktur ist deshalb nicht mehr nötig - sie ist in der Appliance bereits integriert. Dieses Konzept nutzen auch Facebook, Google oder eBay. Als "Modular Building Block Architektur" bezeichnet Nutanix diese Art des Data Center Designs.

Architektur der Nutanix Virtual Compting Platform
Architektur der Nutanix Virtual Compting Platform
Foto: Nutanix

Im Mittelstand eigenen sich die Nutanix-Lösungen beispielsweise für Desktop-Virtualisierung, für den Betrieb komplexer Rechenzentren oder auch für Big-Data-Szenarien. Im Unterschied zu den Vblocks der VCE Company, die ebenfalls eine sehr hohe Integrationstiefe bieten, muss der Nutanix-Anwender keinen zusätzlichen Block kaufen, wenn er hoch skalieren möchte, sondern kann das bestehende System weiter nutzen.

"Im Gegensatz zu den bestehenden Legacy-Anbietern wie IBM oder HP haben wir keine Altlasten, wir konnten die Architektur von vornherein so konzipieren, dass sie - ähnliche wie bei den Public Cloud Anbietern Goolge oder Amazon - hoch skalierbar ist", erklärt Dirk Marichal, Vice President Sales EMEA bei Nutanix. Herzstück der Plattform bildet das Nutanix-eigene Betriebssystem NOS. Dem Marktforschungsinstitut Forrester zufolge kann Nutanix "als Blaupause für die neue Klasse von Infrastrukturangeboten angesehen werden."
Unterstützt werden alle Virtualisierungsplattformen - neben VMware vSphere, Citrix Xen und Red Hat KVM seit Januar auch Microsoft Windows Server 2012 R2 mit Hyper-V.

Wachsender Markt

Mögliche Einsatzszenarien der Nutanix-Plattform
Mögliche Einsatzszenarien der Nutanix-Plattform
Foto: Nutanix

IDC schätzt, dass der Markt für konvergente Infrastrukturen von 4,6 Milliarden US-Dollar im Jahr 2012 auf ein Volumen von 17,8 Milliarden US-Dollar im Jahr 2016 anwachsen wird. Auch Profi AG bestätigt diesen Trend. Den Erfahrungen des Systemhauses zufolge gewinnen Projekte im gehobenen Mittelstand und im Großkundenumfeld mit dem Thema Converged Systems wieder an Fahrt.

"Durch die Software Defined Data Center-Technologie und den modularen Ansatz der Nutanix-Lösung verlieren zukünftige Infrastrukturkonzepte deutlich an Komplexität", erklärt Uwe Groening, Consultant und Kompetenzteamleiter Cloud-Infrastruktur bei der Profi AG. "Unsere Kunden können mit dem beginnen, was sie benötigen, Nutanix wächst gemäß dem Unternehmens- und Datenwachstum mit - gleiches gilt für die Anschaffungs- und Betriebskosten."

Dass die Plattform für Mittelstandskunden ausgelegt ist, und dabei bis in den Enterprise-Bereich skalieren kann, zeigt sich auch an den Preisen. Die Kosten für das Einsteigermodell mit kompletter Grundausstattung rangieren laut Herstellerangaben bei rund 35.000 US-Dollar.

Reiner Chanel-Vertrieb

Nutanix vertreibt die Lösungen ausschließlich über den Channel. "Wir haben gar keinen Direktvertrieb, deshalb kann es hier auch nie zu Konflikten kommen", betont Marichal.

Dirk Marichal, Vice President Sales EMEA bei Nutanix
Dirk Marichal, Vice President Sales EMEA bei Nutanix
Foto: Nutanix

Die Distributionsrechte in der EMEA-Region hat sich Arrow ECS gesichert. In Europa ist zudem Exklusive Networks autorisierter Nutanix-Distributor. Partner hierzulande können die Produkte über den Value Added Distributor ADN beziehen. Vertriebspartnern und Consultants bietet der Hersteller im Rahmen des "Nutanix Partner Network"-Programms unter anderem die Möglichkeit zur Deal-Registrierung über das Partnerportal, attraktive Rabatte, Marketinggelder und andere unterstützende Maßnahmen. Das Programm unterscheidet abhängig von Umsatz, Zertifizierungsgrad und Anzahl zertifizierter Mitarbeiter zwischen autorisierten, zertifizierten und Premier-Partnern.

"Ohne jede Frage stellen Themen wie Big Data, Cloud Computing oder virtualisierte Umgebungen ungeheure Anforderungen an das Rechenzentrum, denen gegenwärtige Infrastrukturen nicht gerecht werden. Es besteht ein echter Bedarf an konvergenten Lösungen", erklärt Nutanix-Vertriebs-Chef Marchial. Das Partner Network soll Reseller dabei unterstützen, dieses Potenzial zu heben.